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Harley-Davidson Sportster S Harley-Davidson
Harley-Davidson Sportster S
Harley-Davidson Sportster S
Harley-Davidson Sportster S
Harley-Davidson Sportster S 15 Bilder

Harley-Davidson Sportster S: 122 PS, 15.500 Euro

Harley-Davidson Sportster S 122 PS fürs Legenden-Revival

Nach einiger Verzögerung stellt Harley die Nachfolgerin der Sportster vor. Die neue Sportster S kommt mit dem 1250er-Motor, 122 PS und 125 Nm für 15.500 Euro.

Eigentlich hätte diese Meldung 2019 schon geschrieben werden können, doch die damals noch unter Custom 1250 bekannte neue Harley brauchte bis 2021, um zu uns zu kommen. Aber bei über 60 Jahren Bauzeit der luftgekühlten Sportys, sind zwei Jahre mehr bis zum modernen Motor keine nennenswerte Spanne mehr. Custom heißt die Neue nicht, sondern Sportster mit einem sehr großen S dahinter: Sportster S.

1.252 Kubik, 122 PS, 125 Nm

Den neuen wassergekühlten Motor der Pan America mit 1.252 Kubik bekommt die neue Sportster S in den Rahmen, allerdings in einer neu abgestimmten Version, mit auf 12,0:1 verringerter Verdichtung, überarbeitetem Zylinderkopf und gesenkten Drehzahlen. Ergebnis: 122 PS bei 7.500 Touren und 125 Nm bei 6.000 Umdrehungen. Zum Vergleich: der luftgekühlte Langhuber mit 1.200 Kubik wuchtet gerade mal 97 Nm auf die Welle und bleibt mit maximal 67 PS weit hinter der Neuen. Sattes Plus in Sachen Motor. Zeitgleich fehlen gut 30 Kilo Gewicht: 228 Kilo fahrfertig bringt die Sportster S auf die Waage, woran die mittragende Konstruktion des Motors großen Anteil hat. Somit ist sie nur fünf Kilo schwerer als die zurecht eingestellte und ungeliebte Street 750. Das Papier spricht für die neue Sportster S.

Fahrwerk mit Sport

Wer bei der alten Sportster die Fahrwerksdaten in Erinnerung ruft, dem kommt das Wort Sport nur schwer in den Sinn. Bei der neuen S könnte das anders sein: USD-Gabel mit 43-Millimeter-Standrohren, volleinstellbar, dito am Heck: Stereodämpfer mit Ausgleichsbehältern. Erinnert ein wenig an die leider eingestellte Sportster Roadster und die war fahrdynamisch ein Genuss. Übrigens auch bei den Bremsen, aber hier kann die neue Sportster S zumindest in Quantität nicht mal gleichziehen. Statt Doppelscheibe vorn wird hier eine einzelne Scheibe von einem immerhin radial verschraubten Brembo-Sattel in den Biss genommen. Mit doppelt so viel Kolben wie der Motor hat. Qualität liefert die Elektronik: ABS ist Pflicht, Kurven-ABS die Kür. Passend dazu die schräglagenabhängige Traktionskontrolle. Sehr nah an der Studie ist Harley bei der neuen Sportster S in Sachen Reifendimensionen: Hinten walzt ein Gummi mit 180/70 R 16, ein gerade noch passendes Maß. Vorn möchte jedoch ein Reifen mit 160 Millimetern Breite auf einer 17-Zoll-Felge in Schräglage gebeten werden, immerhin baut der Reifen mit 70er-Querschnitt recht hoch. Ebenfalls mit gezogener Braue können die Geometriedaten betrachtet werden: 148 Millimeter Nachlauf und 60 Grad Lenkkopfwinkel sind eindeutig Harley. Wie das mit den breiten Reifen funktioniert, wird der erste Fahrbericht zeigen.

Harley-Davidson Pan America Fahrbericht JM
Enduro

Elektronik von heute

Zu den in dieser Klasse einmaligen elektronischen Fahrhilfen gesellt Harley noch vier Fahrmodi. Sport, Road und Rain sind programmiert, ein weiterer kann individuell zusammengestellt werden. Da fühlt sich der ebenfalls serienmäßige Tempomat fast selbstverständlich an. Getoppt wird das noch vom neuen Cockpit: Ein TFT-Display mit 109 Millimetern Durchmesser zeigt nicht nur die üblichen Parameter an, sondern ist per Bluetooth an das Smartphone koppelbar und weiß durch eine Moving-Maps-Navigation zu gefallen.

Preise und Farben

Harley-Davidson bietet die neue Sportster S ab 15.495 Euro an. Die Farbvariante Vivid Black ist dabei die Basis. Für je 270 Euro Aufpreis kann zwischen dem dunkelroten Midnight Crimson oder dem matten Stone Washed White Pearl gewählt werden. Zur Verfügbarkeit in Deutschland liegen noch keine Informationen vor.

Umfrage

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Ist die neue Harley-Davidson Sportster S noch eine echte Sportster?
Klar, die Sportster ist tod, es lebe die Sportster.
Sorry, aber meine Sporty ist das nicht.

Fazit

Ja, Mann. Harley zeigt mit der Sportster S, dass Ikonen doch noch Platz im Konzern haben. Und was für einen: Gut doppelt soviel Leistung als der alte Langhubdampfer, dazu 30 Kilo leichter und mit modernster Elektronik ausgestattet, könnte die S ein heftiger Befreiungsschlag für H-D sein. Und wie bei Harley immer sei gesagt: Auch dieses Mal wird die Company einen neuen Motor überleben.

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