Vespa-Konkurrent: Peugeot Django Classic 125 - schöner als Primavera und Sprint?

Peugeot Django Classic 125
Schöner als Vespa Primavera und Sprint?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 29.09.2026
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Der Peugeot Django ist einstmals angetreten, um mit einem revolutionären Konzept den Kampf gegen die übermächtige Vespa aufzunehmen: Auf der Online-Plattform "Django Factory" ließ sich der Scooter zur Markteinführung im Sommer 2014 bei Lack-, Sitzbank- und Felgenfarben, Zierelementen und Ausstattungsdetails frei konfigurieren, so dass rein theoretisch zigtausend verschiedene Varianten möglich wurden.

Am Ende erwies sich dieses revolutionäre Konzept als viel zu aufwändig. Übrig geblieben sind die vier Ausstattungsvarianten "Classic", "Riviera", "Cafe Racer" und "TT". Der in sieben  verschiedenen Farbkombinationen angebotene "Classic" markiert hierbei den Einstieg.

Individuelle Optik, konventionelle Technik

Das Basismodell "Classic Standard" kommt bereits mit zwei sehenswerten Zweifarb-Lackierungen und setzt grundsätzlich auf eine wuchtige Gesamterscheinung mit fließenden Formen, schönen Details und einer unverwechselbaren Heckpartie. Der Django Classic ist kein kleiner Roller und kann auch dank seines flachen Trittbretts größere Staturen beherbergen. Weitere Konstruktionsmerkmale sind der konventionelle Rohrrahmen mit seiner hübschen Retro-Karosserie aus Kunststoff, eine komfortable zweiteilige Sitzbank und zwei kleine abschließbare Fächer im Beinschild. Eines beherbergt den Tank-Einfüllstutzen, im anderen wohnt die 12-Volt-Steckdose.

Der Stauraum unterm Fahrersitz soll einem Jethelm mit Visier Platz bieten und das analog-digitale Kombiinstrument im Cockpit gibt sich auskunftsfreudig, verfügt aber nicht über Connectivity-Funktionen. Ansonsten findet sich alles Weitere, das man sich wünschen könnte, im gigantischen Zubehörprogramm. Da stört kaum, dass moderne LED-Beleuchtungstechnik nur im herrlich individuell gestylten Rücklicht zum Einsatz kommt.

Alle Django-Varianten und -Sondermodelle setzen auf eine konventionelle Roller-Triebsatzschwinge mit stufenloser Variomatik in Verbindung mit einer Fliehkraftkupplung und werden von einem luftgekühlten Zweiventil-Einzylinder angetrieben, der 7,8 kW (10,6 PS) bei 8.000/min leistet und ein Drehmoment von 9,3 Nm bei ebenfalls 8.000/min stemmt. Er stammt vom taiwanischen Kooperationspartner SYM. Damit erarbeitet sich der 135 Kilogramm schwere Peugeot Django 125 Classic magere 90 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Mit dem üppigen Tankinhalt von 8,5 Litern will er eine maximale Reichweite von beachtlichen 380 Kilometern erreichen. Dabei ist er auf 12-Zoll-Felgen mit den Reifendimensionen 120/70-12 vorn wie hinten unterwegs, die mit Scheibenbremsen ausgestattet sind. ABS ist an Bord, kommt aber nur am Vorderrad zum Einsatz.

Umfangreiche Lackierungs-Vielfalt

Mit 3.699 Euro ohne Nebenkosten überzeugt der Peugeot Django 125 Classic Standard vor allem mit seinem ästhetischen Äußeren. Die bei dieser Modellvariante verfügbaren Farb-Kombinationen "Deep Lake Green & Satin Flash Silver" sowie "Dragon Red & Milky White" sind wirklich sehenswert und machen Eindruck.

Für einen Aufpreis von jeweils 200 Euro im Vergleich zum "Standard"-Einstiegsmodell locken die Farbvarianten "Sport", "Dark Shadow" und "Hot Color" entweder mit Rallye-Streifen-Optik, düsterer Böser-Bube-Farbgebung oder stimmigem 60er-Jahre-Appeal um Retroroller-Liebhaber. Technisch und ausstattungsseitig sind alle Modelle mit dem Standard-Modell identisch.

Limitierter Peugeot Django Classic "Manoush" für mutige Modefans

Mit der auf 100 Exemplare limitierten Sonderauflage Peugeot Django Classic 125 Manoush, die auf eine Kooperation mit dem gleichnamigen und im Frühjahr 2026 eingestellten Mode-Label zurückgeht, ging Peugeot ein optisches Wagnis ein: Die Farbkombi Pink mit Leopardenmuster ist sicher nicht jedem Geschmack und spricht mutige Rollerfans mit einem Faible für Kitsch-Optik an. Sie ist für einen Aufpreis von 291 Euro zusätzlich zum Standard-Serienumfang mit pinkfarbenem Keder an der Sitzbank und Beifahrer-Rückenlehne ausgestattet.

Richtig spannend wird es, wenn man die drei zusätzlichen Sondermodelle betrachtet, die mit besonders eleganten, sportlichen oder alltagstauglichen Merkmalen und zusätzlicher Serien-Ausstattung um die Käufergunst der Retroroller-Kundschaft buhlen.

Sondermodell "Riviera" mit edlem Chic

Der Peugeot Django Riviera 125 will mit der edlen Zweiton-Lackierung namens "Ink Black" einen betont hochwertigen Eindruck hinterlassen und könnte in dieser Aufmachung auch stilvoll vor der Oper oder dem Kunstmuseum parken. Die braune Sitzbank ist mit einer Beifahrer-Rückenlehne ausgestattet, am Lenker entlastet ein Windschild den Oberkörper und ein verchromter klappbarer Frontgepäckträger stellt zusätzliche Transport-Kapazitäten zur Verfügung. 500 Euro Aufpreis zum Einstiegsmodell lässt sich Peugeot den Spaß kosten.

Sondermodell "Café Racer" für den sportlichen Gentleman

Mit ebenfalls 500 Euro Aufpreis kommt das Sondermodell Peugeot Django Café Racer 125 in authentischer Vintage-Optik daher und erinnert damit an Sport-Events aus der Schwarzweiß-Ära. Er kommt im noblen Sepia-Farbton "Lichen Grey", einem kleinen Lampen-Schirmchen in Aluminium-Optik, einer hinteren Sitzbank-Abdeckung mit Startnummern-Folklore sowie Lenkerenden-Spiegeln und einem gekürzten Frontkotflügel. Ein Scooter für Fahrer, die über eine Teilnahme am alljährlichen "Distinguished Gentlemans Ride" nachdenken.

Sondermodell "TT" mit sportlicher Alltagstauglichkeit

Das ebenfalls 500 Euro teurere Sondermodell Peugeot Django TT 125 will einerseits mit sportlicher Optik, andererseits mit zusätzlichen praktischen Ausstattungsdetails überzeugen. Zum klappbaren Frontgepäckträger ist hier noch ein Heckträger serienmäßig an Bord, der über der hinteren Soziussitz-Abdeckung thront. Auch hier kommt ein im Vergleich zum "Café Racer" noch heftiger gekürzter Frontkotflügel zum Einsatz. Die kleine Gepäckrolle in Lederoptik, die den Frontgepäckträger schmückt und natürlich im gleichen Farbton wie die braune Sitzbankfarbe daherkommt, ist ein schönes Accessoire. Die Optik mit den weißen Felgen in Verbindung mit der Zweifarb-Lackierung in "Milky White & Space Blue", die von einer roten Zierlinie kontrastiert wird, erinnert an edle Segeljachten.

Fazit