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MotoGP: Mindestalter steigt, Starterfeld schrumpft

Neue MotoGP-Regeln Mindestalter steigt, Starterfeld schrumpft

Nach den jüngsten Todesfällen in den Nachwuchsklasse hat der Motorradsport-Weltverband FIM erste Maßnahmen ergriffen und das Reglement ab 2022 angepasst.

Um den Motorradrennsport sicherer zu machen, hat die FIM das Reglement ab der Saison 2022 angepasst. Kernpunkte sind das Anheben des Fahrermindestalters sowie das Verkleinern des Starterfelds. Vorgestellt wurde das Reglement von der Grand Prix-Kommission beim MotoGP-Lauf in Misano.

Nachwuchs muss älter sein

In den sogenannten Talent-Cups (European, British, Northern und Asia Talent Cup) steigt das Mindestalter der Teilnehmer von 12 auf 13 Jahre. Wer bereits 2021 angetreten ist darf 2022 weiterfahren. Im Red Bull Rookies Cup wird das Mindestalter von 13 auf 14 Jahre angehoben. Wer an der Moto3 Junior teilnehmen möchte muss künftig wenigstens 15 Jahre alt sein. Bislang lagt das Mindestalter bei 14 Jahren. Pro Rennen sind hier maximal 32 Teilnehmer zugelassen. Bereits für die Saison 2022 wird das sonntägliche Warm-Up in den Klassen Moto3 und Moto2 auf jeweils zehn Minuten verkürzt.

WM-Fahrer müssen erwachsen sein

Die Veränderungen zur Saison 2023 greifen fallen drastischer aus. Das Mindestalter für die Teilnahme an den Klassen Moto3 und Moto2 wird von 16 auf 18 Jahre angehoben, das heißt, wer in der Motorrad-WM mitfahren möchte muss volljährig sein. Ausnahmen gibt es für die Gewinner der Junioren-WM und des Rookies Cup 17. Die maximale Anzahl der zugelassenen Fahrer in der Moto3-Klasse wird auf 30 Teilnehmer plus zwei Wild Cards begrenzt. In der WorldSSP 300-Klasse im Rahmen der Superbike-WM, gilt ab 2022 eine neue Altersgrenze: Das Mindestalter steigt von 15 auf 16 Jahre. Wer bereits 2021 in dieser Klasse gemeldet war darf unabhängig von seinem Alter 2022 weiterfahren. Das Teilnehmerfeld wird bei 32 Fahrern gedeckelt. Für die WorldSSP-Klasse legt die FIM ab 2022 ein Mindestalter von 18 Jahren fest.

Airbags für alle

Neu ist ab 2022 die verpflichtende Ausrüstung der Fahrer mit Airbags in allen Sprint-Klassen der FIM-Meisterschaften. Für die Seitenwagenweltmeisterschaft wird die Tragepflicht von Airbags für Beifahrer geprüft. Hier ist man sich nicht sicher, ob die Systeme vollumfänglich tauglich sind. Entsprechende Tests sollen das klären.

Fazit

Die FIM will den Motorradrennsport noch sicherer machen und hebt das Mindestalter für die Nachwuchsrennklassen an. Wer in der WM mitfahren will muss künftig wenigstens 18 Jahre alt sein. Zudem reduziert die FIM in den kleinen Klassen das Starterfeld.

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In der Saison 2022 sollen 13 Events ausgefahren werden.

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