Honda CBR 1000 RR Fireblade Dauertest Andreas Bildl
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Honda CBR 1000 RR Fireblade (SC77) im 50.000 km-Dauertest

Letzte Dienstfahrt absolviert

Die Honda Fireblade durchlief seit dem 17. März 2017 den MOTORRAD-Dauertest und hat jetzt im Juni 2019 ihr Ziel erreicht. Hier erfahrt ihr, wie sich die CBR 1000 RR mit der Modellbezeichnung SC77 auf dem Weg zu 50.000 Kilometern geschlagen hat.

Acht Jahre hat es gedauert, bis der Nachfolger der letzten, intern SC59 getauften Honda Fireblade auf den Markt kam. Nun soll es also die Honda Fireblade mit dem Kürzel SC77 richten. Die erweist sich zwar optisch eher als Evolution, denn als Revolution, dennoch hat Honda viele Teile nachhaltig angepackt. Das fängt beim Motor an, der höher verdichtet, mit geänderten Steuerzeiten und vergrößerten Drosselklappen ans Werk geht, und hört beim umfangreichen Elektronik-Paket noch lange nicht auf. Die Fireblade ist also wieder State of the Art unterwegs.

Grund genug, den neuesten Spross aus Hondas Supersport-Abteilung gleich in den MOTORRAD-Dauertest über 50.000 Kilometer zu überführen. Was die Dauer­erprobung besonders interessant macht: Die letzte Honda Fireblade (Abschlussbilanz in MOTORRAD 20/2009), welche die Langdistanz hinter sich bringen musste, verrichtet noch heute bei Autor Ralf Schneider klaglos Dienst nach Vorschrift und hat mittlerweile 68.000 Kilometer auf der Uhr. Zwar wurden nach der Komplettzerlegung einige Motorteile vorsorglich – und weil der Reihenvierer komplett auseinandergebaut war – getauscht, das Federbein beispielsweise blieb aber bis heute ungeöffnet und hat als einzigen Service ab und zu mal eine äußerliche Reinigung erfahren. Mehr war nicht nötig, denn es arbeitet immer noch voll zufriedenstellend. Wollen wir doch mal sehen, ob sich die neue Honda Fireblade im MOTORRAD-Dauertest genauso gut schlägt oder ob hier und da der Defektteufel zuschlägt.

Kilometerstand: 50.000, 06/2019

Honda CBR 1000 RR Fireblade Dauertest Tachostand
Uwe Seitz

PS-Chef Uwe Seitz war mit der Fireblade auf einer letzten Dienstfahrt: Die Honda Fireblade hat es geschafft, ihr Dienst bei MOTORRAD ist beendet, sie hat die Maximal-Kilometer des Dauertests (50.000) erreicht. Und nicht nur die Sportfraktion in unseren Reihen hat mehr als eine Träne im Knopfloch. Die „Blade“ war mächtig gefragt, spulte etliche Kilometer auch mal mit einer ausgedehnten Tour ab, machte eigentlich nie wirklich Ärger und ich hatte sie besonders gern, weil ich mit ihr besonders schnell zuhause war – Autobahn-Beamen mit der 1000er! Sitzposition, Motor-Charakteristik, Fahrwerk und das Handling – spätestens an der Autobahn-Abfahrt – waren einfach auf sehr hohem Niveau. Während ich die letzten Zeilen an die CBR schreibe, rückt ihr bereits unser Werkstatt-Meister zu Leibe, zerlegt sie in alle Einzelteile, um die Ergebnisse in einer der nächsten Ausgaben von MOTORRAD zu präsentieren. Mir blutet derweil das Herz…und heute Abend muss ich wohl mit der Dauertest-Harley nachhause fahren!

