Patent auf Halb-Automatikgetriebe

Mehr Schaltkomfort für die Suzuki Hayabusa

Suzuki hat sich ein halbautomatisches Getriebe patentieren lassen.
Suzuki hat sich ein halbautomatisches Getriebe patentieren lassen.Das Patent setzt auf ein konventionelles Getriebe mit konventioneller Kupplung.Die Betätigung der Kupplung und das eigentliche Einlegen eines Gangs erfolgen aber über Aktuatoren.Eingeleitet wird der Schaltvorgang nach wie vor über den Fußschalthebel.
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Suzuki hat sich ein halbautomatisiertes Getriebe patentieren lassen. Ihren ersten Einsatz könnte die neue Schaltung in der Neuauflage der Hayabusa finden.

Über die Weiterentwicklung der Suzuki Hayabusa gibt es viele Spekulationen. Dass es eine weitere Evolutionsstufe des Speedbikes geben wird, gilt mittlerweile als gesichert. Schließlich wird der schnelle Falke 2019 zwanzig Jahre alt - für Suzuki und die Hayabusa-Fans ein Grund zum Feiern. Motorisch wurde lange über einen Turbomotor, abgeleitet vom Triebwerk der Studie XE-7 Recursion von 2015, spekuliert um mit einer Aufladung gegen die neue Kawasaki H2 SX zu schießen. Wahrscheinlicher ist aber mittlerweile ein auf 1.440 cm³ aufgestockter frei saugender Reihenvierzylinder, der dann mit gut 200 PS die Kawasaki ZZR 1400 ins Visier nehmen würde.

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Halbautomatisches Getriebe auch bei anderen Suzukis?

Ein im Februar in den USA veröffentlichtes Patent rückt aber noch ein weiteres Technikfeature in den Fokus der Spekulanten. Suzuki hat sich bereits 2016 in Japan und 2017 in den USA ein halbautomatisches Getriebe schützen lassen, das auf den Patentzeichnungen an einer Hayabusa adaptiert ist. Die Patentschrift betont aber ausdrücklich, dass dieses Getriebe auch an verschiedenen anderen Motorrädern und allen Arten von Motorvehikeln adaptiert werden kann.

Foto: Suzuki
Das Patent setzt auf ein konventionelles Getriebe mit konventioneller Kupplung.
Das Patent setzt auf ein konventionelles Getriebe mit konventioneller Kupplung.

Eingeleitet wird der Schaltvorgang des halbautomatischen Getriebes immer noch wie gewohnt per Fuß, die Kupplungsbetätigung sowie das eigentliche Einlegen des Gangs erfolgen dagegen per Aktuator automatisch. Für perfekte Schaltvorgänge wird per Zündunterbrechung das Getriebe kurzzeitig lastfrei geschaltet. Für ein haptisches Schaltgefühl hat Suzuki zudem ein "clicking mechanism" betiteltes System verbaut.

Der komplette Aufbau klingt bekannt und findet sich so in etwa auch an der Yamaha FJR 1300 AS. An der lassen sich die Gänge zudem noch per Tasten an der linken Lenkerarmatur wechseln. Das Suzuki-Patent verrät dazu nichts. Honda setzt in Sachen Automatik auf ein Doppelkupplungsgetriebe, das allerdings einige Pfunde mehr auf die Waage bringt. Gegenüber einem herkömmlichen Blipper bietet das Suzuki-Patent augenscheinlich lediglich den Komfort ohne manuelle Kupplungsbetätigung anzufahren.

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