Der KTM-Einzylinder röhrt seit einer knappen Stunde gleichmäßig sonor unter mir, sein Herzschlag fast synchron im Takt mit meinem, während die Stollenreifen über die scheinbar endlose Ebene fegen. Eine Sinfonie aus Staub, Wind und dem Duft der Wildnis kitzelt in der Nase. Braun und Grün der mongolischen Grassteppe verschmelzen vor den Augen zu einem flüchtigen Strom vor meinem Kotflügel.
Irgendwo im Nirgendwo zwischen Mandalgobi und Delgerkhangai
Trotz des engagierten Tempos unserer kleinen Reisegruppe scheint der ferne Horizont, ein messerscharfer, blitzblauer Strich, unerreichbar – fast, als würde die Rotation der Erdkugel unter meinen Rädern permanent das Vorwärtskommen neutralisieren. Die Fahrt ist fast meditativ – hier draußen, irgendwo ...







