BMW-Patent Kabinenroller Elektroroller mit Dach BMW
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BMW-Patent Kabinenroller Elektroroller mit Dach 11 Bilder

BMW-Patent: Kabinenroller und Freizeit-Bike dank abnehmbarem Dach

BMW-Patent für neues Hybridfahrzeug Kabinenroller und Freizeit-Bike in einem

Vom europäischen Patentamt wurden Zeichnungen veröffentlicht, die einen BMW-Elektroroller mit abnehmbarem Dach, Sicherheitsgurten sowie Airbags zeigen.

Roller mit Dach – kommt euch bekannt vor? Klar, der unvergessene BMW C1 schiebt sich da sofort ins Bild. Dabei wurde er gerade mal drei Jahre gebaut, von 2000 bis 2003. C1 könnte ein neuer BMW-Kabinenroller aber nicht heißen, da BMW den Namen im Jahr 2004 an den Automobilhersteller Citroën verkaufte, der seinen Kleinwagen so nennt. Schade, denn C1 Evolution könnte gut passen – als Verweis auf den C1 und den C Evolution. Es liegt nämlich nahe, dass sich das Konzept – wenn es denn je realisiert wird – für Chassis, Akkus und Antrieb am Teileregal des C Evolution bedient.

Dachkonstruktion aus Karbon

Die veröffentlichten Informationen zum aktuellen BMW-Patent verraten schonmal, dass ein möglicher neuer Kabinenroller mit einem Dach aus Kohlefaser und einer Plattform aus Aluminium ausgestattet sein könnte. Zwei Karbonbögen bilden die Hauptstruktur des Dachs. Sie verlaufen ungefähr von Fußhöhe des Fahrers über seinen Kopf und münden an einer schwenkbaren Aufhängung hinter dem Fahrer. Karbon bietet hohe Steifigkeit bei minimalem Gewicht, kostet aber auch wesentlich mehr als Aluminium.

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Könntet ihr euch vorstellen, ein derartiges Hybridfahrzeug zu nutzen?
Klar, unter der Woche zum Pendeln – gut geschützt, auch gegen Wind und Wetter. Und am Wochenende ohne Sicherheitszelle für eine Ausfahrt.
Auf gar keinen Fall. Lieber mit Helm und ohne Airbags, Wetterschutz etc. auf dem Bike – egal ob zur Arbeit oder auf Landstraßentour.

Antrieb des BMC C Evolution

Der damalige C1 hatte ein Alu-Dach und bringt 185 Kilogramm Leergewicht auf die Waage, womit der 125er-Einzylinder mit 15 PS und 110 km/h Höchstgeschwindigkeit etwas überfordert war. Der Nachfolger C1 200 mit 176 cm³ Hubraum und fast 18 PS verbesserte zwar die Beschleunigungswerte, die Höchstgeschwindigkeit stieg aber nur auf 112 km/h. Der bei BMW derzeit erhältliche E-Großroller C Evolution stellt 48 PS bereit, fährt bis zu 129 km/h schnell und kommt auf 160 Kilometer Reichweite. Das wären also schon mal brauchbare Leistungsdaten.

ElektrorollerBMW C-Evolution
Hersteller

Abnehmbares Dach

Die gesamte Dachkonstruktion soll einfach abzunehmen sein – inklusive Winglets, Sicherheitszelle mit Airbags, Vierpunktgurt, Rückenlehne und Windschutzscheibe. Es scheint, als ob BMW mit diesem Entwurf ein Fahrzeugkonzept verfolgt, dass beispielsweise unter der Woche die Bedürfnisse eines Pendlers erfüllen und am Wochenende für eine Ausfahrt möglichst einem ganz normalen Motorrad ähneln soll – wenn auch elektrisch.

Knautschzone, Sicherheitsgurt, Airbags

Vertikal sehen die Patentzeichnungen vier Knautschzonen von mehreren Zentimetern vor, und zwar durch die Halterungen des Karbondachs vorn und hinten (siehe Fig. 3, gestrichelte Linien bei den Ziffern 40).

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Die Skizzen sehen 4 Knautschzonen vor, die so konzipiert sind, dass sie Aufprallenergie absorbieren und nach einem Aufprall leicht austauschbar sind.

Ein Vierpunktgurt soll den Fahrer im Falle eines Aufpralls im Sitz halten, so dass die Airbags in den Seitenwänden der Kabine, den Fahrer wirksam schützen können. Die Airbags sollen je Seite von den Hüften bis nach oben zur Schulter und bis zu den Ellenbogen nach vorne reichen. Der verstärkte Rückenbereich an der abnehmbaren Kabine soll die Wirbelsäule bei einem Heckaufprall schützen, zusätzlich sind aufblasbare Polster in diesem Bereich vorgesehen.

Winglets gegen Seitenwindempfindlichkeit

Die Dachkonstruktion sorgt zwar für mehr Schutz vor Verletzungen bei einem Unfall sowie vor Wind und Regen, aerodynamisch – vor allem bei Seitenwind – sorgt sie aber für Herausforderungen.

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4 bewegliche Winglets an der Dachkonstruktion sollen für Stabilität trotz Seitenwind sorgen.

Hierfür sieht BMW in den Patentzeichnungen vier bewegliche Winglets vor: In Verbindung mit einem elektronischen Stabilitätssystem sollen zwei Winglets vorne und zwei hinten für Abtrieb sorgen. Gleichzeitig könnten sie wie das Querruder an einem Flugzeugs wirken. Die kleinen, beweglichen Bauteile würden sich ständig so ausrichten, dass sie den Kippkräften entgegenwirken, die durch die Seitenwinde erzeugt werden, und so das Fahrzeug stabilisieren.

Und was ist mit einem Sozius?

Beim C1 war die Mitnahme eines Sozius zwar möglich, allerdings nur in der Theorie. Der Mitfahrer musste außerhalb, beziehungsweise hinter der Kabine Platz nehmen. Und dann natürlich auch einen Helm tragen. Von dieser Mitnahmemöglichkeit haben wohl die wenigsten Gebrauch gemacht. Die aktuellen Zeichnungen lassen darauf schließen, dass bei diesem Kabinenfahrzeug kein Plätzchen für einen Mitfahrer vorgesehen ist und schon gar keines, das sich innerhalb der Sicherheitszelle befindet. Anders könnte es aber aussehen, wenn das Dach entfernt wird. Auf dem "ganz normalen" Freiluft-Bike könnte dann schon Platz für einen Sozius sein.

Fazit

BMW meint es offensichtlich ernst mit dieser Idee. Das erste Patent hierzu wurde 2019 angemeldet, hierbei handelt es sich um ein abnehmbares Dach für den Elektroroller C Evolution. 15 neue Patentdokumente zeigen, dass sich das Konzept seitdem aber noch erheblich weiterentwickelt hat.

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