IDM Superbike 1000  Nürburgring Julian Puffe 19 Ilya Mikhalchik 1 Dino Eisele

IDM Superbike am Nürburgring

Julian Puffe erobert die Spitze zurück

Julian Puffe erobert am Rennwochenende am Nürburgring die Superbike-Spitze zurück, aber Ilya Mikhalchik tanzt den Hopak am Nürburgring.

Mehr als 124.000 Zuschauer feierten die IDM Superbike 1000 am Wochenende (20./21.7.) im Rahmen des ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring. Deutschlands höchste Klasse im Motorradstraßenrennsport revanchierte sich mit einzigartigen Positionskämpfen in beiden Wertungsläufen und einem neuen Spitzenreiter in der Gesamtwertung.

Brisantes Duell zwischen Mikhalchik und Puffe

Beim ersten Rennen standen die Fahrer von drei verschiedenen Marken auf dem Siegerpodest: BMW, Kawasaki, Yamaha. Ilya Mikhalchik und Polesetter Julian Puffe (beide alpha Racing-Van Zon-BMW) hatten sich an der Spitze abgesetzt. Der 23-jährige Schleizer übernahm zunächst die Führungsarbeit. Als ihm in der Kurzanbindung des Nürburgrings das Vorderrad leicht einklappte, zog der IDM-Titelverteidiger aus der Ukraine an Puffe vorbei.

Das brisante Duell – Mikhalchik und Puffe trennte vor dem Rennen ein einziger Punkt in der Gesamtwertung – endete vorzeitig in der 16. Runde. Mikhalchik rollte aus: technischer Defekt an der S 1000 RR. Er musste zusehen wie Puffe siegte, die Meisterschaftsführung übernahm und einen 24-Punkte-Vorsprung errang.

2. Platz für Kawa, 3. Platz für Yamaha

IDM Superbike 1000  Nürburgring Julian Puffe 1 Marc Moser 3 Erwan Nigon
Dino Eisele
Die IDM Superbike 1000-Fahrer (v.l.n.r.) Julian Puffe auf BMW (Platz 1), Marc Moser auf Yamaha (Platz 3) und Erwan Nigon auf Kawasaki (Platz 2) auf dem Nürburgring im Rahmen des Truck GP.

Erwan Nigon (Kawasaki Weber-Motos Racing) fuhr dahinter ein einsames Rennen, hatte eine große Lücke nach vorn und viel Luft nach hinten. Es war der vierte Podiumserfolg für die Grünen in diesem Jahr. Dritter wurde Marc Moser (MGM Racing Performance, Yamaha). Der 25-Jährige hatte zum Saisonbeginn Podestplätze angekündigt, war aber bisher vom Pech verfolgt. Dass ihn der dritte Platz gleichzeitig in die Top Ten der IDM Superbike 1000 brachte, fühlte sich für ihn an wie ein Befreiungsschlag. Moser hatte im spannendsten Fight des Laufes gesteckt, in dem sich desweiteren Alex Polita (Holzhauer Racing Promotion, Honda), Jan Mohr (BCC Racing Team, BMW) und Toni Finsterbusch (Suzuki Mayer) beharkt hatten. Keine Runde kam ohne Positionswechsel aus.

Im Sonntagsrennen Mikhalchik vor Puffe

Im Sonntagsrennen schlug Ilya Mikhalchik zurück. Er siegte vor seinem Teamkollegen Julian Puffe. Der Ukrainer verkürzte damit den Rückstand zum Deutschen auf 19 Punkte. Der 22-Jährige ließ sich in der Auslaufrunde von seinen Kontrahenten und den Fans ausgelassen feiern. Mikhalchik tanzte den Hopak, einen ukrainischen Volkstanz. Der dritte Mann auf dem Podium war mit Erwan Nigon kein Unbekannter. Der Franzose verteidigte damit seinen dritten Platz in der Tabellenwertung.

Vierter wurde Alessandro Polita (HRP Honda). Auf Position fünf sah Marc Moser die schwarz-weiß-karierte Flagge. Der Yamaha-Fahrer musste eine Aufholjagd starten. Zu Beginn des Rennens waren vor ihm zwei Fahrer gestürzt, Moser musste in einem großen Bogen ausweichen, was ihn bis auf die drittletzte Position zurückwarf.

Alle Bedenken haben sich zerstreut

Der Auftritt der IDM Superbike 1000 gehörte zu den Highlights im Rahmen des 34. Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix. Die Motor Presse Stuttgart als IDM-Veranstalter und die Truck-GP-Organisation feierten eine gelungene Premiere. „Es hat alles reibungslos geklappt. Die Strecke wurde für unsere Fahrer mit größtem Aufwand immer hervorragend präpariert. Alle Bedenken, die im Vorfeld hinsichtlich der Befahrung des Rings durch die Renn-Trucks geäußert wurden, haben sich zerstreut. Die Superbiker haben sich für eine Wiederholung der Kooperation ausgesprochen, falls die Möglichkeit besteht“, sagt IDM-Serienmanager Normann Broy.

Bereits am nächsten Wochenende (26. bis 28. Juli 2019) gastiert die IDM auf dem Schleizer Dreieck, dann wieder mit allen Prädikatsklassen und drei Cups im Rahmenprogramm.

Alles Infos zur Serie unter www.idm.de

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