In Deutschland ist Rasen günstig. In unseren Nachbarländern sieht das anders aus: In Frankreich etwa droht seit diesem Jahr sogar eine Freiheitsstrafe, wenn jemand außerorts mit 50 km/h zu viel unterwegs ist – dort gilt meist ein Tempolimit von 80 km/h.
Deutschland: Moderate Strafen
Deutschland bleibt in Bezug auf Geschwindigkeitsüberschreitungen relativ moderat. Für eine Überschreitung von 20 km/h sind ab 88,50 Euro fällig. Ab 21 km/h kostet die Überschreitung ab 128,50 Euro. Wer über 50 km/h zu schnell ist, muss mit mindestens 500 Euro rechnen, dazu 2 Punkte und mindestens einem Monat Fahrverbot.
Frankreich: drakonische Strafen bei extremen Überschreitungen
Frankreich verschärfte Ende 2025 seine Bußgeldregelungen für extrem hohe Geschwindigkeitsüberschreitungen drastisch. Eine Überschreitung von mehr als 50 km/h über dem Tempolimit wird als Straftat eingestuft und kann mit einer Geldstrafe von bis zu 3.750 Euro, einem Führerscheinentzug sowie im schlimmsten Fall Gefängnisstrafen von bis zu 3 Monaten geahndet werden.
Italien: Höhere Strafen nachts und auf Autobahnen
In Italien sind Bußgelder nicht nur von der Geschwindigkeit abhängig, sondern auch von der Tageszeit. Nächtliche Geschwindigkeitsverstöße (zwischen 22:00 und 07:00 Uhr) werden mit bis zu 30 Prozent höheren Strafen belegt. Bei einer Überschreitung von mehr als 50 km/h über dem Tempolimit müssen Fahrer tagsüber bereits mit mindestens 545 Euro rechnen.
Spanien: Schon ab 20 km/h teuer
Die Strafen in Spanien gelten als hoch und teuer. Für eine Überschreitung von 20 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften müssen Fahrer ab 100 Euro Bußgeld rechnen. Bei einer Überschreitung von mehr als 50 km/h beträgt die Strafe ab 600 Euro.
Österreich: bis zu 7.500 Euro Strafe
Österreich verfolgt eine eher moderate Linie bei Bußgeldern. Eine Überschreitung von 20 km/ kostet in der Regel ab 60 Euro.
Kein Pardon gewährt Österreich, wer über 50 km/h zu schnell erwischt wird. Hier drohen Strafen bis 7.500 Euro.
Niederlande: hohe Strafen und umfassende Maßnahmen
In den Niederlanden müssen Temposünder mit erheblich höheren Strafen rechnen. Schon bei 10 km/h zu schnell stehen mindestens 84 Euro auf dem Ticket.
Selbst Verstöße von 20 km/h kosten zwischen 229 und 225 Euro, und unnötiges Hupen kostet 190 Euro. Überschreitungen ab 30 km/h kosten ab 446 Euro innerorts.
Ab 50 km/h zu schnell gilt das Einkommen des Fahrers als Maßstab der Strafe.
Belgien: Verstöße mit hohen Bußgeldern und Fahrverboten
In Belgien sind die Bußgelder für Temposünden ebenfalls heftig. Ab 1 km/h sind bereits 50 Euro zu zahlen, ab 11 km/h kommt 1 Euro je weiterem Zähler hinzu. Überschreitungen von mehr als 50 km/h können mit Bußgeldern bis zu 2.750 Euro und Fahrverboten verbunden sein.
Polen: hohe Strafen mit möglichen Fahrverboten
In Polen sind die Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen im EU-Vergleich im oberen Drittel. Eine Überschreitung bis 30 km/h kostet bis zu 93 Euro, während ab 50 km/h Überschreitung ab 1.170 Euro und Fahrverbot zu rechnen ist.
Ungarn: Moderate Bußgelder
In Ungarn sind die Bußgelder relativ moderat. Das Überschreiten mit 20 km/h schlägt ab 130 Euro zu Buche, bei mehr als 50 km/h außerhalb der Ortschaften sind ab 255 Euro zu zahlen. Parkverstöße sind hingegen teuer, sie können bis zu 400 Euro kosten.
Tschechien: Heftige Bußgelder, hohe Strafen für Wiederholungstäter
Tschechien verfolgt mittlerweile eine harte Linie bei Geschwindigkeitsverstößen. Eine Überschreitung von 20 km/h innerorts kostet hier bis 400 Euro, während für 50 km/h außerhalb Ortschaften bis 1.000 Euro fällig werden.
Portugal: Niedrige Bußgelder je nach Region
In Portugal werden Bußgelder je nach Region unterschiedlich berechnet. Überschreitungen von 20 km/h kosten etwa ab 60 Euro, bei 50 km/h außerhalb beginnen die Strafen ab 120 Euro.





