Patent Honda V4 Honda Motor
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Honda: Patent für neuen V4

Neuer Honda V4 Japaner melden erste Patente an

Das Gerücht, Honda baut einen neuen V4-Motor, geistern schon länger durch die Welt. Jetzt haben die Japaner Patente rund um einen möglichen neuen Vierzylinder in V-Form auf weiteren Märkten angemeldet.

Tatsächlich ist das Patent für den V4 von Honda mit lastabhängiger Zylinderabschaltung nicht neu. Bereits 2013 hat sich Honda die spezielle Konstruktion in Japan und den USA schützen lassen. Erst vor kurzem hat dieser sehr besondere Motor auch in Deutschland und der EU Patentschutz bekommen. Alter Hut? Vielleicht. Trotzdem noch interessant? Auf jeden Fall.

Zylinderabschaltung bekannt

Das Thema Zylinderabschaltung ist von Autos recht bekannt, bei niedrigen Lasten in der Stadt oder im Stop-and-Go-Betrieb schalten gerade bei großen Motoren mit vielen Zylinder mehrere einfach ab. Das spart Sprit. Bei Motorrad arbeiten Harley-Davidson, Indian oder Ducati mit diesem Kniff, um die Temperatur des hinteren Zylinders oder beim Multistrada V4 der hinteren Zylinderbank im Zaum zu halten: So an der Ampel stehend erinnert die Harley dann etwas an einen rappeligen Einzylinder. Problem: Trotz abgeschalteter Einspritzung und Zündung wird Sauerstoff in den Abgastrakt gepumpt, was die Abgasreinigung auf Dauer beeinflussen kann. Das ist auch ein Grund weshalb diese Systeme bei höheren Drehzahlen nicht mehr arbeiten. Hier setzt Honda mit dem V4-Patent an. Die Japaner wollen den Motor bei wenig Last dauerhaft als Twin laufen lassen und erst bei hoher Last auf den Vierzylinder-Betrieb umstellen.

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V4 mit variabler Zylinderzahl

Von der Seite betrachtet scheint der Motor ein V4 zu sein mit einem Zylinderwinkel von 90 Grad. Auffallend ist jedoch der recht hohe Aufbau des Ansaugtraktes. Dieser weist mehrere Besonderheiten auf. Zum Einen: Die vorderen Zylinder stehen deutlich weiter auseinander als die beiden hinteren. Zum Zweiten: Die Blow-by-Ventile der Motorentlüftung führen nicht einfach zurück in die Airbox, sondern haben eine Klappen- und Ventilsteuerung, die die beiden Zylinderbänke verbindet. So möchte Honda die Zylinderabschaltung auch bei Lastzuständen über Leerlauf und höheren Drehzahlen ermöglichen, ohne dass die unverbrannte Luft der pumpenden Zylinder die Abgasreinigung beeinflusst und schädliche Abgasteile wie Stickstoffmonoxide entstehen. Also leitet Honda die sogenannten Blow-by-Gase von den mitlaufenden Zylindern zu den zündenden. Durch die Verbrennung des Sauerstoffs kann der mitunter entstehende Ammoniak nicht mit dem unverbrannten Sauerstoff zu Stickstoffoxid zurückkatalysiert werden.

Unten V2, oben V4

Honda plant wohl, je nach abgerufener Leistung und Drosselklappenstellung, den Motor im unteren Drehzahlbereich als Twin, im oberen Drehzahlbereich als Vierzylinder laufen zu lassen. Das erinnert ein wenig an die V-Tec-Motoren der VFR 800 V-Tec oder F. Der genaue Sinn im Patent erschließt sich nicht, ebenso die ungewöhnliche Anordnung mit innen- und außenliegenden Zylindern, aber genau das macht es interessant.

Fazit

Was soll man davon halten? Da geistert das Patent in allen Sprachen seit 2013 durch die Welt. 2021 wo V4 Motoren nur noch in absolut unsensiblen Budgetbereichen gebaut werden, taucht dann plötzlich eine deutsche Version des Patents auf. Statt Supersport denkt Honda bei diesem V4 an variable Zylinderzahl, Spritsparen und sauberes Abgas. So interessant das klingt, so absurd erscheint es auch mit Blick auf die horrenden Kosten eines V-Motors.

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