Nachhaltigkeit
Alternative Antriebe

Switch Motorcycles: eScrambler-Concept kommt 2022

Switch Motorcycles eScrambler Elektro-Scrambler aus Hobbingen

Switch Motorcycles aus Neuseeland hat das eScrambler-Konzept zur Serienreife geführt. Der 70-PS-Stromer kann bestellt werden.

Switch Motorcycles eScrambler Switch Motorcycles
Switch Electric Scrambler
Switch Electric Scrambler
Switch Motorcycles eScrambler
Switch Motorcycles eScrambler 14 Bilder

Matthew Waddick ist Neuseeländer, lebte und arbeitete lange in Shanghai in China. Dort entwarf und entwickelte er mit seiner Firma Shanghai Customs zulassungsfähige Custom-Umbauten, teils mit Elektroantrieb. Mit dem neuen Start-up Switch Motorcycles konzentriert er sich auf eigene Elektromotorräder. Zurück in Neuseeland hat er den eScrambler zur Serienreife geführt und nimmt Bestellungen an. Preis des Stromers: 11.999 US-Dollar.

50 kW Leistung und 150 km Reichweite

Die Switch Motorcycles eScrambler ist in Grundzügen auf der eTracker aufgebaut, die Waddick mit Shanghai Customs schon mal gebaut hatte. Dominiert wird der neue Entwurf, der aus der Feder eines Ex-Yamaha-Designers stammt, vom großen Akku-Block, der in einem unten gegabelten Stahlrohrrahmen hängt. Der dahinter auf der Schwingendrehachse platzierte, luftgekühlte Elektromotor leistet 50 kW und gibt sein Antriebsmoment über einen Zahnriemen an das Hinterrad weiter. In 3,2 Sekunden soll der eScrambler den Standardsprint mit seinen 170 Kilogramm schaffen. Als Höchstgeschwindigkeit sind 160 km/h machbar. Bei der alles entscheidenden Reichweite stehen 150 Kilometer in den Daten. Der luftgekühlte Akku mit Panasonic-Zellen bietet eine Kapazität von 13 kWh und kann per Onboard-Lader mit maximal 3,5 Kilowatt geladen werden. Knapp über vier Stunden Ladezeit sind rechnerisch möglich.

Pur Sang E-Track Fahrbericht
Elektro

Reduzierte Scrambler-Optik

Über dem Batterie-Big Block verdeckt eine kantig gezeichnete Tankattrappe die Steuerelektronik und die Typ-1-Ladesteckdose. Der Fahrer sitzt auf einer dünnen Sitzbank mit klassischer Steppung. Die Alu-Hinterradschwinge stützt sich über ein Zentralfederbein direkt am Rahmen ab. Vorn verbaut Switch eine konventionelle USD-Gabel, vor die ein moderner Rundscheinwerfer mit LED-Technik gehängt wird. Je eine Einzelscheibe an beiden von KTM stammenden 18-Zoll-Speichenrädern verzögert mit Hardware von JJuan. Grob profilierte Pneus runden die Scrambler-Optik ab.

Das Cockpit zeigt sich auf einen kleinen TFT-Bildschirm an der Lenkerklemmung reduziert. Zur Ausstattung gehören drei Fahrmodi nebst Rückwärtsgang, ein Tempomat, Energierückgewinnung beim Bremsen, GPS-Tracking, ein Bosch-ABS sowie verschiedene Vernetzungsoptionen. Im Preis von 11.999 Dollar sind noch einige Anbauteile enthalten. Darunter ein Kennzeichenhalter, eine längere Sitzbank, Gepäckträger, Spiegel und Schutzbleche.

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Fazit

In Shanghai als Konzept entstanden, in Neuseeland zur Serienreife gebracht. Der eScrambler von Switch mit guten 70 PS ist ab sofort bestellbar. Für 11.999 US-Dollar ist der Stromer zu haben. Ein fehlendes ABS oder Integral-Bremssystem dürfte die Zulassung in Europa verhindern.

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