MotoGP 2019 in Deutschland

Es geht weiter am Sachsenring

Tolles Rennen, begeisterte Zuschauer: Jonas Folger hetzt Marc Márquez

Noch am Freitag, den 13. Juli 2018 sah es gar nicht gut aus für die Fortführung des Deutschland-Grand-Prix auf dem Sachsenring. Doch am Sonntag gab es Entwarnung.

Die Misere hatte schon im Jahr 2017 begonnen. Nach dem Minus in der Kasse von Veranstalter SRM durch den Zuschauerrückgang konnte SRM die mit der ADAC vereinbarte Bankbürgschaft für die Austragung 2019 nicht termingerecht aufbringen. Also kündigte der ADAC, der die Rechte von der Dorna am Deutschland-GP hat, am 25. Mai den Vertrag. Noch schlimmer wurde aus München vorletzte Woche verlautbart, dass der Große Preis von Deutschland 2019 nicht mehr auf dem Sachsenring stattfinden wird.

Sachsenring in Deutschland alternativlos

Damit war Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta gar nicht einverstanden. Zu gut kann er sich noch an die Zeiten der Zuschauermiseren auf dem Nürburgring und dem Hockenheimring erinnern. Und von anderen Veranstaltungen in Deutschland weiß er, dass sich die Lage in den 20 Jahren, in denen der Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring stattfindet, im restlichen Deutschland nicht gebessert hat.

Foto: 2snap
Marc Marquez und Jonas Folger beim MotoGP am Sachsenring 2017.
Marc Marquez und Jonas Folger beim MotoGP am Sachsenring 2017.

Dass der deutsche GP nur auf dem Sachsenring eine solch treue und euphorische Fangemeinde anlockt und nur so neben den Klassikern wie Assen oder Brünn bestehen kann, ist auch den Dorna-Verantwortlichen und der Motorradindustrie klar geworden. Und das wurde bei einem Meeting mit den Vertretern des ADAC deutlich zum Ausdruck gebracht.

Am Sonntag, den 15. Juli 2018 erschien gar Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Sein Auftritt erntete viel Beifall, doch die erhoffte Regierungsgarantie für die Austragung in den nächsten Jahren versprach er dann doch nicht. Aber Kretschmer sagte, dass seine Regierung alles tun werde, damit der Grand Prix auf dem Sachsenring bleibt. Dass er dahin gehört, darüber sind sich bis auf einige wenige alle einig.

Investor will einsteigen

Am Montag (16.7.2018) teilte der Frankfurter Geschäftsmann Matthias Moser mit, er wolle drei Viertel der Anteile der SRM übernehmen, meldet der MDR. Moser erhofft sich durch die Privatisierung der SRM bessere öffentliche Fördermöglichkeiten. Die SRM ist eine kommunale GmbH. Ihre Gesellschafter sind die Städte Hohenstein-Ernstthal und Oberlungwitz, die Gemeinden Gersdorf und Bernsdorf und der Landkreis Zwickau.

Als Bedingung für seinen Einstieg nennt der Hesse einen Vertrag mit der MotoGP-Rechteinhaberin Dorna, so der MDR weiter. Diesen könnte der ADAC abschließen, was Moser bevorzugen würde. Die SRM könnte aber auch selbst einen Vertrag mit der Dorna abschließen. Bisher ist der ADAC Vertragspartner der Dorna.

Als Grund für sein Engagement nennt Moser seine Rennsportbegeisterung und seine Verbindung zum Sachsenring.

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