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Norton Atlas Nomad/Ranger kommen 2021.

Norton Atlas Nomad/Ranger Neue Zweizylinder-Enduro ab 2021

Bereites Ende 2018 hatte Norton die Zweizylinder-Enduro Norton Atlas 650 in zwei Versionen vorgestellt. Gekommen sind die dann aber nicht. Jetzt kündigt der neue Norton-Eigentümer TVS deren Marktstart für 2021 an.

Ex-Norton-Eigner Stuart Garner hatte für die Motorradmarke Norton große Pläne. Mit neuen 650er-Zweizylindern – und hier vor allem den Atlas-Varianten – wollte man in den Volumenmarkt einsteigen. Dann ging Norton unter der Misswirtschaft von Garner Pleite und der indische Motorradhersteller TVS übernahm. Jetzt knüpfen die Inder an die alten Garner-Pläne an und bringen die Atlas-Modelle 2021 auf den Markt. Das kündigt TVS auf der Norton-Website an. Kaufinteressenten dürfen sich auch bereits registrieren.

Norton Atlas Teaser 2021
Norton

Neu entwickelter Zweizylinder

Der 650 cm³ große Twin, der vom V4-Motor abgeleitet wurde, setzt auf einen Hubzapfenversatz von 270 Grad, zwei obenliegende Nockenwellen sowie eine Ausgleichswelle. Die Bohrung wird mit 82 mm angegeben, der Hub mit 61,5 mm und die Verdichtung mit 11,5:1. Gefüttert wird der Zweizylinder per Einspritzung, angesteuert mit einem Ride-by-Wire-System. Als Leistung werden 84 PS genannt, die erst bei 11.000 Touren anliegen sollen. Das maximale Drehmoment liegt bei 64 Nm.

Ranger mit langen Federwegen

Eingebettet ist der Zweizylinder in ein Umfeld, das als Mischung aus Enduro und Scrambler antritt. Das stählerne Perimeter-Fahrwerk wird mit einer Aluminiumgussschwinge und einer Upside-Down-Gabel kombiniert. Angeboten wird die Atlas in den Versionen Ranger und Nomad, die sich technisch leicht unterscheiden.

Der Radstand der Ranger liegt bei 1.470 mm, das Trockengewicht bei 178 Kilogramm. Die voll einstellbare 50er-Roadholder-Gabel tritt mit 200 mm Federweg an. Auch das Roadholder-Zentralfederbein, das nur in der Vorspannung justiert werden kann und über eine Hebelei angelenkt wird, bietet 200 mm Federweg. Die langen Federwege münden in einer Sitzhöhe von 867 mm. Bei dem Bremsen setzen die Atlas-Modelle auf eine 320er Doppelscheibenanlage mit radial angeschlagenen Brembo-Zangen am Vorderrad. Hinten unterstützt eine 245er-Scheibe mit Zweikolbenzange.

Den Straßenkontakt halten Drahtspeichenräder. Das 19 Zoll große Vorderrad trägt einen 120/70er-Pneu, auf der 17 Zoll großen Hinterradfelge wird ein 170/60er-Reifen montiert. Der 15-Liter-Tank wird aus Verbundmaterial geformt, die Kotflügel sind aus Aluminiumblech gefertigt. dazu gibt es eine Motorschutzwanne und eine kleine Lampenverkleidung.

Atlas Nomad ist straßenorientierter

Die Atlas Nomad trägt abweichend zur Ranger auf 150 mm eingekürzte Federwege, einen auf 1.446 mm reduzierten Radstand sowie eine auf 824 mm abgesenkte Sitzhöhe. Zudem ist die Nomad vorne mit einem 18 Zoll großen Drahtspeichenrad mit einem 110/80er Reifen bestückt. Hinten dreht sich weiter eine 17-Zoll-Felge, die aber einen Reifen im Format 180/55 trägt. Verzichtet wird auf den Motorschutz und die Scheibe.

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Die Nomad tritt mit kleinerem Vorderrad und gekürzten Federwegen an.

Beiden gemeinsam ist dann wieder die komplette LED-Beleuchtung, der hohe Rohrlenker sowie der seitlich hochgezogene Endschalldämpfer. Bei der Präsentation 2018 sahen die Pläne wie folgt aus: Von beiden Modellen, die in 5 Farben zu haben sind, sollten in einer ersten Serie für 2019 jeweils 250 Exemplare gefertigt werden. Später plante Norton jährlich rund 2.000 Exemplare verkaufen zu können. Der Preis für die Nomad wurde mit 12.000 Euro angegeben, die Ranger startete bei 14.500 Euro. Gegen eine Anzahlung von 500 Pfund konnten Maschinen vorbestellt werden. Die Auslieferungen in England sollte ab Mai 2019 erfolgen. Die nach Euro 4 homologierten Modelle für den Rest von Europa sollten ab Dezember 2019 folgen. Dann kam aber die Insolvenz. Mit dem Neustart in 2021 dütften beide Modelle auf Euro 5 angepasst sein. Neue Preise gibt es noch nicht..

Fazit

TVS macht bei Norton ernst. Zuletzt wurde der Neustart des Superbikes V4 SS angekündigt. Jetzt folgt ein Marktstarttermin für die Atlas-Modelle. Norton-Fans dürfen diesmal wirklich auf neue Motorräder hoffen.

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