Kilometerstand: 47.730, 04/2019

Honda CBR 1000 RR Fireblade Dauertest
Andreas Bildl

Auf dem Weg zur 48.000er-Inspektion durfte die Fireblade noch ein paar herrliche Sonnenstrahlen genießen. Allerdings mag es die Blade nicht, mit vollem Tank und heißem Motor in der Sonne abgestellt zu werden. Und so spuckt sie dem Piloten zur Freude der Nachbarn etwas Benzin aus dem Überlauf unters Bike. Dessen ungeachtet eilt die Fireblade mit Riesenschritten dem Dauertestende entgegen. Vorher gilt es aber noch, die 48.000er-Inspektion abzuholen. Die nötigen Kilometer hierfür spulte sie bei einem Ostermontags-Trip ins Fränkische ab.

Morgens nach Hassfurt, vorbei an Schloß Ditfurth und die malerischen Altstädte und Landschaft im Fränkischen genießen, abends wieder zurück. Wie immer schnell, zuverlässig und ohne Probleme. Hmmm, wobei, läuft sie inzwischen etwas kribbeliger und mechanisch rauer? Könnte es sein, dass dem Getriebe vor allem ohne Schaltautomat die letzte Geschmeidigkeit inzwischen abgeht? Mal sehen, wie sie sich nach der Inspektion präsentiert. Und dann, auf zum Endspurt.

Kilometerstand: 46.950, 04/2019

Honda CBR 1000 RR Fireblade Dauertest
Andreas Bildl

Für MOTORRAD-Testchef Andreas Bildl ist die Fireblade nach wie vor ein Spitzen-Sporttourer. Was war passiert? Am Wochenende abends schnell nach Ansbach, in der Nacht wieder zackig heim, dank höherer Scheibe super für hohe Autobahnschnitte, weil die Verbrauchsanzeige bis aufs Zehntel genau geht. Wenn die Anzeige sagt 15,9 Liter sind verbraucht, tankt man 15,8 Liter. Wenn jetzt noch der Tank etwas größer wäre.....

Kilometerstand: 42.800, 01/2019

Bemerkungen über ein ebenfalls als Schnarren zu bezeichnendes Geräusch aus den Tiefen des Motors sind ja schon länger ein Thema unserer Dauertest-Klinge. Das Geräusch ist auch leicht reproduzierbar.

Oliver Danisch
Von außen ist dem Steuerkettenspanner absolut nichts anzusehen. Doch nach seinem Tausch auf Garantie waren die störenden Geräusche schlagartig weg.

Einfach bei Drehzahlen von knapp unter 3.000/min mittelprächtig Gas anlegen und schon war es da. Ab etwa 3.500/min verschwand es dann wieder. Da sowohl die volle Leistung, wie diverse Prüfstandsläufe belegen, vorhanden war und auch ein Besuch beim Importeur mit dem Ergebnis „bedenkenlos“ endete, fuhren wir erst einmal weiter. Doch in letzter Zeit wurde das Geräusch schlimmer. Beim Vertragshändler wurde nach eingehender Begutachtung seitens Honda der Steuerkettenspanner getauscht. Seitdem ist wieder Ruhe. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Gabelsimmerringe ersetzt, da einer leicht undicht war. Beides lief auf Garantie.

Kilometerstand: 41.404, 11/2018

Gerhard Wagner
Kosten Leistung und machen Geräusche: Blätter im Luftfilterkasten.

Testchef Andi Bildl wollte die Fireblade auf der Autobahn mal wieder ein bisschen fliegen lassen. Also auf die Brause und – prompte Zurückhaltung. Dazu gab’s noch merkwürdige Geräusche aus der Airbox. Da stimmt doch was nicht, weshalb die Fireblade direkt in die MOTORRAD-Werkstatt wanderte. Chefschrauber Gerry Wagner hatte gleich den Luftfilter in Verdacht. Der war’s aber nicht, sondern die Blätterpracht vor ihm. Wie die da hingekommen ist? Diese Frage stellen wir uns bis heute. Sollte die Fireblade wirklich als Laubsauger taugen, oder war’s ein frecher Streich? Wir wissen es nicht. Gesaugt wurde aber doch: Gerry griff zum Staubsauger und entfernte die Herbstboten.

