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Motorrad-Neuheiten 2022
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Fahrbericht KTM RC 390 KTM
Fahrbericht KTM RC 390
Fahrbericht KTM RC 390
Fahrbericht KTM RC 390
Fahrbericht KTM RC 390 19 Bilder

KTM RC 390: In Modena gefahren

KTM RC 390 2022 Der Sport ist zurück

Vollverkleidete Sportmotorräder erleben eine Renaissance. KTM befeuert die Entwicklung mit der neuen, messerscharfen RC 390.

Es strahlen vor allem Naked Bikes und Supermotos im Straßen-Line-Up von KTM. Der Slogan "Ready to Race" wurde zwar mit Erfolgen untermauert, doch die Fans vollverkleideter Bikes vernachlässigt. Das ändert sich nun: Nicht nur wegen der jüngst präsentierten, streng limitierten RC 8C, sondern auch der für 2022 neu entwickelten RC 390. MOTORRAD und PS sind sie in Modena ausgiebig gefahren.

Maximal in der A2-Klasse

Der A2-Supersportler rollt zwar nach wie vor mit dem 373-Kubik-Einzylinder an den Start, drumherum blieb aber kaum etwas beim Alten. Der Motor liefert stramme 37 Newtonmeter Drehmoment bei 7000/min und pusht sich in Euro-5-Homologation auf 44 PS bei 9000/min. Da das Gewicht auf vollgetankt 164 Kilogramm gedrückt wurde, nutzt die RC 390 den A2-Rahmen voll aus. Gespart wurde vor allem bei den Rädern, die vorne wie hinten um 1,7 Kilogramm leichter sind. Der Rahmen spart weitere vier Kilogramm ein und verfügt über mehr Flex, was vor allem das Feeling auf der Rennstrecke verbessert. Die weiteren Änderungen in Kürze: neues Elektronikpaket, neuer Schaltmechanismus, leichtere Bremsscheiben und ein völlig neues Styling. Die RC 390 rückt optisch in Richtung MotoGP-Renner. Die aus einer großen Scheibe bestehende Frontverkleidung gibt den Blick frei auf den optisch der Duke entstammenden Scheinwerfer. Die neue Aerodynamik soll 11 km/h mehr Topspeed ermöglichen, damit könnten 171 Km/h drin sein.

KTM RC 390 2021
Supersportler

Flotter Kurvenswing

Genug der Theorie, jetzt wird gefahren. Im Standgas tuckert die RC 390 dezent vor sich hin und wird akustisch zurückhaltend bleiben, selbst wenn die Gänge ausgedreht werden. Der kleine Einzylinder drückt ab Standgas ordentlich und hat genug Power, um bummelnde Autos locker zu überholen. Die sportliche Sitzposition mit breit ausgestellten, tiefen Lenkerstummeln ist nicht unangenehm, das Platzangebot üppig. Auch Fahrerinnen und Fahrer über 1,80 Metern, können sich auf der bei jeder Geschwindigkeit handlichen RC 390 am flotten Kurvenswing erfreuen, ohne sich zusammenfalten zu müssen. Dazu sprechen die Gabel (einstellbar in Zug- und Druckstufendämpfung) und das Federbein (einstellbar in Federvorspannung und Zugstufendämpfung) sauber an und stecken zerfurchte Straßen souverän weg.

Fahrbericht KTM RC 390
KTM
Mit etwas gestrafftem Setting und mehr Federvorspannung am Heck liegt die RC 390 auf dem Track satt, schwingt nicht nach und lässt sich flüssig laufen gelassen richtig schnell bewegen.

44 PS auf der Rennstrecke

Auf der Rennstrecke macht das neue Fahrwerk eine sehr gute Figur. Mit etwas gestrafftem Setting und mehr Federvorspannung am Heck liegt die RC 390 auf dem Track satt, schwingt nicht nach und lässt sich flüssig laufen gelassen richtig schnell bewegen. Die für die Klasse stark zubeißende Bybre-Bremse mit radial verschraubtem Vierkolben-Festsattel hält die Performance über viele Runden und Turns aufrecht und überzeugt. Wie die serienmäßigen Conti Road Reifen, die hohe Schräglagen zulassen und über einen breiten Grenzbereich verfügen. Auf ihnen zirkelt die RC 390 neutral und stabil um den Kurs in Modena. Das ABS lässt im Supermoto-Modus den Fahrer dabei in Ruhe, regelt hinten gar nicht und vorne nur im äußersten Notfall. In der Road-Abstimmung greift es nicht zu früh ein, lässt nur ein ganz leichtes Abheben des Hinterrads zu und regelt dank der 3-Achsen-IMU schräglagenabhängig. Die Traktionskontrolle dagegen nicht, sie greift auf der Rennstrecke ebenfalls nicht störend ein, bietet gerade Einsteigern etwa auf nasser Fahrbahn zusätzliche Sicherheit. Der Schaltautomat mit Blipperfunktion wechselt die Gänge steht’s geschmeidig und sogar unabhängig von der Gasgriffstellung. Einzig beim schnellen Herunterschalten mehrerer Gänge braucht er ab und an einen Extra-Versuch. Im Landstraßenbetrieb ist davon aber nichts zu spüren.

Fazit

Die KTM RC 390 bietet für ein A2-Bike eine top Ausstattung, besitzt ein performantes Fahrwerk und einen spritzigen Motor. Begeisternd ist aber vor allem das federleichte und präzise Handling, das die RC zu einem ganz heißen Kandidaten in der Klasse macht.

Unterm Strich eine beeindruckende Performance für ein A2-Bike und die RC 390 wird in dieser Kategorie mit Sicherheit ganz vorne mitmischen. Kunden müssen sich aber noch bis März 2022 gedulden. Dann wird die RC bei den Händlern stehen. Preis noch unbekannt, KTM spricht aber von einer Orientierung am Vorgängermodell.

 

KTM RC 390
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