Messebilder EICMA 2021 Jörg Künstle
MV Agusta Lucky Explorer 950
MV Agusta Lucky Explorer 950
MV Agusta Lucky Explorer 950
MV Agusta Lucky Explorer 950 18 Bilder

MV Agusta Lucky Explorer Project: Enduros kommen

MV Agusta Lucky Explorer Project Italiener bauen zwei Enduros

EICMA 2021

Lange wurde darüber spekuliert, aber jetzt ist klar: Die italienische Edelschmiede bringt zwei Adventurebikes mit 550 und 950 Kubik als Zwei- und Dreizylinder. Beide sind ab dem 23. November vorbestellbar.

MV Agusta-Boss Timur Sardarov plant schon lange seine Edelmarke breiter aufzustellen. Hierbei wurde immer wieder über den Ausbau des Portfolios der Italiener ins das beliebte Adventure-Bike-Segment spekuliert. Aufmerksame Beobachter hatten im Vorfeld der EICMA in der Nähe des MV Agusta-Werks in Schiranna einen Erlkönig gesichtet. Der Prototyp war eindeutig als MV Agusta zu erkennen.

Dann äußerte sich der Hersteller offiziell. MV Agusta wird unter dem Lucky Explorer Project-Titel zwei Adventurebikes an den Start bringen, die eindeutig den Geist der legendären Paris-Dakar-Maschinen tragen. Vorbestellbar werden beide bereits ab dem 23. November 2021 sein. MV-Boss Timur Sardarov erklärt, dass man zudem rund um die Motorräder eine ganze Lucky Explorer-Erlebniswelt schaffen werden.

Bei den beiden Lucky Explorer-Modellen handelt es sich um eine 550er mit einem Zweizylinder-Motor, der vom chinesischen Hersteller und Benelli-Mutterkonzern QJ Motor übernommen wird, sowie um eine 950er Dreizylinder-Variante, die rund um den neuen MV Agusta-Drilling entsteht. MV Agusta nennt beide Modelle bislang schlicht 5.5 und 9.5.

MV Agusta Lucky Explorer 9.5

MV Agusta Lucky Explorer 950
MV Agusta

Die 9.5 setzt auf einen Doppelschleifenrahmen aus gepressten und geschmiedeten Stahl-Elementen. Auch der geschraubte Heckrahmen besteht aus diesem Werkstoff. Schwinge und Gabelbrücken entstehen aus Aluminium. Die 9.5 rollt auf einem 21-Zoll-Rad vorne und einem 18 Zöller hinten, was die Offroad-Ambitionen unterstreicht. Der Radstand wird mit 1.580 Millimeter angegeben. Im Cockpit nimmt ein 7-Zoll-TFT-Display per Bluetooth Verbindung zu mobilen Endgeräten auf und bildet natürlich auch die Navigation damit ab. Am Heck ist unauffällig ein Trägersystem integriert, an dem Koffer andocken können.

Der neue 57 Kilogramm schwere Dreizylindermotor, der nur noch in Grundzügen auf dem 800er-Drilling basiert, verfügt über 930 cm³ Hubraum, zwei obenliegende Nockenwellen, Aluminium-Schmiedekolben, ein Kassettengetriebe und bietet bei einer Verdichtung von 12,5:1 satte 123 PS bei 10.000 Touren sowie ein maximales Drehmoment von 102 Nm bei 7.000/min. Die gegenläufig drehende Kurbelwelle setzt auf 120 Grad Hubzapfenversatz. Ein Schaltautomat unterstützt bei schnellen Gangwechseln. Optional wird die hydraulisch betätigte Kupplung als Rekluse-Version angeboten. Beim Design bleibt die 9.5 ganz nah an der Cagiva Elefant. Bremspower liefert eine radial angeschlagene Brembo-Doppelscheibenbremsanlage.

MV Agusta Lucky Explorer 5.5

MV Agusta Lucky Explorer 550
MV Agusta

Die Lucky Explorer 5.5 wurde von MV Agusta in enger Zusammenarbeit mit seinem chinesischen Partner QJ Motor entwickelt. Sie ist quasi das Schwestermodell zur Benelli TRK 502. Das Mittelklasse-Bike setzt auf einen 550 cm³ großen Reihenzweizylinder von QJ, der für den Einsatz bei MV Agusta in den Punkten Einspritzung und Hubraum (+ 50 Kubik) angepasst wurde. Den Rahmen scheint MV ebenfalls von Benelli zu übernehmen, die Hinterradschwinge zeigt sich aber neu gezeichnet. Ansonsten adaptiert die 550er die Ausstattung der TRK 502. Vorne dreht sich damit ein 19-Zoll-Speichenrad, hinten ein 17-Zöller. Verzögert wird per Brembo-Doppelscheibenbremsanlage. Beim Design eifert auch die 5.5 der alten Cagiva Elefant nach. Die rundlich gezeichnete, hoch aufragende Verkleidung trägt einen Doppel-Rundscheinwerfer, eine hohe Scheibe und ein Dekors im Lucky Explorer-Design. Den Zweizylinder behütet ein Motorschutz. Im Cockpit informiert ein TFT-Display.

MV Agusta Logo
Verkehr & Wirtschaft

Lucky Explorer-Historie

MV Agusta Lucky Explorer
MV Agusta
Lucky Explorer soll eine ganze Erlebniswelt werden.

Der historische Bezug zu Lucky Explorer leitet sich aus der Cagiva Elefant ab, die seinerzeit mit einem Ducati-V2 bestückt, als Cagiva antratt. Später wurde die Marke dem Hersteller MV Agusta zugeordnet. Und: Auf der kürzlich stattgefundenen Sardinia Swank Rally trat ein Team mit alten Cagiva Elefant-Modellen unter dem Logo der Lucky Explorer an. Angeführt vom Marketing Chef von MV Agusta.

Cagiva Elefant 900
Cagiva
Cagiva Elefant 900 im Lucky Explorer-Design.

Fazit

MV Agusta steigt ins Segment der Adventure-Bikes gleich mit zwei Modellen ein. Die 5.5 ist eine aufgewertete Benelli TRK 502, die 9.5 eine komplette Neuentwicklung rund um den neuen Dreizylinder. Beide eifern optisch der legendären Cagiva Elefant nach. Auf der EICMA 2021 gibt es bereits seriennahe Prototypen zu sehen.

MV Agusta
Artikel 0 Tests 0 Modelle 0 Videos 0 Markt 0
Alles über MV Agusta