Vins Duecinquanta

Die Rückkehr des Zweitakters?

Neben der Standardversion soll es auch eine „Competizione“ geben – noch leichter, stärker, teurer.Vins Duecinquanta.Vins Duecinquanta.18 Bilder

Sehr leicht, sehr schnell und sogar zulassungsfähig, das versprechen die Hersteller dieser Zweitakt-Rakete mit 250er-V-Motor. Um das zu erreichen, haben sie interessante technische Lösungen gefunden. Hat die Vins Duecinquanta eine Zukunft?

Maranello ist schon durch Ferrari Sitz von verrückten Petrolheads. Ebenfalls in dem mittelitalienischen Ort ist Vins Motors beheimatet und die haben sich in den Kopf gesetzt, einen zulassungsfähigen Zweitakter mit Euro 4-Norm auf den Markt zu bringen. Der Name des Bikes verrät auch schon viel über dessen Motor, denn „Duecinquanta“ bedeutet Zweifünfzig. Was der Twin leisten soll, der als 90-Grad-V-Motor konzipiert ist und zwei gegenläufig rotierende Kurbelwellen hat, wollte Vins­Motors auf der EICMA noch nicht preisgeben.

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Foto: Hersteller
Neben der Standardversion soll es auch eine „Competizione“ geben – noch leichter, stärker, teurer.
Neben der Standardversion soll es auch eine „Competizione“ geben – noch leichter, stärker, teurer.

Rund 70 PS könnten es aber bei einem wassergekühlten 250er-Zweizylinder mit Einspritzung realistisch schon sein. 200 km/h Topspeed sollen laut Hersteller bei ausgedrehtem Motor auf der Uhr der „Duecinquanta“ stehen. Das klingt nach unserer Einschätzung durchaus plausibel, denn mit einem Gesamtgewicht von unter 95 Kilogramm ist dieses italienische Räng-Däng-Däng ein echter Floh. Die Einspritzung soll jeweils direkt in den Brennraum erfolgen, aber immer erst nach Schließen des Auslasskanals. So will man saubere, der Euro 4-Norm entsprechende Abgaswerte erreichen. Technisch interessant gelöst ist die Platzierung des Kühlers inmitten des aus Karbonfaser bestehenden Monocoques. Der sitzt nämlich vor dem Tank oberhalb des Motors. Neben dem Rahmen sind auch die Hossak-Gabel, die Schwinge und selbst die Räder aus Karbon.

Dass der Preis für diese Zweitakt-250er nicht ganz im Alltagsbereich liegen dürfte, wie wir das noch von der Suzuki Gamma oder den Yamaha RDs kennen, ist damit klar. Rund 40.000 Euro möchten die Italiener für ein Exemplar. Für die Rennsportversion „Competizione“ sollen noch 10.000 Euro extra fällig werden. Und so wird auch dieser Zweitakt-Traum für viele Fans der auf breiter Basis ausgemerzten Technik ein Traum bleiben.

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