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Tork Kratos: Innovatives Elektromotorrad aus Indien

Tork Kratos Elektromotorrad aus Indien Neue Premium-Variante und Update für R-Version

Mittelmotor mit Axial-Fluss ist für A1-Elektromotorräder ein aufwändiger Weg. Tork geht diesen Weg, weg von rumpeligen Radnabenmotoren. 2023 bekommt die Basis-Version ein Update und eine Premium-Version zur Seite gestellt.

Tork Kratos R und Tork Kratos X Tork
Tork Kratos
Tork Kratos
Tork Kratos
Tork Kratos 7 Bilder

Das ist neu: Tork baut sein Elektro-Leichtkraftrad Kratos nicht wie üblich mit einfachem Radnabenmotor auf. Die Inder setzen auf einen Mittelmotor. Diese Bauweise nutzen Zero und Energica für ihre Premium-Stromer. Mit der Wahl eines Axialfluss-Motors setzen die Inder noch eins drauf.

Axialfluss-Motor

Diese nicht sehr verbreitete Bauweise für permanent erregte Elektromotoren senkt durch ihren Aufbau die Baugröße des Gehäuses in der Länge, weg vom Zylindrischen. Dafür wächst der Durchmesser. Die Vorteile des Motors sind: schmale Bauweise und schnelles Ansprechen. Das Drehmoment ist höher als bei Radialfluss-Motoren, durch den größeren Durchmesser des Rotors. Weiterhin ist die Kühlung einfacher gestaltet. Ein zukünftig wohl wichtiges Kriterium des Axialfluss-Motors sind die niedrigeren Drehzahlen, die der Motor für seine Leistung braucht – das dürfte für zukünftige Geräuschgrenzwerte bei Elektrofahrzeugen nicht unerheblich sein. Klingt nach der elektrischen Wattmilchsau. Leider ist die Höchstleistung der Motoren durch die geringe Drehzahl nicht so hoch wie bei vergleichbaren Radialfluss-Motoren. Weiterhin erzeugt der große Rotor ein gewisses Schwungmoment. Trotzdem: für Zweiräder keine schlechte Wahl. In Autos kommt der Axialfluss-Motor als Booster oder Zusatzmotor immer öfter zum Einsatz.

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Tork Kratos R

Eingebaut ist der Motor in die Tork Kratos R – in interessant gestyltes Naked Bike für den indischen Markt. Gespeist von einem Akku mit 4 kWh-Kapazität und Rundzellen in 21700-Bauweise soll die Kratos 105 km/h schnell werden und bis zu 180 Kilometer weit kommen. Es gibt zwei Leistungsversionen, einmal mit 7,5 Kilowatt Spitzenleistung und eine mit 9 kW, mit je 38 Nm Motordrehmoment. Abgerufen werden kann die Leistung in drei Fahrmodi. Zum Rangieren der 150 Kilo Gewicht gibt es einen Rückwärtsgang. Die Bordelektronik ist modern mit LED-Beleuchtung, Diebstahlschutz, Bluetooth, Over-the-Air-updates und Fahranalyse. Die Tork Kratos soll in Indien umgerechnet 1.500 Euro kosten.

Update Kratos R für 2023

Gerade einmal ein Jahr nachdem die Tork Kratos R auf den Markt kam, spendiert der indische Elektromotorrad-Hersteller ihr ein Update. Die augenscheinlichste Änderung ist wohl der Akkublock, der nun Schwarz statt Silber trägt. Außerdem stattet Tork die Kratos R zum Modelljahr 2023 mit einem Schnellladeanschluss aus, sodass das E-Motorrad seinen 4 kWh-Akku innerhalb einer Stunde zu 80 Prozent aufladen können soll. Weitere Änderungen betreffen das Cockpit, in dem ab 2023 ein eckiger und größerer Bildschirm prangt.

Tork Kratos X – neue Premium-Variante

Neuer Motor mit optimierter Leistungsabgabe und mehr Drehmoment – das dürfen wir von der Premium-Version Tork Kratos X erwarten. Das Cockpit verfügt über einen 7-Zoll-TFT-Bildschirm mit Android-Konnektivität und Navigationsfunktion. Die Möglichkeit zum Schnellladen bietet die Tork Kratos X natürlich ebenso, zudem kommt sie im Gegensatz zur Basis-Version mit einer leichteren Alu-Schwinge. Leistungsdaten gab Tork bislang nicht bekannt.

Laut Tork können Interessenten die Elektromotorräder ab dem 2. Quartal 2023 bestellen, die ersten Einheiten sollen dann im Juni 2023 ausgeliefert werden.

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Ein kleines, wendiges Elektromopped macht bestimmt Spaß.
Gar keins.

Fazit

Oha, nicht die übliche Einfachbauweise mit Radnabenmotor. Die Tork Kratos setzt auf einen elektrischen Mittelmotor und dann auch noch in der recht neuen, exotischen Axialflussbauweise. 9 Kilowatt Spitzenleistung und 180 Kilometer Reichweite verspricht die indische Company, und das für nur umgerechnet 1.500 Euro für das Basismodell (2022).

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