Kilometerstand: 41.000, 11/2018

Andreas Bildl
Das Zündschloss der Fireblade will den Schlüssel nicht mehr hergeben - etwas Öl hilft.

Testchef Andreas Bildl: Die Dauertest-Fireblade läuft auch nach 41.000 Kilometern eigentlich tadellos, springt auch nach feucht-kühlen Herbstnächten tadellos an, allerdings klingt es aus dem Ansaugtrakt ungut, schnarren zwischen 2.500 und 3.500/min – so als ob in der Airbox was lose wäre. Dazu nervt das Zündschloss extrem, der Schlüssel lässt sich fast nicht mehr abziehen. Erst mit einem Tropfen Feinmechaniköl auf dem Bart flutscht es wieder.

Kilometerstand: 38.923, 10/2018

markus-jahn.com
Schnell, sparsam, zuverlässig - die Fireblade im Dauertest.

Test-Chef Andreas Bildl nutzte die Dauertest Fireblade für seinen Tripp zur Intermot nach Köln.

Was für ein geiler Brenner, hatte das Vergnügen, die Fireblade für die Fahrt zur Intermot und zurück zu nehmen. Dieser Tanga auf dem Tank ist zwar ein Witz, aber mit einem kleineren Tank-Bag, einer kleinen Gepäcktasche auf dem Heck und einem ordentlichen Rucksack ist für mich die Blade eigentlich ein Spitzen-Speedtourer für Kurztrips, Druck in allen Lagen, die höhere Zubehörscheibe schirmt ausreichend, dazu ist selbst bei schnelleren AB-Etappen die Reichweite mit knapp 250 km eigentlich ausreichend, zumal Restreichweitenanzeige sowie die Anzeige der verbrauchten Spritmenge sehr exakt sind und sich so der nächste Tankstopp prima planen lässt. Auf knapp 1.000 km (inklusive einer Nacht-Etappe mit 270 km/h von PF nach Leo hinter einem Cayenne her…) Kein Ölverbrauch und nur rund 6,2 Liter Benzinverbrauch über knapp 800 km AB. Ansonsten reichen ihr auch 5,5 für zügiges Tempo.

Und auf der anderen Seite kann sie auch im Berufsverkehr im Fünften friedlich durch die Stadt schnurren. Geiles Teil!

Kilometerstand: 37.800, 10/2018

Uli Baumann

Online-Redakteur Uli Baumann entführte die Dauertest-Fireblade auf einen 600-Kilometer-Wochenendtripp durch den Schwarzwald und das Hohenloher Land. Resümee: Bei einer Körpergröße von 1,90 Meter stößt die Honda an ihre Ergonomie-Grenzen. Fußrasten sehr weit oben, Lenker ungünstig gekröpft und die Armaturen lassen sich im Winkel an den Stummeln nicht weit genug verdrehen, dass sich eine wirklich bequeme Sitzposition ergibt.

Dafür ist der Rest ein Gedicht. Der Motor dreht gierig, zieht immer und überall und bleibt dabei dennoch kultiviert. Die Bremse wirkt gigantisch und das Fahrwerk hält die Fuhre immer stabil auf Kurs. Auf schlechten Wegstrecken allerdings mit reichlich Komforteinbußen. Ansonsten wäre sie mir von der Geräuschentwicklung zu laut und auf meiner Wunschliste stünde eine ganz banale Tankuhr.

Beim 36.000-km-Service gab es keine Auffälligkeiten, dafür frische Bremsflüssigkeit. Die Inspektionskosten lagen bei 366,92 Euro.

Kilometerstand: 34.900, 08/2018

Volkmar Jacob
Navi an der Fireblande - geht, wenn man will.

