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Motorrad-Neuheiten 2022
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Aprilia Tuono V4 2021 Aprilia
Aprilia Tuono V4 2021
Aprilia Tuono V4 2021
Aprilia Tuono V4 2021
Aprilia Tuono V4 2021 11 Bilder

Fahrbericht Aprilia Tuono V4 Factory

Fahrbericht Aprilia Tuono V4 Factory Pfeilschneller, radikaler Factory-Donner aus Noale

Aprilia bringt 2021 die Tuono V4 mit höherem Lenker und besserem Windschutz. Das Motorrad soll Tourenfahrer ansprechen. Somit kann die Tuono V4 Factory bleiben was sie ist: Ein radikal scharfes und schnelles Nakedbike mit Superbike Genen.

Vermutlich waren die neuen und strengen Euro 5 Regeln der Anlass für das Upgrade der neuen V4 Tuono Modelle. Doch Aprilia hat die Gelegenheit ergriffen und die Tuono V4 kräftig überarbeitet. Schon bei grundsätzlichen Themen ist 2021 alles neu. Die Tuono V4 ist nicht mehr bloß die günstigere Version des Flaggschiffs "Factory”. Sie wurde mit einem höheren Windschild ausgestattet und bietet einen um 20 mm höher montierten Lenker. Auch am Beifahrersitz sitzt man komfortabler. Dort wurden die Fußrasten tiefer montiert und die Sitzbank bietet mehr Komfort. Optional wird von Aprilia auch ein Gepäcksystem angeboten.

Preis Aprilia Tuono V4 2021

Günstiger ist die Tuono V4 immer noch. Das liegt daran, dass im Gegensatz zur Factory auf das elektronische Fahrwerk von Öhlins verzichtet wird. Es kommt ein mechanisches Fahrwerk von Sachs zum Einsatz. Die Aprilia Tuono V4 1100 kostet inklusive Mehrwertsteuer und Nebenkosten ab 17.490 Euro, die Tuono V4 1100 Factory steht ab 20.990 Euro in der Preisliste. Die Factory bleibt also die teurere Variante und ist auch jenes Modell mit dem schärferen Image. Sie ist immer noch jenes Nakedbike, welches dem Superbike Schwestermodell am nächsten kommt. Im Jahr 2021 wurde zum Beispiel auch die Schwinge von der RSV4 übernommen.

ErFAHRungen Aprilia Tuono V4 Factory 2021

Erfahrene Piloten können möglicherweise Profit aus der um 48% steiferen Schwinge schlagen. Die breite Masse erfreut das edle Teil jedoch bei schicken Fotos im Fahrerlager. Klar nachvollziehbar sind jedoch die Vorteile, welche die aufgerüstete ECU samt angeschlossener Fahrhilfen mit sich bringt. Die 11MP Marelli ECU bringt zwar weder mehr Leistung noch mehr Drehmoment. Der Motor schöpft in der aktuellen Euro 5 Konfiguration immer noch 175 PS bei 11.350 U/min aus 1.077 Kubikzentimeter Hubraum. Im Sattel erfreut man sich am satten Drehmoment von 121 Nm bei 9.000 U/min. Die maximale Drehzahl wurde im Vergleich zum Vorgängermodell um 300 U/min angehoben. Die daraus resultierende Spitzengeschwindigkeit von 270 km/h liefert ausreichend Munition für Stammtisch Diskussionen.

Die echten Vorteile der neuen ECU liegen jedoch im noch präziseren Ansprechverhalten des Motors. Das scharfe Aggregat hängt direkt am Gas und reagiert blitzschnell auf Befehle der rechten Hand. Wobei die Drehmomentabgabe auch im radikalen Race Mode präzise zu dosieren ist. Dabei präsentiert sich der große V4 als drehfreudiges und sportliches Aggregat. Im Vergleich zum RSV4 Schwestermodell sorgt die Motorabstimmung samt kürzerer Übersetzung für mehr Druck bei tiefen Drehzahlen. Richtig gut funktioniert auch die Motorbremssteuerung AEB. Diese ist in 3 Stufen einstellbar. In Stufe 3 bietet sie auch Regeleingriffe in Schräglage und sorgt für ein präzise und stabil geführtes Hinterrad am Kurveneingang. Der Brems- und Einlenkvorgang geht nun wunderbar geschmeidig von der Hand. Ganz so als würde man im Sattel das Spiel mit Kupplung, Zwischengas und Hinterradbremse perfekt beherrschen.

