Honda CB 250 SS Concept: Neuer 250er-Scrambler für 2027 in China

Honda CB 250 SS Concept
Neuer 250er-Scrambler für 2027 in China

ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.09.2026
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Auf der Chongqing Motorcycle Show in China enthüllte Honda die CB 250 SS Concept. Der Scrambler kombiniert klassische Honda-Optik mit moderner Fahrwerkstechnik und einem flüssigkeitsgekühlten Einzylindermotor. Nach aktuellem Stand soll die Serienversion 2027 zuerst in China auf den Markt kommen.

Noch trägt das Modell den Zusatz "Concept". Doch vieles an der ausgestellten Maschine deutet auf ein seriennahes Modell hin. Die konventionelle Konstruktion und die alltagstaugliche Ausstattung sprechen dafür, dass die CB 250 SS tatsächlich in Produktion gehen könnte.

Klassische CB-Optik mit Scrambler-Details

Das Design der Honda CB 250 SS orientiert sich klar an Hondas klassischer CB-Reihe. Typische Merkmale sind:

  • runder Scheinwerfer
  • tropfenförmiger Tank
  • gerippte Sitzbank (Tuck-and-Roll-Stil)
  • weiß-rote Lackierung
  • großer Honda-Schriftzug
  • kompakte, aufrechte Sitzposition

Gleichzeitig zeigt die Honda CB 250 SS Offroad-Anleihen: grobstollige Reifen, Motorschutz, hochgezogener Auspuff und eine robuste Linienführung.

Honda positioniert die CB 250 SS als unkompliziertes Einstiegs- und Spaßmotorrad. Sie soll leicht zugänglich sein, eigenständig wirken und vor allem junge Fahrerinnen und Fahrer ansprechen.

Japanische Zweiradklassen und die Shaken-PrüfungDie 250-cm³-Grenze ist in Japan als "nijūgo" beziehungsweise "250er-Klasse" bekannt und spielt bei der Auswahl und Zulassung von Motorrädern eine wichtige Rolle. Denn: Motorräder bis einschließlich 250 cm³ sind in Japan grundsätzlich von der regelmäßigen Hauptuntersuchung, der sogenannten Shaken, befreit; darüber ist sie erforderlich.
Zur Shaken gehören außerdem die nötige Haftpflichtversicherung sowie verschiedene Gebühren und Abgaben. Die eigentliche Prüfung ist deshalb nicht mit einer einfachen Hauptuntersuchung in Deutschland gleichzusetzen.

Honda CB 250 SS mit 249-cm³-Einzylinder

Ein flüssigkeitsgekühlter Einzylindermotor mit 249 cm³ Hubraum treibt die Honda CB 250 SS an. Das Aggregat basiert vermutlich auf Hondas bestehender 250er-Technik und ähnelt den Motoren der Rebel 250 oder CRF 250 L.

Leistungs- und Drehmomentdaten veröffentlichte Honda noch nicht. Auch Angaben zu Gewicht, Höchstgeschwindigkeit und Verbrauch fehlen bislang.

Der Einzylinder passt jedoch gut zum Konzept: Er verspricht eine einfache Leistungsentfaltung, niedrige Betriebskosten und genug Reserven für Stadt, Landstraße und gelegentliche Ausflüge auf unbefestigte Wege.

Moderne Fahrwerkstechnik

Trotz Retro-Optik setzt die Honda CB 250 SS auf moderne Fahrwerkstechnik. Vorn arbeitet eine Upside-down-Gabel, hinten ein Zentralfederbein mit Umlenkung.

Die Kombination aus Stahlrahmen, moderner Federung und kompakter Bauweise soll ein agiles Handling ermöglichen. Besonders im Stadtverkehr dürfte die Honda CB 250 SS von ihren überschaubaren Abmessungen und dem vermutlich geringen Gewicht profitieren.

Ob alle gezeigten Komponenten in die Serie übernommen werden, bleibt offen. Bremsen, Instrumente, Beleuchtung und Reifen könnten sich bis zur Homologation noch ändern.

Vergleich Honda GB 350 S, Royal Enfield HNTR 350 und Kawasaki Meguro S1

Serienstart 2027 in China

Nach aktuellem Stand soll die Honda CB 250 SS im Frühjahr 2027 in China auf den Markt kommen. Wuyang Honda, ein chinesisch-japanisches Gemeinschaftsunternehmen und Hondas Motorradpartner in China, gilt als lokaler Partner.

Dass das Modell auch nach Europa kommt, ist unwahrscheinlich. In Deutschland steht für Einsteiger und Fans kleinerer klassisch anmutender Motorräder die Honda GB 350 S bereit, die mit 4.080 Euro zzgl. 629 Euro Nebenkosten in der Preisliste steht. Sie kommt mit einem langhubigen luftgekühlten Einzylinder, der aus seinen 348 Kubik mehr Schub generieren dürfte, als die 250er: 21 PS bei 5.500/min und 29 Nm bei 3.000/min liegen an. Die Farbgebung der Honda CB 250 SS Concept, mit weißem Tank, knalligem Streifen und brauner Sitzbank stünde der bisher nur einfarbig erhältlichen GB 350 S allerdings auch hervorragend.

Fazit