PS-Tester Volkmar Jacob ist mit der Dauertest-Fireblade zur Vorstellung der BMW R nineT Racer als Boxer-Cup-Umbau auf dem Lausitzring angereist. Auf dem Hinweg ging es die knapp 600 Kilometer von Stuttgart über die Autobahn, zurück wollte er die Strecke aber unbedingt auf kleinen Landstraßen unter die Räder nehmen. Es lockten Erzgebirge, Vogtland und Fichtelgebirge. Daher wurde ein Navi an die Honda montiert. Doch das gestaltet sich bei Supersportlern generell tricky, denn die Lenkstummel bieten nicht genügend Platz für die Halterung, und das Befestigen an der Gabelbrücke beschränkt den Lenkeinschlag wegen der Verkleidungsscheibe auf ein Minimum. So funktioniert das also leider nicht. Die Lösung für die Honda: am Spiegelausleger anbringen. Den Ausleger mit Race-Tape einer dünnen Gummiunterlage oder Ähnlichem vor Kratzern schützen, Halterung anschrauben, fertig ist die Laube. Wegen des großen Hebels wackelt das Navi leicht, doch letztlich funktioniert das System prima.

Auf der Landstraße fällt die straffe Grundabstimmung der konventionellen Federelemente der Standard-Version auf. Selbst bei komplett geöffneter Druckstufe von Gabel und Federbein dringen vor allem harte Kanten deutlich zum Fahrer durch – grenzwertig, aber gerade noch akzeptabel. Zahmere Unebenheiten filtert das Fahrwerk dank des guten Ansprechverhaltens dagegen gekonnt weg. Das schont Nerven und Kondition. Gleiches gilt für die Sitzpolsterung, die selbst nach vielen Stunden nicht nachlässt und weder zu hart noch zu weich ausfällt. Allerdings verlangt der sportlich-enge Kniewinkel auf Dauer Nehmerqualitäten.

Auch das Hinterteil schmerzt naturgemäß irgendwann doch und verlangt nach einer Pause. Hierfür bieten sich Tankstopps an. Für den richtigen Zeitpunkt hält das Display ein klasse Feature parat: Es zeigt, wie viel Sprit nach dem letzten Löschen von Trip A verbraucht wurde. Ist man schon auf Reserve (vier Liter), zählt das Display außerdem in Zehntelschritten herunter. Wahlweise zeigt die Info-Zentrale auch die Restreichweite in Kilometer an. All das arbeitet sehr zuverlässig. Da Navis in der Regel sämtliche Tankstellen kennen, lässt sich der Stopp zum Spritnachfassen perfekt timen.

Richtig Laune macht die Fireblade auf den wenig befahrenen Nebenstrecken in besagten Gebieten mit herrlicher Landschaft. Sie lenkt berauschend leichtfüßig und zielgenau ein, zirkelt exakt auf die Wunschlinie und am Kurvenausgang liefert die Honda bereits bei geringen Drehzahlen ordentlich Dampf für saftiges Beschleunigen – Landstraßenfeuern at it's best. Zur guten Stimmung trägt auch der nachgerüstete Quickshifter von Honda mit Blipperfunktion bei. Die Gänge einfach ohne Kupplung hoch- und runterzusteppen ist saubequem und hält Kapazitäten fürs Konzentrieren auf den perfekten Einlenk- und Beschleunigungspunkt frei. Super ist auch die nachträglich montierte Bubble-Verkleidungsscheibe von Honda. Das Teil schützt wesentlich besser als das viel zu flache Serienpendant, außerdem strömt die Luft sehr gleichmäßig und absolut verwirbelungsfrei zu Oberkörper und Helm.

Am Rückreisetag saß Kollege Jacob netto insgesamt über elf Stunden im Sattel und spulte rund 600 Kilometer auf besagten Landstraßen ab. Er freut sich immer noch wie ein Schnitzel über jede Minute – ein toller Trip auf einem tollen Motorrad!

