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Energica Experia: elektrisches Tourenbike

Energica Experia Neues E-Adventurebike für 30.000 Euro

Energica stellt mit der Experia nicht nur ein neues Modell vor, sondern eine komplett neue Technik. Motor, Akku, Chassis sind frisch entwickelt.

Leichter, fahrbarer und ausbalancierter soll sie sein, die neue Experia von Energica. Dazu wurde das bekannte Stahlchassis durch einen Hybriden aus Stahlrohren und Aluplatten ersetzt, der EMCE-Motor überarbeitet und die Zellchemie der Batterie neu gemischt. Herausgekommen ist die sogenannte Green-Tourer-Plattform, die Komfort, Kraft und Reichweite optimal und umweltfreundlich verbinden soll.

Energica Experia

Zwischen 208 und 420 Kilometer soll der neue Akku mit 22,5 kWh-Kapazität die Energica Experia bringen. Im Modus Extra-Urban sollen es 208, kombiniert sollen 256 Kilometer drin sein, nach dem WMTC-Standardtest 222 und in der Stadt sogar 420 Kilometer. Diese Zahlen decken sich recht gut mit den bekannten Reichweiten der aktuellen EsseEsse9+. Völlig andere Zahlen stehen im Kapitel Motor: Der Antrieb der Experia basiert auf dem neuen EMCE-Motor, leistet im neuen Modell reduzierte 60-kW-Dauerleistung (80 PS), 75-kW-Spitzenleistung (101 PS) und produziert so im Vergleich 20 Kilowatt weniger als in den bekannten Modellen von Energica. Dabei drückt der Motor immer 115 Drehmoment und damit 85 weniger als die großen Motoren des Hauses. Vorteil der verringerten Leistung ist ein niedrigeres Gewicht des Motors. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 180 km/h abgeriegelt.

Leider doch nicht leichter

Der neue Motor und das neue Chassis sollen Gewicht sparen. Auf dem Papier gelingt das nicht: 260 Kilogramm stehen nicht nur bei der Experia, sondern auch bei der EsseEsse 9+ im Datenblatt. Jedoch: Die Experia hat einen größeren Akku (+1 kWh), kommt in der Launch-Edition mit komplettem Kofferset und Haltern, hat eine Verkleidung die Wetterschutz verspricht, eine Griffheizung, einen Hauptständer und viel Platz für zwei. Auf das Naked Bike EsseEsse heruntergebrochen, würde die mit dem Chassis und Antrieb der Experia einige Kilo weniger wiegen. Die Zuladung nennt Energica nicht.

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Neues Chassis, neues Fahrwerk

Das Chassis der Experia ist eine Neukonstruktion. Anstatt einen kompletten Stahlrohrrahmen wie bisher zu verwenden, setzt Energica auf einen Hybrid aus Stahlrohr und Aluplatten. Der Motor sitzt deutlich tiefer im Rahmen, die Aluschwinge ist mit einer Umlenkung an das Zentralfederbein geschraubt und die untere Umlenkung ist wie der Hauptständer im Motorgehäuse gelagert. Die Federelemente selbst bieten den straßenorientierten 17-Zoll-Rädern je 150 Millimeter Federweg, stammen von ZF Sachs und sind einstellbar (vorne voll, hinten Vorspannung und Zugstufe). Die Alufelgen sind mit dem Pirelli Scorpion Trail II bezogen, die Dimensionen sind mit 120/70 vorn und 180/55 hinten fern von exotisch.

Frische Elektronik

Neben dem Akku und Motor hat Energica die Bordelektronik der Experia stark überarbeitet. Neue schräglagenabhängige Systeme kommen von Bosch und über ein neues 5-Zoll-TFT-Display werden alle Funktionen sowie Parameter überwacht. Insgesamt sieben Fahrmodi stehen bereit, drei davon kann der Fahrer selbst zusammenstellen, zusätzlich kann er die Motorbremse und damit die Rekuperation vierfach einstellen.

Fahrbericht Energica Ribelle RS EMCE 2021
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Schneller Laden

Bis zu 24 Kilowatt Ladeleistung verkraftet der Akku an Gleichstrom-Säulen per CCS-Stecker, der Onboard-Lader schafft bei 230 Volt drei Kilowatt Ladeleistung. Die Ladezeit am Schnelllader beträgt laut Energica nur 40 Minuten von 0 auf 80 Prozent.

Preise und Verfügbarkeit

Für 30.450 Euro kann die neue Experia als Launch Edition ab sofort vorbestellt werden, ausliefern will Energica ab dem Herbst 2022. Bisher ist nur eine Farbvariante in Bormio Ice zu haben.

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Fazit

Energica markiert mit der Experia nicht nur den Einstieg in ein neues Segment, sondern legt mit der neuen Plattform gleich ein frisches Fundament. Neues Chassis, überarbeiteter, schwächerer Motor und ein neuer Akku sollen zukünftige Modell antreiben.

Auf dem Papier wiegt die Experia zwar so viel wie die bekannte EsseEsse 9+, bietet allerdings viel mehr Ausstattung nebst Koffern und einen größeren Akku.

Knapp über 30.000 Euro kostet die neue Experia, die ab Herbst 2022 zu den Kunden kommen soll.

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