V8 mit 2.000 Kubik, 20 Ventilen und 334 PS: PGM V8 - "stärkstes Serien-Motorrad-der Welt"

PGM V8 – „das stärkste Serien-Motorrad der Welt“
8 Zylinder, 2.000 Kubik, 40 Ventile und 334 PS

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.10.2026
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"The world’s most powerful production motorcycle", mit diesem superlativen Power-Satz wirbt Maltec Performance Engineering für die PGM V8. Wobei "production" in diesem Fall diffus erscheint. Wie viele Exemplare der PGM V8 bisher, seit 2015, als Kleinserie aus "Down Under" weltweit in Umlauf gebracht worden sind, ist nicht bekannt.

PGM V8: "Das stärkste Serien-Motorrad der Welt"

Die technischen Daten zur PGM V8 liegen hingegen vollständig vor. Insbesondere zum Motor, den der australische Maschinenbau-Ingenieur und ehemalige Superbike-Rennmechaniker Paul G. Maloney selbst konstruiert hat. Dieses V8-Motorrad bekommt also kein Übergewicht in Form eines Pkw-Antriebs umgehängt – Stichworte Boss und Hoss, sondern einen eigenen Motor eingebaut.

V8-Motor mit zwei Zylinderbänken von der Yamaha R1

Nach dem ersten Versuch mit zwei Zylinderbänken des Typs Kawasaki Ninja ZX-7 RR, die zusammen einen V8 mit rund 1.500 Kubik bildeten, schwenkte Paul G. Maloney um auf die Yamaha R1 des Jahrgangs 2004. Denn bei diesem Typ sind Zylinderbank und Kurbelgehäuse ebenfalls separierbare Komponenten. Und zweimal rund 1.000 Kubik ergeben rund 2.000 Kubik (1.996 ccm). Hier ist die PGM V8 im Video zu bestaunen – mit Achtzylinder-Sound:

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Rund 2.000 Kubik und 40 Ventile

2004 setzte Yamaha noch auf Fünfventil-Technik, und für die PGM V8 bedeutet das: insgesamt 40 Ventile. Mitsamt den Zylinderköpfen sind die beiden Zylinderbänke von der R1 hier im 90-Grad-Winkel als V8-Motor angeordnet. Kolben und Pleuel stammen ebenfalls von der R1, doch die Flat-Plane-Kurbelwelle und das Kurbelgehäuse sind von Maloney konstruierte Spezialanfertigungen. Verdichtungsverhältnis: 13,0:1.

ÜbrigensEin V8 mit Flat-Plane hat einen Hubzapfenversatz von 180 Grad, einen schrillen, sportlichen Sound und kaum etwas mit dem typischen V8-Bollern aus den USA gemein. Dort sind Cross-Plane-Wellen für die spezielle Zündfolge und den bekannten Sound verantwortlich. Der Flat-Plane-V8 zündet regelmäßig, je Zylinderbank abwechselnd, der Cross-Plane-V8 unregelmäßig, zwei Zylinder einer Bank nacheinander.

Spezialanfertigung: die Titan-Abgasanlage von Akrapovic

8 elektronisch gesteuerte Drosselklappen von Mikuni (je 45 mm) bilden in Kombination mit dem Steuergerät von MoTeC (M130) die aufwendig abgestimmte Einspritzanlage. Ebenso speziell ist die freundlicherweise von Akrapovic zugelieferte, am Heck hochgezogene Abgasanlage aus Titan.

334 PS bei 12.800/min und 214 Nm bei 9.500/min

Mit diesem einzigartigen Antriebstechnik-Ensemble kommt die PGM V8 auf diese Motor-Eckdaten: wassergekühlter V8 mit 1.996 Kubik, zweimal 20 Ventile mit doppelten obenliegenden Nockenwellen (dohc), maximal 334 PS bei 12.800/min und 214 Nm bei 9.500/min. Auch für das 6-Gang-Getriebe mitsamt Mehrscheiben-Ölbadkupplung, die Endantriebskette und den 190er-Hinterreifen ist das schwer beeindruckend.

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Mit "nur" 242 Kilogramm das leichteste Achtzylinder-Motorrad

Gar nicht so schwer fällt erstaunlicherweise das Gesamtgewicht der PGM V8 aus: Sie wiegt angeblich nur 242 Kilogramm, fahrbereit mit gefülltem Benzintank (16,5 Liter). Damit ist sie nicht nur "das stärkste Serien-Motorrad der Welt", sondern auch das leichteste mit mehr als 4 Zylindern.

Spezial-Fahrwerk um den V8-Motor herum

Zwangsläufig speziell ist auch das Fahrwerk der PGM V8. Den mittragenden V8-Motor hat Paul G. Maloney in einen ebenfalls selbst konstruierten Rahmen eingehängt. Und der ist aus Chrom-Molybdän-Stahl in Gitterrohr-Bauweise gefertigt, das Heck aus CNC-gefrästem Aluminium. Die Aluminium-Schwinge ist von der Yamaha R1 übernommen.

Top-Komponenten von Öhlins, Brembo und Marchesini

Obendrein kommen Top-Komponenten bei der PGM V8 zum Einsatz: Upside-down-Telegabel (FGRT301) und Federbein (TTX Mk2) von Öhlins, voll einstellbar, dazu geschmiedete Aluminium-Räder von Marchesini und GP4-Bremsen von Brembo. ABS? Fehlanzeige. Höchstgeschwindigkeit? "How brave are you?" – "Wie mutig bist Du?".

PGM V8 als Kleinserien-Motorrad aus Australien – ab 180.000 Dollar

"Ab 180.000 (US-)Dollar" stand beziehungsweise steht auf dem virtuellen Preisschild der PGM V8, umgerechnet derzeit rund 160.000 Euro. Von Euro-Normen oder gar deutschem TÜV ist hier nie die Rede gewesen, kein Kommentar zum mutmaßlich argen Spritdurst. Wer trotzdem versuchen möchte, eine PGM V8 zu bestellen und zu fahren, kann online Direktkontakt in "Down Under" aufnehmen: maltec.com.au/pgmV8/

Fazit