Kilometerstand: 29.000, 6/2018

jkuenstle.de
Uwe Seitz hat jede Erfahrung Menge Erfahrung mit der Fireblade. Auch mit bereits älteren Modellvarianten.

Jetzt hat sie schon fast 29.000 km auf der Uhr und sägt noch immer fleißig! Die Geschmeidigkeit des Motors ist etwas verloren gegangen, in manchen Drehzahlbereichen läuft der Vierzylinder etwas rau. Aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.

Dass sie etwas träge auf den ersten Gasbefehl reagiert, ist dann auch der letzte echte Kritikpunkt. Nach wie vor ist das Handling und die hohe Alltagstauglichkeit der Fireblade einfach klasse. Ich nehme sie nach der Dauertest-Zwischenbilanz (MRD 16/2018) liebend gern wieder mit zu mir nachhause in den Schwarzwald – vor allem, wenn dann wieder ein neuer Satz Reifen drauf ist!

Kilometerstand: 27.860, 5/2018

Tobias Münchinger
Intsruktormobil in Oschersleben.

Im Rahmen des Dauertestbetriebs war die Fireblade Ende Mai bei einer DSK-Veranstaltung in Oschersleben im Einsatz.  PS-Redakteur Tobias Münchinger gab für Interessierte den Tourguide um die Strecke und zeigte den Teilnehmern die Ideallinie. Beim Benzinquatschen zwischen den Turns war die Dauertest-Fireblade nicht selten Gegenstand des Gesprächsstoffs: „Wie viele Kilometer hat die denn jetzt schon runter? Ging schon was kaputt?“ Und: „Wie viele Kilometer fährst du als Redakteur denn eigentlich so im Jahr?“ Das waren so die meistgestellten Fragen. Bei den Antworten dann erstaunte Gesichter: „Was, doch schon so viele?“ Ganz genau. Und damit auch fleißig weitere dazukommen, ging es in Anschluss an die Veranstaltung auf Achse noch nach Stuttgart zurück. 546 Kilometer, vier Tankungen oder fünfeinhalb Stunden später stand die Blade wieder in der Redaktion.

Kilometerstand: 24.000 km, 3/2018

Bei Kilometerstand 24.000 stand für die Dauertest-Fireblade der planmäßige Service an. Im Zuge des Werkstattaufenthalts wurden die Tankdeckeldichtung (Rückruf), der Kettensatz, die Kettengleitschiene sowie die Bremsbeläge vorne und hinten erneuert. Die Radlager an der Vorderachse wurden auf Garantie getauscht.

Bezüglich des von MOTORRAD angemerkten Motorklingelns bei niedrigen Drehzahlen gab ein Honda-Techniker Entwarnung. Das Verbrennungsgeräusch sei normal. Unter dem Strich summiert sich die Werkstattrechnung auf rund 1.458 Euro.

Kilometerstand: 22.500 km, 2/2018

Bei einem Tankstopp ist die Honda CBR 1000 RR Fireblade nicht mehr angesprungen. Der Transporte machte sich auf den Weg, wir luden die Maschine ein und hingen sie ans Ladegerät. Nun läuft sie wieder ohne Probleme.

Kilometerstand: 20.500 km, 12/2017 (Rückruf)

Honda hat im Dezember einen Rückruf für die neue Honda CBR 1000 RR Fireblade (SC77) gestartet. Der Grund für den Rückruf: aufgrund einer defekten Tankdichtung kann Benzin austreten. Auch unser Exemplar ist vom Rückruf betroffen. Bei 24.000 Kilometern steht bei unserer Fireblade ohnehin die nächste Inspektion auf dem Programm. Im Zuge der Inspektion wird der fehlerhafte Tankstutzen ersetzt. Zudem musste das Zündschloss mittels Kontaktspray wieder geschmeidig gesprüht werden.

