MotoGP und EWC: 2023 ohne Suzuki

Suzuki steigt aus der MotoGP und der EWC aus Aus für MotoGP und EWC, Rins wechselt zu Honda

Suzuki steigt Ende der Saison 2022 aus finanziellen Gründen aus dem MotoGP und der Langstrecken-WM EWC aus. MotoGP-Fahrer Rins wechselt zu Honda.

Suzuki MotoGP Präsentation 2021 Suzuki Racing
Suzuki MotoGP 2022
Suzuki MotoGP 2022
Suzuki MotoGP 2022
Suzuki MotoGP 2022 12 Bilder

Suzuki steigt zum Ende der laufenden Saison 2022 aus dem Rennbetrieb der MotoGP und auch aus der Langstreckenmeisterschaft EWC aus. Das bestätigte Suzuki Mitte Juli 2022, nachdem bereits im Mai der Ausstieg aus dem MotoGP bekannt geworden war. Die wirtschaftliche Situation und die Notwendigkeit, sich auf die großen Veränderungen in der Mobilitätsbranche zu konzentrieren, zwinge Suzuki dazu, Kosten und Personalressourcen in die Entwicklung neuer Technologien und Geschäftsfelder für Motorräder zu verlagern.

"Suzuki hat sich dazu entschieden, die Teilnahme an der MotoGP-WM und in der EWC zu beenden, um Ressourcen für andere Nachhaltigkeitsinitiativen neu zuzuweisen. Motorradrennen waren schon immer ein herausfordernder Ort für technologische Innovationen, einschließlich Nachhaltigkeit und Personalentwicklung. Diese Entscheidung bedeutet, dass wir die Herausforderung annehmen, einen neuen Motorrad-Geschäftsbetrieb aufzubauen, indem wir die technologischen Fähigkeiten, die wir durch die Aktivitäten im Motorradrennsport aufgebaut haben, umlenken. Das Ganze, um andere Wege für eine nachhaltige Gesellschaft zu erkunden.", sagte Toshihiro Suzuki, Representative Director and President am 13. Juli 2022.

Über den Verbleib des MotoGP-Weltmeisters Joan Mir scheint es bereits Gewissheit zu geben: Er soll ab 2023 in das Honda-Werksteam wechseln, die Bestätigung dazu steht noch aus. Die Zukunft seines Teampartners Àlex Rins ist seit dem 19. Juli 2022 bekannt: Er wechselt zu LRC Honda und ersetzt dort Alex Marquez, der zu Gresini Ducati wechselt.

Serienweltmeister auf der Langstrecke

Im Gegensatz zum MotoGP, wo Suzuki zuletzt 2020 mit dem Fahrertitel erfolgreich war, fahren Suzukis auf der Langstrecke seit Jahrzehnten Seriensiege ein. Aktuell führt das Werksteam des Team Yoshimura SRT nach zwei von vier Rennen erneut das Klassement und schickt sich mit Suzukis Segen an, den 21. WM-Titel einzufahren. Toshihiro Suzuki weiter: "Ich werde alles geben, um Alex Rins, Joan Mir, Team Suzuki Ecstar und Yoshimura SERT Motul bei ihren Aufgaben bis zum Ende der Saison zu unterstützen."

Wo fährt Joan Mir 2023?

Suzuki MotoGP 2022
Suzuki

Joan Mir könnte 2023 für Honda an den Start gehen, aber das sind bisher nur Spekulationen. Joan Mir: "Wir waren in Verhandlungen mit Suzuki, bevor das alles passiert ist. Jetzt wird mein Manager sicher mehr Arbeit haben, als er erwartet hatte. Er spricht mit Honda, mit verschiedenen Herstellern, um zu versuchen, meine Zukunft zu regeln. Aber das ist nicht einfach." In Eile sei er deshalb jetzt nicht, aber jedem Fahrer sei es natürlich lieber, in eine geregelte Zukunft zu schauen. Wenn Mir tatsächlich zu Honda wechseln würde, wäre Pol Espargaros Platz bei Repsol-Honda in Gefahr. Der dementiert Gerüchte, dass er vom Weltmeister von 2020 bei Honda ersetzt wird, prüft aktuell aber auch einige Plan-B-Optionen. "Ich habe einen Vertrag mit Honda bis zum Ende des Jahres", so Espargaro. "Sicherlich ist es ein freier Markt, in dem Honda einen Fahrer sucht und ich ein Motorrad. Vielleicht kommen wir wieder zu einer Einigung, vielleicht gehen wir auch einen anderen Weg. Es gibt andere freie Plätze im MotoGP. Ich bin ein MotoGP-Fahrer, und wenn wir keine Einigung mit Honda erzielen, ist das kein Problem, es gibt andere Plätze."

Wo fährt Alex Rins 2023?

Suzuki MotoGP 2022
Suzuki

Wie Mir sollte auch Rins eine Vertragsverlängerung bei Suzuki unterschreiben. Er wechselt 2023 zu LRC Honda, wie der Fahrer und der Rennstall am 19. Juli 2022 verkündeten.

Harter Schnitt, harte Strafe

2012 stieg Suzuki schon einmal aus der Königsklasse aus. Damals zog der Hersteller zurück, um eine neue technische Grundlage zu entwickeln und kehrte 2015 zurück. Heute ist Suzuki durchaus konkurrenzfähig, gewann 2020 die Fahrerweltmeisterschaft, stellte für diese Saison bereits einen neuen Teammanager ein und verlängerte die Verträge mit dem MotoGP-Veranstalter Dorna bis 2026. Der neue Manager sollte eigentlich die Verträge mit Mir und Rins verlängern, muss jetzt allerdings wohl das komplette Team abwickeln. Und die Dorna dürfte für den frühzeitigen Ausstieg aus dem Vertrag eine gewisse Kompensation verlangen.

Suzuki GSX-RR 2022

Optisch hat sich die GSX-RR nur wenig verändert, mit neuen Grafiken ist die Über-Suzi in die Saison 2022 gestartet. Unter der Karosse haben die Ingenieure viel gearbeitet. Vor allem das mechanische Ride-Height-System musste neu abgestimmt und besser integriert werden. Suzuki hatte das System erst in der zweiten Saisonhälfte 2021 eingeführt. Nach zwei Jahren war es den großen Marken wieder erlaubt, intensiv an den Motoren zu arbeiten. Ohne Details zu nennen, gibt Suzuki "über 240 PS" als Leistung des Vierzylinders mit 1.000 Kubik an. Also unverändert jene Daten, die Suzuki seit 2019 nennt. Die Wahrheit wird deutlich darüber liegen. Übrigens: Erneut hat Suzuki keine Kundenteams, damit fahren 2022 weiter nur zwei Motorräder der Marke um den Titel.

Fazit

Erst MotoGP, jetzt die Langstrecken-WM: Suzuki steigt aus beiden Königsklassen des Straßenrennsports aus, um die hohen Budgets an zukünftige Projekte zu vergeben. Was genau diese nachhaltigen Initiativen von Suzuki sind, ist noch nicht klar.

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