Kawasaki: Elektroantriebe, Hybrid und Wasserstoff

Kawasaki-Zukunft mit Elektro, Hybrid, Wasserstoff Kawas Hybrid schon 2022?

Kawasaki plant bis 2035 mit batterieelektrischen Antrieben und Hybriden. Bis 2025 sollen 10 neue elektrifizierte Modelle kommen. Mindestens die ersten drei rollen schon im Jahr 2022 an, wie Kawasaki auf der EICMA 2021 verkündete.

Kawasaki 2035 Kawasaki
Kawasaki 2035
Kawasaki 2035
Kawasaki 2035
Kawasaki 2035 10 Bilder

Die neu ausgegliederte Motorradsparte von Kawasaki setzt nicht nur weiter auf die grüne Markenfarbe, auch bei den Antrieben wollen die Japaner deutlich grüner werden. Man strebe bei der Entwicklung von Motorrädern, vierrädrigen Off-Road-Fahrzeugen, Jet Skis und Motoren Klimaneutralität an, so der neue Chef der neu gegründeten Kawasaki Motors Ltd..

Bis 2025 zehn Hybrid- und Elektromotorräder, drei in 2022

Hiroshi Ito, Präsident von Kawasaki Motors Ltd, erklärte in Tokio, das neue Unternehmensziel heißt: bis 2025 zehn Elektro- oder Hybrid-Motorräder einzuführen. Auf der EICMA 2021 wurde von eben diesem Präsidenten verkündet, dass mindestens drei dieser Modelle bereits im Jahr 2022 auf den globalen Markt rollen. Einen ersten Elektroprototypen hatte Kawasaki dazu bereits präsentiert. Darüber hinaus wurde die Entwicklung von fünf vierrädrigen Off-Road-Fahrzeugen im gleichen Zeitraum angekündigt, die mit neuen fortschrittlichen Treibstoffen betrieben werden. Der langfristige Plan bis 2035 beinhaltet darüber hinaus auf Hochtechnologie-Märkten alle wichtigen Modelle nur noch mit batterieelektrischen oder hybriden Antrieben anzubieten.

Kawasaki 2035
Kawasaki
Kawasaki Hybrid Patent
Kawasaki

Im Zuge dieser neuen Modelle zeigt Kawasaki ein Bild einer Z 650 Ninja mit einem zusätzlichen Elektromotor auf dem Getriebe, passend zu den bereits bekannten Patenten des Mildhybrids. Neue Patente aus dem Januar 2022 zeigt neue Details. Kawasaki plant den Akku tatsächlich zwischen Sitzbank und Hinterrad zu platzieren und den Stromspeicher per Fahrtwind zu kühlen. Zusammen mit dem über dem Getriebe montiertem E-Motor verlangt das nach neue Methoden das Zentralfederbein zu verschrauben. Mehrere Ideen dazu zeigt Kawasaki in einem weiteren Patent. Final dürfte sich ein steiler stehendes Federbein an einer Halteplatte die Lösung sein. Bisher liegt das Federbein in den 650ern fast flach zwischen Umlenkung und oberen Schraubauge direkt über dem Getriebe.

Kawasaki Hybrid Patent
Kawasaki
So dürfte die Hinterradaufhängung des Hybrids aussehen.
Zweites Teaser-Video zur Kawasaki Z-Supercharge.
Elektro

H2-Motor mit H2-Kraftstoff

Kawasaki 2035
Kawasaki

Womöglich als Mittelschritt entwickelt Kawasaki einen Kompressormotor mit Wasserstoff als Brennstoff. Der Antrieb der H2 steht hier Pate und drängt das Wortspiel "H2 fährt mit H2" förmlich auf. Das Besondere: Dieser Motor arbeitet mit einer Direkteinspritzung in den Brennraum. Ein Novum im Motorradmotor, der diese Technik bisher nie aus dem Autobau übernommen hatte. Jedoch: Kawasaki steht mit dieser Co2-neutralen Lösung nur wirklich grün da, wenn der Wasserstoff voll aus regenerativen Quellen erzeugt wird. Das Problem der Schadstoffemissionen von Kohlenmonoxid, Dioxid und Kohlenwasserstoff umgeht der Wasserstoff als Kraftstoff nicht. Aber auch bei konventionellen Antrieben will man Gas geben. Ebenfalls bis zum Jahr 2025 sollen jährlich durchschnittlich 16 neue Zweiräder vorgestellt werden.

Kooperation mit Kymco

Ein wichtiger Punkt für das geplante Wachstum ist Kawasaki der Bereich der kleinen Offroader mit vier Rädern, der vor allem in den USA großes Potenzial hat. Fünf neue Modelle mit neuen Antrieben möchte Kawasaki bis 2025 vorstellen, bis 2030 acht jährlich und als Partner für diese Offensive wird der taiwanesische Hersteller Kymco angegeben. Weitere Kooperationen für die elektrischen oder hybriden Modelle mit zwei und vier Rädern erwähnt Kawa zwar, nennt sie aber nicht, sondern spricht von Outsourcing.

Mehr Elektronik

Vorantreiben möchte man auch den Einsatz von begleitenden Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI), die Integration von Radar-Lösungen oder kundenorientierten Schnittstellen wie die Rideology-App von Kawasaki, die eine Bluetooth-Verbindung zwischen dem Smartphone des Kunden und dem Motorrad erlaubt.

Kawasaki Ninja H2 SX SE 2022
Tourer

Neues Logo, kürzere Wege

Kawasaki River Logo
Kawasaki

Helfen soll bei allen Zukunftsplänen die deutlich schlankere Struktur der neuen Gesellschaft die es erlaubt Entscheidungen flexibler, selbstständiger und schneller zu treffen. So könne man unmittelbarer auf Trends am Markt reagieren, um neue Produkte anzubieten, aber auch, um Entwicklungen in der Antriebs- und Sicherheitstechnologie frühzeitig einzubeziehen. Symbolisiert wird die komplette Neuausrichtung durch die Verwendung eines neuen Markensysmbols, das eigentlich ein ganz altes ist. Kawasaki belebt die sogenannte River Mark wieder. Das River Mark – eine stilisierte Form des japanischen Buchstabens, der für "Fluss" steht – wurde zuerst in den 1870er-Jahren verwendet. Zu dieser Zeit war es auf den Schiffsflaggen der Kawasaki-Tsukiji-Werft zu sehen, dem Vorläufer von Kawasaki Heavy Industries.

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Ein Elektroroller für's Pendeln und den Stadtverkehr kann ich mir vorstellen.
Ein kleines, wendiges Elektromopped macht bestimmt Spaß.
Gar keins.

Fazit

Starke Ansage von Kawasaki. Bis 2035 sollen zumindest in den "entwickelten Ländern" die wichtigsten Modelle nur noch mit Elektro- und Hybridantrieb kommen. Bis 2025 sollen 10 neue Zweiräder mit neuen Antrieben gezeigt werden, mindestens 3 machen im Jahr 2022 den Anfang. Das Thema Wasserstoff als Brennstoff ist für Kawa ebenso ein Thema, die Brennstoffzelle wohl nicht.

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