Triumph Scrambler 1200 (2019)

Mit 90 PS auch fit fürs Gelände

Mit Individualisierungs-Kits (hier der Extreme-Kit)soll die Scrambler noch eigenständiger werden.
Triumph hat die neue Scrambler 1200 vorgestellt.Neben der mehr straßenorientierten XC-Version wird es auch die offroadigere Variante XE geben.Der 1200er-Twin in der Scrambler leistet 90 PS und 110 Nm.Mit Individualisierungs-Kits (hier der Extreme-Kit)soll die Scrambler noch eigenständiger werden.
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Mit der Street Scrambler hat der britische Motorradhersteller Triumph schon einen Scrambler im Programm. Jetzt wurden die neuen Modelle Scrambler 1200 XC und XE vorgestellt.

Bislang wenden sich die Briten ausschließlich mit der Street Scrambler an die Scrambler-Fans. Die setzt auf den bekannten Twin mit 899 cm³ und bringt 55 PS an den Start. Die Kundschaft hat aber schon immer nach etwas mehr Hubraum und Leistung gelechzt. Diese Wünsche wurden erhört.

Triumph Scrambler 1200 mit 90 PS

In London haben die Briten jetzt die Modelle Scrambler 1200 XC und XE enthüllt. Die XE zeigt sich stärker geländeorientiert, die XC neigt mehr zum Straßeneinsatz. Beide setzen auf einen für dieses Modell weiterentwickelten, flüssigkeitsgekühlten 1.200 cm³ großen Twin mit 90 PS und 110 Nm Drehmoment, ein aufwändig konstruiertes Geländefahrwerk sowie eine zeitlos-stilvolle Scrambler-Optik. Die maximale Leistung des Zweizylinders soll bei 7.400 Touren anliegen, das maximale Drehmoment steht ab 3.940/min betreit. Geschaltet wird per Sechsgang-Getriebe. Den passenden Sound steuert eine hochgelegte Doppelrohr-Auspuffanlage aus Edelstahl bei.

Das Fahrwerk setzt auf ein 21 Zoll großes Vorderrad, das von einer voll einstellbaren Showa-Upside-Down-Gabel geführt wird. An der aus Aluminium gefertigten Hinterradschwinge sind voll einstellbare Öhlins-Dämpfer mit Ausgleichsbehälter montiert. Die Speichenräder mit seitlich geführten Speichen der Scrambler 1200 sind für den Einsatz von Schlauchlosreifen der Größen 90/90-21 und 150/70 R17 konzipiert. Stopp-Power liefert am Vorderrad eine 320er Doppelscheibenanlage mit radial angeschlagenen Doppelkolbenzangen vom Typ Brembo M50. Hinten kommt eine 255er Disc mit Doppelkolben-Schwimmsattel zum Einsatz.

Foto: Triumph
Die Triumph Scrambler 1200 XC zeigt sich straßenorientierter.
Die Triumph Scrambler 1200 XC zeigt sich straßenorientierter.

Unterschiede XE zu XC

Wer sich für die Triumph Scrambler 1200 entscheidet steht immer noch vor der Wahl zwischen XE- und XC-Variante. Die XE bietet gegenüber der XC, abgesehen vom geringfügig abweichenden Design, längere Federwege an beiden Rädern. Hier stehen 250 gegen 200 mm Federweg. Auch die Gabel der XE ist mit 47 mm zwei mm dicker als die der XC. Zudem trägt die XE eine längere Hinterradschwinge (XE 579 mm/XC 547 mm) sowie den zusätzlichen Fahrmodus "Off-Road Pro" und ein abschaltbares Kurven-ABS (XC: abschaltbares ABS). Weitere XE-Extras sind ein Bremshebel mit einstellbarer Übersetzung, eine Schnellverstellung am Bremspedal, Heizgriffe und Handschützer mit Aluminiumschutzbügeln, ein silberner Lenker sowie eine goldfarbene Gabel.

Beim Trockengewicht differieren beide um 2 kg, wobei die XC mit 205 kg die Nase knapp vorne hat. Die XE übertrifft die XC auch bei der Sitzhöhe mit 870 zu 840 mm. Auch die Lenkerbreite ist mit 905 mm etwas größer (XC: 840 mm)

Foto: Triumph
Scrambler mit Extreme-Kit.
Scrambler mit Extreme-Kit.

Breites Individualisierungsangebot

Beim Design setzten die neuen Scrambler-Modelle natürlich auf einen Scrambler-Look. Dazu gehören unter anderem ein neu geformter 16-Liter-Tank mit Alu-Klapptankdeckel und Edelstahltankband, eine klassisch geformte Sitzbank sowie Schutzbleche und Startnummerntafeln aus gebürstetem Aluminium.

Darüber hinaus hält Triumph über 80 Anbauteile bereit, mit denen sich die Scrambler-Modelle weiter individualisieren lassen. Zu den Off-Road-Accessoires gehören unter anderem ein hochgelegtes Frontschutzblech, Motorschutzbügel aus Edelstahl sowie ein Scheinwerfergitter. Upgrades in Sachen Style und Praxiswert wären beispielsweise das Bluetooth-Modul, Arrow-Schalldämpfer, ein Set zum Versetzen der Blinker, eine Lenkerstrebe oder das Startnummernschild. Als Zubehör für längere Ausfahrten und den Alltagsgebrauch liegen im Zubehörregal Packtaschen oder eine Tanktasche im Used-Look oder ein Roll-Bag mit 30 Litern Fassungsvermögen bereit.

Zusätzlich hat Triumph zwei Inspiration-Kits zusammengestellt. Mit dem Escape-Kit wird die 1200er zum Adventure-Tourer, mit dem Extreme Kit zum abgespeckten Offroader.

Umfangreiche Grundausstattung

Zur Serienausstattung der Scrambler-Modelle zählen bereits ein TFT-Display im Cockpit, sechs verschiedene Fahrmodi, fünfstufige Traktionskontrolle, ABS, LED-Beleuchtung, beleuchtete Lenkerschalter, Tempomat, schlüsselloses Fahrberechtigungssystem, USB-Ladebuchse sowie ein Steuerungssystem für GoPro-Kameras. Optional lässt sich die Scrambler auch per Bluetooth vernetzen.

Beide neuen Scrambler 1200 kommen in jeweils zwei exklusiven Bi-Color-Farbschemata auf den Markt: Die Version XC in Jet Black/Matt Black und Khaki Green/Brooklands Green und die Version XE in den Kombinationen Fusion White/Brooklands Green und Cobalt Blue/Jet Black. Die Wartungsintervalle liegen bei 16.000 km, der Verbrauch bei 4,9 Liter. Preise und ein Marktstarttermin für die neuen Modelle wurden noch nicht genannt.

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