BMW M 1000 RR BMW
BMW M 1000 RR Modelljahr 2021
BMW M 1000 RR Modelljahr 2021
BMW M 1000 RR Modelljahr 2021
BMW M 1000 RR Modelljahr 2021 28 Bilder

BMW M 1000 RR

Voll auf Rennsport fokussiert

Mit der M 1000 RR bringt BMW das erste Motorrad unter dem M-Label. In allen Bereichen konsequent auf den Rennsporteinsatz optimiert bildet sie die neue Basis für den angestrebten Erfolg in der WSBK.

In der Superbike-WM fährt BMW seinen eigenen Erwartungen hinterher. Das soll sich 2021 ändern. Richten soll es ein neues Basisbike, das in allen Bereich extrem auf den Rennsporteinsatz zugespitzt wurde. Die neue BMW M 1000 R ist damit quasi ein Homologationsmodell und zudem das erste Motorrad, das unter dem M-Label antritt. In der Pkw-Sparte der Bayern werden damit immer nur die heißesten Varianten einer Baureihe geadelt.

Leistung und Maximaldrehzahl steigen

BMW M 1000 RR
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Um die Rundstreckenperformance der M 1000 RR zu erhöhen, wurden Fahrwerk, Motor und Aerodynamik umgekrempelt. Der Vierzylinder darf nun bis 15.100 Touren (plus 500) drehen, wurde höher verdichtet, bekam neue Zwei-Ring-Schmiedekolben, angepasste Brennräume, verkürzte Ansaugtrichter, längere Titan-Pleuel und einen weiter erleichterten Ventiltrieb. Ebenfalls neu ist die komplett aus Titan gefertigte Abgasanlage, die 3,7 Kilogramm Gewicht einspart. Die neuen Leistungsdaten lauten 212 PS (plus 5,5 PS) bei bei 14.500/min und 113 Nm bei 11.000/min. Ab 6.000 Touren soll spürbar mehr Drehmoment bereitstehen, ab 13.200/min dann zusätzlich auch noch mehr Leistung.

BMW M 1000 RR
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Für mehr Zugkraft legt das Kettenrad von 45 auf 46 Zähne zu. Für bessere Rennstarts wurde der Anti-Hopping-Kupplung die Selbstverstärkung genommen. Der Pilot darf sich durch insgesamt sieben Fahrprogramme zappen, aus zwei Gaskennlinien wählen und das Motorschleppmoment einstellen. Optimiert wurde auch die Traktionskontrolle.

BMW M 1000 RR Menuedaten
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Das alles soll sich natürlich in den Fahrleistungen niederschlagen. Insbesondere Beschleunigung und Durchzugskraft konnten laut BMW drastisch gesteigert werden. Bis 100 km/h soll die M 1000 RR um 0,1 bis 0,2 s schneller beschleunigen als die S 1000 RR und bis 200 km/h soll sie ihr 0,4 s abnehmen. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Durchzugswerten, gemessen im 5./6. Gang. Während bei der RR von 60 bis 100 km/h 2,9/3,3 s vergehen, soll die M RR nur 2,8/3,2 s benötigen. Für den Zwischenspurt von 100 bis 140 km/h sollen es 2,2/2,5 s sein (RR: 2,5/2,9 s) und für das Intervall zwischen 140 bis 180 km/h gibt BMW 2,4/2,6 s (RR: 2,6/2,8 s) an.

Winglets für die Verkleidung

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Potential sahen die Entwickler auch bei der Aerodynamik. Um mehr Abtrieb zu generieren steigt nun auch BMW in die Winglet-Spiele ein. Links und rechts wachsen aus der Seitenverkleidung der BMW M 1000 RR Karbon-Flügel im U-Format. Die sollen bei 300 km/h satte 16,3 Kilogramm (13,4 kg vorn und 2,9 kg hinten) Abtrieb bringen. Etwas höher wurde die Windschutzscheibe. Neu sind auch die optimierte Upside-Down-Gabel sowie das überarbeitete Zentralfederbein mit blauer Feder und Full Floater Pro Kinematik. Insgesamt soll die Fahrwerksauslegung mit geänderter Geometrie, optimierter Radlastverteilung und erweiterter Justierbarkeit des Schwingendrehpunktes noch weiter auf den Rennstreckeneinsatz zugeschnitten sein. So wurde der Lenkkopfwinkel gegenüber der RR etwas flacher auf nun 66,4° gestellt. Der Offset der Gabelbrücken wurde um drei mm auf jetzt 26,5 mm reduziert. Entsprechend verlängerte sich der Nachlauf von 93,9 mm bei der RR auf 99,8 mm bei der M RR. Gleichzeitig erfolgte eine Verlängerung des Radstands auf nunmehr 1.457 mm. Die Länge der neuen, einteiligen Hinterradschwinge mit Unterzügen beträgt 618,3 mm (RR: 606,6 mm).

Zu den weiteren Features zählen neue, mit Nissin entwickelte, blau eloxierte M-Bremsen mit fünf mm dicken 320er-Scheiben sowie Karbonräder. Das TFT-Display im Cockpit wurde lediglich um eine M-Startanimation sowie eine Schnittstelle für den Datentransfer erweitert.

Viel Zubehör und 5 kg weniger Gewicht

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Wer immer noch nicht genug (Geld ausgegeben) hat, kann sich zusätzlich noch das M Competition-Paket ordern. Damit wandern weitere Softwarepakete, Karbon- und Alu-Frästeile, eine leichtere Schwinge sowie die wartungsfreie Kette an die BMW M 1000 RR. Ach ja, ein Soziuspaket inklusive Höckerabdeckung ist auch noch dabei. Und wenn wir schon bei den Komfortfeatures sind: Mit an Bord sind ein Tempomat, Heizgriffe und eine USB-Steckdose. Weniger gibt es beim Gewicht: Die M 1000 RR ist mit 192 Kilogramm fahrfertig fünf Kilogramm leichter als die S 1000 RR.

Vorne wandern die Blinker in die Spiegelgehäuse. Am Heck wurden die Rückleuchte und die Blinker kombiniert – so lassen sich in beiden Fällen die Beleuchtungselemente leicht für den Renneinsatz abnehmen.

Ab 32.168 Euro

Die neue M RR ist gemäß des FIM-Reglements für die FIM Superstock Klasse sowie die FIM Superbike-Weltmeisterschaft homologiert und wird in der für die Weltmeisterschaft geforderten Mindeststückzahl von 500 Einheiten sowie darüber hinaus gefertigt werden. Als Preis nennt BMW 32.168 Euro plus 390 Euro Nebenkosten. Es bleibt auch bei der M 1000 RR bei drei Jahren Garantie sowie Inspektionsintervallen von 10.000 Kilometer.

Fazit

BMW schärft sein Superbike weiter nach. Die neue M 1000 RR dient als Homologationsmodell nicht nur für die Superbike-WM. Dafür fällt der Preis mit 32.168 Euro recht moderat aus.

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