Honda Front-Radarsystem Patent Honda
Honda Goldwing Radar Patent
Honda Goldwing Radar Patent
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Honda Goldwing Radar Patent 10 Bilder

Honda Gold Wing und Africa Twin mit radarbasiertem Abstandstempomat

Honda mit Abstandstempomat Patent zeigt Radarsystem-Einbau

Radarbasierte Assistenzsysteme halten bei Motorrädern weiter Einzug. Honda-Patente zeigen einen entsprechend ausgelegten Abstandstempomat für den Super-Tourer Gold Wing und das Adventure-Bike Africa Twin.

Die neue Ducati Multistrada V4 trägt das erste von Bosch entwickelte Radarsystem zur Abstandsüberwachung. Auch die neue BMW R 1250 RT  und KTM 1290 Super Adventure S ist bereits mit so einem System bestückt. Die Verbreitung von Radarsystemen ist also nicht mehr aufzuhalten. Zeitnah werden Maschinen von Kawasaki damit ausgerüstet.

Versteckter, geschützter Einbau

Dass auch Honda auf diesen Zug aufspringen wird, gilt bereits als gesichert. Jetzt zeigt eine Patentschrift, wie der Einbau eines solchen Systems im Super Tourer Gold Wing aussehen könnte. Weil diese Radarsysteme relativ empfindlich sind, verstecken die Autohersteller sie hinter flächigen Kunststoffabdeckungen. An Motorrädern sind entsprechend große und ungenutzte Flächen im Frontbereich rar gesät. Die Gold Wing mit ihrer üppigen Verkleidung bietet hier Vorteile, die Honda bereitwillig nutzt. Ein neues Patent zeigt nun den Einbau eines Frontradars im unteren Teil der Verkleidung der Africa Twin. Die Form des dargestellten Bauraums eines liegenden Rechtecks unterscheidet sich aber stark von der vieleckigen Form der bekannten Systeme von Bosch. Ob Honda hier ein eigenes System entwickelt ist vorstellbar.

Honda Patent Radar Africa Twin
Honda Motorrad
Bei der Africa Twin ist Frontverkleidung deutlich kleiner und in dieser Abbildung sit das mittlerweile serienmäßige Kurvenlicht nicht dargestellt. Hier könnte es noch einen Streit um den Platz geben.

In der Patentschrift der Gold Wing für, sitzt das Radarsystem hinter der Verkleidungsnase, die zwischen die beiden Scheinwerfer hineinreicht, versteckt und geschützt. Da die Fläche eben ist, nimmt sie auch keinen Einfluss auf die Erfassung der rücklaufenden Radarstrahlen. Um zudem noch mögliche Verkleidungsvibrationen als Störquelle auszuschließen, erwägt Honda den Bauraum zwischen Sensor und Verkleidung mit einem geeigneten Material zu füllen.

Honda Front-Radarsystem Patent
Honda
Eingebaut werden kann das System bei der Goldwing in die riesige Frontverkleidung.

Für die Funktion eines Totwinkelwarners hat Honda der Goldwing Tour wohl auch ein Radarsystem in das große Topcase gepackt. So kann dem Fahrer eine Warnung über Fahrzeuge im toten Winkel ausgegeben werden. Ob das System der Goldwing ohne Topcase ebenfalls angepasst werden kann, zeigen die Patentzeichnungen indes nicht. Für das schmale Heck der Africa Twin hat sich Honda für die Verwendung von zwei seitlich platzierten Modulen entschieden.

Honda Patent Radar Africa Twin
Honda Motorrad
Im schmalen Heck der Africa Twin ist der Einsatz von zwei kleinen Radar-Emittern seitlich denkbar.

Weitere nun aufgetauschte Patentzeichungen erscheinen nun die letzten Puzzlestücke zu sein, für was Honda da für die Goldwing plant. Radarsystem für Front und Heck scheinen gesetzt. Zusätzlich scheint Honda zur besseren Abdeckung des Messbereichs im toten Winkel mit Schallsensoren auszurüsten, was dann auch eine Verwendung in der Gold Wing ohne Topcase möglich und sinnvoll macht. Aber genau diese Kombination stellt die Nutzung eines Radarsystems im Heck rein logisch wieder schwer in Frage. Ein Gedanke, der bei der Honda Africa Twin nicht aufkommt, dafür die geplante Nutzung von Kameras in der Front. Kameras sind nach den eher rudimentären Fähigkeiten eines Radars der nächste logische Schritt: Sie können neben den Bewegungen und dem Abstand vor allem Bremslichter wahrnehmen, was das System schneller reagieren lässt.

Honda Patent Radar Africa Twin
Honda Motorrad
Zusätzlich zum Radar denkt Honda auch über den Einsatz von Kameras nach, der nächste logische Schritt nach dem Radar.

Wirklich interessant wird die Thematik Abstandstempomat in Kombination mit dem optional erhältlichen 7-Gang-DCT-Getriebe von Honda: Die Elektronik so zeigen es die Zeichnungen wohl, scheint auch das Getriebe steuern zu können, was den Komfort des Systems um ein Vielfaches erhöht, besonders wenn der sich vergrößernde Abstand eine Beschleunigung wieder zulässt und der Motor sich immer im optimalen Drehzahlbereich befindet und nicht zu untertourig fährt. Besonders in Hinsicht auf ein mögliches Notbremssystem bis zum Stillstand eine interessante Geschichte.

Honda Goldwing Radar Patent
Honda
Honda kann sich viele Einbauorte in der üppigen Verkleidung der Goldwing vorstellen. An Front und Heck sind die Lagen klar, an der Seite sind viele Ideen machbar.

Auch über ein mögliches Head-Up-Display scheint Honda in diesem Zuge nachzudenken, in dem die eingestellte Geschwindigkeit und der regulierte Abstand eingeblendet werden.

Goldwing_Radar_HD
Honda
Angezeigt werden könnten alle Daten auf einem Head-Up-Display.

Mit Hinblick auf die aktuelle Verbreitung dieser Radarsysteme dürfte Honda die Gold Wing spätestens 2022 mit einem solchen ausrüsten. Der Super Tourer bietet dann noch mehr Komfort und Sicherheit, was in Gänze auch für Africa Twin zutrifft.

Fazit

Noch mehr Komfort und noch mehr Sicherheit. Radarbasierte Assistenzsysteme und Honda Gold Wing gehören einfach zusammen und jetzt wohl auch die Africa Twin.

Honda Gold Wing
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