Aprilia Tuono V4 2021
Aprilia

Die große Stärke der Aprilia Tuono V4 Factory blieb dem Motorrad erhalten. Sie bietet dem Fahrer viel Vertrauen für das Vorderrad und es fällt leicht die Linie präzise zu treffen. Der Lenker ist breit, die Sitzposition ist aufrecht trotzdem bietet das sportliche Motorrad ein stabiles Fahrverhalten. Möglich macht dies bestimmt die hochwertige Elektronik. Am Kurvenausgang hält die elektronische Anti-Wheelie -Kontrolle präzise ein paar Millimeter über dem Asphalt. Im Sattel fühlt sich der Wheelie harmonisch und natürlich an. Die Beschleunigung kommt niemals schaumgebremst rüber, sondern immer brachial aber eben berechenbar.

Aprilia RSV4 Factory Fahrbericht 2021
Supersportler

6 verschiedene Riding Modi

Aprilia bietet bei der Aprilia Tuono V4 2021 sechs verschiedene Riding Modi an. Wobei diese in 2 Einsatzbereiche gegliedert sind. Für die Straße stehen zwei vordefinierte Setups sowie ein individuell konfigurierbares Setup zur Verfügung. Für die Rennstrecke bietet man ein fest installiertes Setup sowie zwei individuell anpassbare Fahrmodi an. Die einzelnen Fahrmodi sind mit den passenden Algorithmen für die elektronischen Fahrhilfen ausgestattet. Neu im Jahr 2021: Die aufgerüstete Elektronik regelt die Motorbremswirkung nun ebenso abhängig von der Schräglage wie das ABS und die Traktionskontrolle. Optisch wirkt die Tuono Factory bedrohlich und aggressiv, doch das rundum gelungene Elektronikpaket macht sie zu einem angenehm zu fahrendem Motorrade.

Aprilia Tuono V4 Modelljahr 2021
Aprilia

Gewicht Aprilia Tuono V4 Factory 2021

Die herausfordernden Euro 5 Vorgaben machten das Motorrad insgesamt zwar schwerer, doch Aprilia konnte das Gewicht durch Verwendung einer leichteren Lithium Batterie wieder einsparen. Am Ende gibt Aprilia unverändert 209 kg mit 90% Tankinhalt als Gewichtsangabe an.

Die RSV in der Tuono

Der langen Tradition folgend hat auch die neue Tuono V4 Factory einen Großteil der Designkomponenten von der supersportlichen RSV4 übernommen. Tank, Sitzbank und Heckpartie werden mit der Superbike-Schwester geteilt und unterstreichen die enge Verwandtschaft und die sportliche Attitüde der Tuono. Die Tuono V4 Factory erhält das gleiche Heck wie die RSV4, wobei die Soziussitzabdeckung und die hoch positionierten Fußrasten die sportliche Note noch mehr betonen. Auch bei der Elektronik darf man sich auf die hochwertige Superbike Hard- und Software der RSV4 verlassen. Die sogenannte APRC-Suite erhält ein Update mit neuer Bedienlogik welches auch in der 2021er RSV4 zum Einsatz kommt.

Umfrage

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Klar, die RSV.
Thunfisch, Donner, egal: Tuono

Fazit

Zufriedene Piloten einer Factory werden mit dem Nachfolger grundsätzlich wieder zufrieden sein. Die Sitzposition blieb gleich, das Fahrwerkssetup blieb gleich und der Charakter des Motorrades blieb unverändert. Die neue ECU ermöglicht nun nicht nur geringere Schadstoffemissionen, sondern auch ein noch feineres Ansprechverhalten.

Auch die aufgerüsteten Fahrhilfen überzeugen in der Praxis. Eingefleischte Tuono Fans betrachten vermutlich nur die "Factory” als einzig wahre Tuono. Doch durch die neue Positionierung der Tuono V4 bietet sich diese nun einer neuen Zielgruppe an. Die Factory bleibt wie sie ist: ein pfeilschnelles Nakedbike welches viel Fahrspaß bietet.

Aprilia Tuono V4 1100
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