Kilometerstand: 18.095 km, 10/2017 (Herbstausfahrt)

Motorräder

Kilometerstand: 3.000 km, 03/2017

Nach knapp 3.000 Kilometern keine Spur von Defekten bei der Honda CBR 1000 RR Fireblade (SC77). Dafür durfte das neue Modell gleich im Testeinsatz ran. Unter Redakteur Andreas Bildl musste sie für den Vergleich mit dem Vorgänger (MOTORRAD 8/2017) antreten. Direkt im Anschluss ging es in die Werkstatt, der 1.000-Kilometer-Service stand auf dem Plan. Der sieht die Prüfung relevanter Teile wie Kühlsystem, Kette und Bremsen vor, ausgetauscht werden muss nur das Öl samt Filter. Macht unterm Strich etwas mehr als 200 Euro für die erste Durchsicht.

Gerade vom Service zurück, folgte für die Honda CBR 1000 RR Fireblade (SC77) gleich der Weg in die nächste Werkstatt zu MOTORRAD-Chefschrauber Gerry Wagner. Der zog der CBR das mit zahlreichen Torx-Schrauben befestigte Plastikkleid aus, um an die Zündkerzen der einzelnen Zylinder heranzukommen. Sind die entfernt, lässt sich die Kompression der Zylinder messen. Ein grundlegender Bestandteil zu Beginn eines jeden Dauertests von MOTORRAD.

Ist die komplette Dauertestdistanz abgespult, wird der Druck erneut zum Vergleich erfasst. So ist es schon vorm Zerlegen des kompletten Triebwerks möglich, einem eventuellen Verschleiß auf die Schliche zu kommen. Daneben hat Gerry noch die Plombenzange samt Sicherungsdraht gezückt, um wichtige Motorenteile gegen unbefugtes Öffnen zu sichern. Ebenfalls zu Beginn eines jeden Dauertests fällig: der Prüfstandslauf und die Ermittlung der Beschleunigungs- und Durchzugswerte. ­Dieses Prozedere wiederholt sich nach absolvierten 50.000 Kilometern und zeigt schnell, ob einem Motor langsam die Puste ausgeht oder ob er noch voll im Saft steht.

Nachdem die Honda CBR 1000 RR Fireblade (SC77) diese Einstiegshürden gemeistert hat, stehen nun die Zeichen auf Alltagseinsatz, regiert das Fahrtenbuch. Jeder Trip, ob kurz oder lang, jeder Tankstopp, jede Auffälligkeit wird hier vom jeweiligen Fahrer erfasst. Zu den Reifen fehlt zwar noch ein Kommentar, aber sie verlangen in naher Zukunft nach Aufmerksamkeit. Das Profil der serienmäßig montierten Bridgestone S 21 in Sonderspezifikation „G“ neigt sich dem Ende zu, ist kurz vor der Verschleißgrenze angelangt. Neue Sportpellen warten bereits auf ihren Einsatz.

Ersatz ist zwar für den Blipper nicht nötig, dennoch moniert Fuhrpark-Leiter Tobias Wassermann, dass der Schaltautomat ab und an hängen bleibt, der Hebel nicht in die Mittelstellung zurückfindet. Vielleicht hilft schon ein wenig Fett an der richtigen Stelle? Der Blipper bleibt erst einmal unter Beobachtung.

Preisübersicht gebrauchter Honda CBR 1000 RR Fireblade SC77

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Die Honda Fireblade SC77 ist als beliebter Supersportler häufig am Gebrauchtmarkt anzutreffen.

Die Honda CBR1000RR Fireblade SC77 stellt die Speerspitze des Honda Angebots dar und dementsprechend sind auch die Preise in der Gebrauchtbörse. Als leicht zu fahrender Supersportler wird die Fireblade SC77 auch noch die kommenden Jahre eine beliebte Wahl sein, was die Preise stabil hält. Hier ein Preisvergleich gebrauchter Honda CBR 1000 RR Fireblade SC77: gebrauchte Honda Fireblade CBR1000RR SC77 in Deutschland.

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