Ducati Monster 821 Neu MRD
Ducati Monster (2021) als Erlkönig erwischt.
Ducati Monster 821 Neu
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Ducati Monster (2021) als Erlkönig erwischt

Mit Alurahmen und weniger Gewicht

Unverhofft ging unserem Erlkönigjäger eine Ducati ins Netz. Unverkennbar handelt es sich um das Nachfolgemodell der Ducati Monster. Der Hammer: Statt einem Stahl-Gitterrohrrahmen setzen die Bologneser jetzt auf Alu.

Bei ihrem ersten Auftritt 1992 war die Ducati Monster ein bahnbrechendes Motorrad. Verknüpften die Ducati-Entwickler doch das Fahrwerk eines Supersportlers, der Ducati 888, mit der Optik eines klassischen Straßenmotorrads. Als Antrieb verwendeten die Italiener den braven 900er-V2 der Supersportmodelle. Luftgekühlt, gut 70 PS stark und verhältnismäßig langlebig. Viele Jahre prägte die Monster die Modellpalette von Ducati mit, war ein Garant für gute Verkäufe. Die Monsterfamilie wuchs dabei über alle möglichen Hubraumklassen, von der 400er bis hin zur starken 1200er mit wassergekühltem 150-PS-Desmo war alles im Angebot.

Neuer Motor mit 950 cm³

Dabei kam die Baureihe immer mehr unter Druck. Von unten durch die Ducati Scrambler, die sicher einen Anteil an Monster-Interessenten abfischte, wie auch von oben, da mit der Streetfighter und ganz besonders mit der Streetfighter V4 hochattraktive und sehr sportliche Naked Bikes angeboten werden. Ganz zu schweigen von der wachen Konkurrenz von BMW bis KTM und Triumph. Es wird also höchste Zeit für Bologna, die Monster gründlich zu renovieren. Und wie unser leider unscharfes Foto verrät, wird Ducati, wie bei seinen Panigale-Supersportlern, auf Aluminium als Rahmenmaterial setzen. Paradigmenwechsel auch bei der Verarbeitung des Materials: Statt hübschem Rohrgeflecht werden gegossene Bauteile Fahrwerk und Motor verbinden.

Ducati Monster (2021) als Erlkönig erwischt.
Stefan Baldauf.
Nicht sehr scharf, weil ziemlich weit weg: der Monster-Prototyp bei Testfahrten.

Wobei die vordere Struktur, die den Lenkkopf beherbergt, offensichtlich aus zwei Teilen zusammengeschraubt wird. Das Rahmenheck scheint ebenso eine Gusskonstruktion zu sein. Ob auch hier zwei Hälften zusammengeschraubt werden, können wir nicht erkennen. Der V2-Motor hängt tragend dazwischen. Das Gewicht soll um rund 10 Kilogramm sinken. Der einst dominante Auspuff mit seiner barocken Krümmerführung weicht einer leichteren, mehr integrierten Version. Keck recken sich die beiden kurzen Auspuffstummel nach oben, die Hauptarbeit in Sachen Lärmbekämpfung übernimmt ein Vorschalldämpfer unter dem Getriebe. Das Federbein ist direkt angelenkt und stützt sich an der Zweiarmschwinge und dem Motor ab. Als Antrieb verwenden die Ducatisti wohl den wassergekühlten Midsize-Motor, der statt 821 cm³ vermutlich nun auch mit 950 cm³ kommt. So wie er auch in der Multistrada 950 verwendet wird. Ein feines Triebwerk, bei dem es aber allein wohl nicht bleiben wird.

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Preislich wird die neue Rahmenbauweise sicher auch noch einiges zum Besseren wenden. Die Konstruktion mit Aluminium-Gussteilen ist in der Masse deutlich günstiger als eine Stahl-Gitterrohr-Version.

Fazit

Vorbei sind wohl die Zeiten des Gitterrohrrahmens. Auch die Krümmerrohre werden zukünftig wohl versteckt. Beim Motor dürfte der 950er-V2 zum Zuge kommen. Wie unschwer zu erkennen ist, darf sich die neue Ducati Monster auf jede Menge Updates freuen.

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