Zero Leser Test Ride 2020 Volker Rost
Zero Leser Test Ride 2020
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Zero Leser Test Ride 2020 20 Bilder

Zero Leser Test Ride 2020: Leser testen Zero SR/F und SR/S

Zero Leser Test Ride 2020 Leser testen Zero SR/F und SR/S

Normalerweise lernen ausgewählte MOTORRAD-Leser bei einem Leser Test Ride ein neues Motorrad ausführlich kennen. Beim Zero-Event war es noch viel mehr – nämlich ihre Elektro-Premiere.

Zahlreiche Leser bewarben sich um einen der sieben Plätze für den Zero Leser Test Ride 2020, bei dem die Modelle Zero SR/F und Zero SR/S zwei Tage lang getestet werden konnten – inklusive Hotel und Verpflegung. Gefahren wurde unter Anleitung eines Tourguides auf herrlichen Strecken im südlichen Thüringer Wald. MOTORRAD-Redakteur Stefan Kaschel war vor Ort und berichtet vom Zero Leser Test Ride 2020:

Es standen einmal nicht die üblichen Zahlen im Raum, die sonst immer als erstes diskutiert werden, wenn es um Elektromobilität geht. Anschaffungspreis – nicht einmal in einem Halbsatz. Reichweite – hier heute überhaupt kein Thema. Ladedauer – nur ganz kurz gestreift. Und zwar, als Tourgide Toni die für den nächsten Tag geplante Route vom Hotel Rennsteig in Masserberg durch den Thüringer Wald bis zur Linkenmühle in Gössitz vorstellt. Dort, in rund 100 Kilometer Entfernung, wo sich die Saale zur Talsperre Hohenwarte aufstaut, wollen wir mittags einkehren und nachladen. Die Zeros übrigens auch.

Zero Leser Test Ride 2020
Volker Rost
Mit dem Strom: Die Fähre als Range-Extender.

190 Nm , Traktionskontrolle, Kurven-ABS

Es ist also bereits für alles gesorgt, auch für die so wichtige Ladestation. Wir können daher über die wichtigen Dinge des E-Biker-Lebens sprechen. Über Drehmoment zum Beispiel. Die Zahl des Tages heißt 190. Soviel Newtonmeter sollen es sein, die der Elektromotor ohne den Umweg über ein Getriebe an der vorderen Riemenscheibe abliefert, und zwar von der ersten Umdrehung an. 190 Newtonmeter – da mischt sich in den Gesichtern der sieben Gewinnern hoffnungsfrohe Erwartung mit nachdenklicher Respekt. Wie fühlt sich eine derartige Drehmomentwoge an? Und was macht die mit unseren Testbikes, der rund 225 Kilogramm schweren Zero SR/F und der um zehn Kilo schwereren verkleideten SR/S. Auch spannend: Wie verkraften das die armen Pirelli Diablo Rosso III- Hinterreifen im 180er Format, die normalerweise für reichlich Haftung gut sind? "Keine Sorge", beruhigt Zero-Mann Ralf Czaplinski, "Traktionskontrolle und Kurven ABS von Bosch sind selbstverständlich mit an Bord." Alles andere sei selbsterklärend, also rein in die Motorrad-Klamotten und raus zur ersten Kontaktaufnahme.

"Normalerweise müssten wir schreien"

Die gestaltet sich in der Tat verblüffend einfach. Gasanlegen – und los, denn der Vortrieb lässt sich über den Gasgriff besser als bei jedem Verbrenner dosieren. Braucht man dafür eigentlich einen Führerschein", witzelt einer aus der Runde schon an der ersten roten Ampel. Dass in dieser Situation überhaupt eine normale Unterhaltung möglich ist, fällt erst jetzt auf. Normalerweise müssten wir schreien, um die vor sich hingrummelnden Motoren zu übertönen. Doch hier und jetzt herrscht gespenstige Ruhe, nur das Tickern der Ampelanlage signalisiert die Ampelphase. Als es aufhört und die Ampel auf Grün springt, setzt sich die Gruppe zügig in Bewegung. Nur ein leises Surren ist zu hören, Passanten schauen staunend hinterher. Damit haben sie nicht gerechnet.

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Das volle Programm: Trotz herrlicher Kurven stand auch eine Schotterpassage an.

Und wir nicht mit dieser Beschleunigung. Oder besser: mit dieser lautlosen Beschleunigung. Aber Achtung: Dieser ansatzlose Vortrieb ohne Kupplungsgewürge und Verbrenner-Begleitorchester täuscht schnell über das tatsächliche Tempo hinweg. Zum Glück fährt vorne Tourgide Toni und an dem kommt keiner vorbei. Er hält sich weitgehend an die Geschwindigkeitsbeschränkungen, während hinter ihm jeder aus der Gruppe schon nach kurzer Eingewöhnung mit dem Gasgriff spielt. Ganz einfach, um zu schauen, was da geht.

Mühelosigkeit überzeugt auch Skeptiker

Die Strategie des 110-PS-Kraftpakets ist dabei immer dieselbe. Wer jeden Zucker der Gashand mit perfektem dosiertem Vortrieb beantwortet, kann nicht viel falsch machen. Erst recht nicht, wenn er den abhängig vom gerade anliegenden Modi – Sport, Street, Eco oder Rain – moduliert. Das bedeutet spürbare Unterschiede hinsichtlich des Vortriebs als auch der Rekuperation über das Hinterrad (Motorbremse). Natürlich lässt sich all das auch in einem persönlichen Modus anpassen und natürlich gibt es dafür eine App. Doch für die Test-Ride-Gewinner ist das selbst nach zwei erlebnisreichen Tagen nicht das zentrale Thema. Das ist in jedem Gespräch wieder die "Mühelosigkeit", die auch Skeptiker der Gruppe überzeugt hat.

In Sachen Fahrwerk und Komfort hingegen gibt es durchaus hier und da Verbesserungsvorschläge, vor allem die auch bei diesem Testride wieder starke GS-Fraktion fordert ein besser ansprechendes Federbein und mehr Platz für Gepäck und Sozius. Und wenn man schon gedanklich auf der Zero reist: Wie ist das eigentlich mit der Reichweite? Und was kostet sie?

Das sagen die Leser

Thomas: "Das Fahrverhalten finde ich megacool, die 190 Newtonmeter merkt man. Und die Reichweite ist auch in Ordnung."

Karl-Heinz: "Meine Erwartungen sind bei weitem erfüllt. Der Antrieb ist für mich ein Traum, die Rekuperation gut steuerbar."

Jens: "Beim Antrieb fehlen einem fast die Worte. Durchzug von unten bis oben ohne Unterbrechungen. Das ist super toll."

Thorsten: "Ich hatte schon viel über das phänomenale Drehmoment gehört. Das hat sich voll und ganz bestätigt."

Elke: "Man nimmt die Umwelt anders wahr. Eigentlich kann man es mit einem Verbrenner nicht vergleichen."

Jan Hendrik: "Von den Fahreigenschaften her käme das Motorrad für mich absolut in Frage, die Fahrleistungen sind beeindruckend."

Werner: "Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es so faszinierend sein kann, lautlos dahinzugleiten."

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