Michelin Power RS +

Verbesserter Sportreifen im Nässetest

Michelin hat den Hinterreifen Power RS im Nassgrip optimiert und im Namen um ein + ergänzt. Wir konnten den Sportreifen bei Nässe ausprobieren.

Mit dem Kürzel RS wie Rennstrecke hat Michelin vor zwei Jahren den Charakter seiner beliebten Power-Reihe mächtig angeschärft. Sogar so erfolgreich, dass der supersportliche Reifen in unserem 2016er-Test mit dem Kauftipp „Rennstrecke“ ausgezeichnet wurde. Bei so viel sportlicher Härte blieb aber der alltägliche Komfort auf der Strecke. Auch bei Nässe musste der Power RS Federn lassen. Zu wenig Feedback, spontane Rutscher bereits bei moderater Kurvenfahrt – Regenfahrten waren nicht seine Stärke. Weshalb die Franzosen jetzt ein Update namens Power RS + nachschieben, allerdings nur für hinten. Vorne bleibt der Power RS so, wie er war – auch vom Namen her.

Bei Nässe jetzt auf Referenz-Niveau

Unser erster ausführlicher Nässetest mit dem neuen Set kann überzeugen. Mit deutlich mehr Traktion lässt sich der Sportreifen beschleunigen und durch Kurven steuern. Auch der Grip beim Bremsen gefällt. Das ist direkt spürbar und schafft mehr Vertrauen, lässt sich aber auch in knallharte Messwerte gießen. Gegenüber dem Vorgänger macht man etliche Sekunden gut. Damit bewegt sich der Power RS + auf dem Niveau des Metzeler M7 RR, der beim 2016er-Test die Referenz bei Nässe war. Spannend bleibt die Frage, wie sich die neue Mehrkomponentenmischung auf der Rennstrecke schlägt. Der Test steht aber noch aus.

MOTORRAD-Check

MOTORRAD vergibt 3,5 von 5 Sternen.

  • positiv: klares Feedback, sehr guter Nassgrip
  • negativ: kleine Abstriche bei der Handlichkeit

Getestet wurde der Michelin-Reifen in den Dimension 120/70 ZR 17 und 190/55 ZR 17.

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