Arctos Panigale R Ultraleggera Urs Schmid Zumbrunn-Studio
Arctos Panigale R Ultraleggera
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Arctos Panigale R Ultraleggera 10 Bilder

Arctos Ducati Panigale R: Aus viel Karbon aus der Schweiz

Arctos Ducati Panigale R Panigale Ultraleggera aus der Schweiz

Wenn ein MotoGP-Mechaniker, ein Karroseriebaumeister und ein Autodesigner sich zusammentun, dann muss das Ergebnis schön werden. Die Arctos Collection ist diese Kombination. Eine Panigale R als Ultraleggera ist ihr neuestes Werk.

Eckdaten: 165 Kilogramm Trockengewicht, über 190 PS, Rahmen, Felgen, Gabel, Schwinge und Bremsscheiben aus Karbon, Renneinspritzung, Stoßdämpfer aus Titan. Preis? Kein Schnäppchen und auch teurer als die Superleggera-Modelle mit V2, aber dafür absolut einzigartig und bei Anruf machbar.

Highend bis Wahnsinn

Arctos Panigale R Ultraleggera
Urs Schmid Zumbrunn-Studio
Ergibt über 10 Kilo weniger Gewicht als zur einer Standard R und nochmal ein Kilo weniger als bei der 1299 Superleggera.

422 Corse, der Importeur der Schweiz für die leichten Karbon-Gabeln von CeraCarbon, Thyssenkrupp Carbon Components und BST will einfach mal alles an Leichtbau-Kohle um den Motor einer Panigale R von 2015 herumpacken was so geht. Die Edelschmiede Arctos-Collection setzte den Plan um. Ein absolutes Einzelstück entstand. Mit 165 Kilogramm sogar noch etwas leichter als die 2017er-Superleggera. Um die gut 10 Kilogramm Einsparung gegenüber der Standard-R zu erreichen gehen die Mannen aufs Ganze.

Arctos Panigale R Ultraleggera
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Als Bremsscheiben kommen Kohlefaser-Keramik-Scheiben von Sicom zum Einsatz.

Den Rahmen lassen sie von 3C in Landsberg fertigen, von dort bezog Ducati auch die Rahmen für die Superbike-WM und die Superleggeras. FunFact: 3C ist seit 2015 quasi die Muttergesellschaft von Horex. Die Felgen kommen von BST, die Gabel aus Karbon von CeraCarbon und Mupo fertigt ein Federbein aus Titan. In Schach gehalten wird das Ganze von gefrästen Brembosätteln CNC P4.30/34 und Jumbo-Pizza großen Sicom Scheiben aus einem silizierten Kohlenstoff-Keramik-Verbund. Also das was Porsche und AMG für ihre Überrenner auch nehmen. 320 Millimeter im Durchmesser, sechs Millimeter stark und nur 800 Gramm pro Scheibe schwer. Ungefähr die Hälfte einer normalen Stahlscheibe, die meist noch dünner sind. Kurz: Brachiale Bremsleistung.

Motor mit Benzindusche

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Jetprime liefert die Rennsport-Einspritzung. Alles vollständig programmierbar.

Von Haus aus hat der 2015er-Panigale Motor schon 196 PS und unterscheidet sich vom Superleggera-Motor eigentlich nur in der Verwendung von Stahlventilen beim Auslass anstatt Titan. Leistung ist also genug da. MotoGP-Mechaniker Stefan will die Leistung auch gar nicht erhöhen, er sucht wohl nach absoluter Fahrbarkeit und verwendet daher eine komplett neue Einspritzung inklusive Zündung und neuer Mappings von Jetprime. Die neuen Düsen und Ansaugtrichter sind aus Alu gefräst und passen ohne weitere Änderung auch in die Ducati-Airbox sowie an das originale Benzinsystem der Panigale.

Finish und Straßenzulassung

Das Finish im Arcton-Design versieht die Verkleidung aus Karbon mit einem feinen silbernen Lack und mittels Beleuchtung und Spiegel ist die Straßenzulassung theoretisch möglich.

Fazit

Wenn man einfach mal einen raushausen und zeigen will, was so geht, dann wird ein ohnehin leichtes, starkes und edles Motorrad wie die Panigale R einfach noch ein bisschen leichter, stärker und edler – und in diesem Falle auch schöner.

Ducati Panigale R
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