Freeride Motos Ducati 999 Kevin Abelard/Freeride Motos
Freeride Motos Ducati 999
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Freeride Motos Ducati 999 16 Bilder

Ducati 999 Cafe Racer von Freeride Motos

Freeride Motos Ducati 999 Ungeliebt, unterschätzt, umgebaut

Ungeliebt, unterschätzt, umgebaut. Die Geschichte der Ducati 999 ist eine wendungsreiche. Ihre Ästhetik indes ist seit Erscheinen unbestritten und kann trotz eines heftigen Umbaus auch erhalten bleiben. Wie bei diesem von Freeride Motos aus Frankreich.

Wem die Ducati 999 von Anfang an gefallen hat und wer sich heute an der großflächigen Motorverkleidung, den kantigen Tank, der kleinen Kuppel und den futurischtischen Projektionsscheinwerfern in vertikaler Anordnung erfreuen kann, sollte jetzt trotzdem weiterlesen. Freeride Motos aus Frankreich lassen zwar nahezu keine Schraube ungeöffnet, krempeln aber nicht alles mit Gewalt um. Zwei der großen Besonderheiten der 999 bleiben – mehr oder weniger – erhalten.

Was erhalten bleibt

Freeride Motos baut die Ducati 999 im Auftrag eines Ducatisti und Rennstreckenfahrers um. Dabei ist wichtig immer klar zu erkennen, dass es sich um eine umgebaute 999 handelt. Dazu lässt Freeride den charakteristischen Tank unangetastet. Bei der ausdrucksstarken Front wird das etwas schwerer, lässt sich aber durch den Kniff zweier vertikal montierter Projektionsscheinwerfer aus dem Zubehör zumindest als greifbare Erinnerung an das Gewesene auch realisieren. Ebenfalls Serie mit neuer Abstimmung bleibt der 998er Twin, der durch die neue Auspuffanlage und Airbox eine frische Abstimmung auf dem Prüfstand bekommt. Ergebnis 140 statt 124 PS und 110 statt 108 Nm.

Tiefe Eingriffe in die Technik

Traditionsgemäß gab es die 999 in drei unterschiedlichen Varianten. Als Standard, als S mit mehr Leistung und mehr Fahrwerk und als R mit anderem Motor und noch mehr Fahrwerk. 999 S und R jeweils mit dem guten Zeug von Öhlins. Das fehlt der Umbaubasis indes, kann aber durch ein Federbein der begehrten Marke hinten ausgeglichen werden. Schwerer wird es da bei einer Gabel, die der einer 999 R ähnelt. Fündig wird Freeride bei einer Aprilia Tuono. Die war ab dem Modelljahr 2014 bis 2018 mit vergleichbarem Material bestückt und solch Aprilia-Federwerk wird nun mittels neuer Gabelbrücken an den Ducati-Rahmen geschraubt. Federbein und Gabel bekommen noch eine neue schwarze Eloxalschicht, denn Black ist Beautiful.

Ducati 999 Umbau Freeride Motos
Kevin Abelard/Freeride Motos
Gabel einer Aprilia Tuono, Gabelbrücken von CNC Racing, Multiinstrument von Aviacompositi, Lenkerstummel in Rentahl. Feinste Ware an der Ducati 999 von Freeride Motos.

Ab mit dem Heck und ein neues Gesicht

Die Ducati 999 trägt in Serie einen umfangreichen Endtopf unter der Sitzbank, was Anfang des Jahrtausends schrecklich in Mode war und später als genaues Gegenteil der gewünschten Zentralisierung der Massen schnell wieder gelassen wurde. Massenzentralisierung war definitiv nicht der Grund warum dieser 999 der Topf unter dem Heck fehlt. Es fehlt nämlich das besagte Heck. Beziehungsweise die Hälfte davon. Die verbliebene Hälfte des Heckrahmens trägt nun ein knappes Aluhöckerchen und den Fahrer. Im Gegensatz zum Heck ist das Ziel an der Front den Charakter der 999 zu erhalten, allerdings ohne Vollschale. Ohne die bleibt ein riesiger Alukühlkörper für den mächtigen Doppelscheinwerfer der Ducati übrig. Leider nicht umbaufähig. Also ab mit dem Altmetall und den Stil der vertikalen Doppelprojektionslinsen mittels Zubehörscheinwerfer versuchen zu erhalten. Es scheint gelungen und gibt es der Freeride-Ducati eine respekteinflößende Boxernase.

Ducati 999 Umbau Freeride Motos
Kevin Abelard/Freeride Motos
Unbedingt beibehalten werden sollte die DNA der Ducati 999 und so bekommt auch der Umbau zwei übereinander angeordnete Projektionslinsen als Scheinwerfer.

Feinstes aus dem Katalog

Innerlich rührt Freeride den Desmo-Twin nicht an, die Jungs geben ihm aber durch viele Teile aus dem Zubehör eine martialische Optik. Mittels allerlei Frästeilen von CNC Racing werden Kupplung, Wasserpumpe, Zahnriemenabdeckungen, Schrauben und allerlei Abdeckung neu und vor allem in Rot verbaut. Zusammen mit der neuen Bugspoilerverkleidung und viel schwarzem Lack am Gehäuse eine starke Transformation der Maschine von gediegen zu brutal.

Ducati 999 Umbau Freeride Motos
Kevin Abelard/Freeride Motos
Farbe egal, schwarz sollte sie sein. Motor und Rahmen nun komplett in schwarz mit einigen roten Highlights durch diverse Anbauteile und Motordeckel.

Fazit

Rohrrahmen-Ducatis sind weiterhin die beliebteste Basis für moderne Cafe Racer. Und mit dem Ex-Supersportler 999 kann man derzeit fast noch sicher sein nicht als Kulturgutschänder gesteinigt zu werden. Noch, denn die X99er-Reihe könnte mittelfristig gesucht sein. Freeride Motos interessiert das nicht, sondern machen aus der glatten Schönen etwas richtig Schroffes und schon im Stand Brutales. Im Grunde auch ohne viel Aufwand, wenn man die teuren Fahrwerksteile nicht braucht.

Ducati 999
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