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Spanischer Motorradmarkt schrumpft

Spanischer Motorradmarkt schrumpft Weniger Motorrad, mehr Roller in Spanien

Weniger Motorräder, mehr Roller. Das ist das Ergebnis des spanischen Motorradmarkts in 2020, der vom Lockdown hart getroffen wurde. Trotz eines fantastischen Winters in Sachen Absatzzahlen, bleibt das Jahresergebnis stark negativ.

Am Ende sind es 17.979 neu zugelassene Einheiten weniger als 2019, die den spanischen Motorradmarkt um knapp über neun Prozent haben schrumpfen lassen. Insgesamt 176.691 neu zugelassene Zweiräder waren es am Ende. Und hätte der Rollermarkt mit einem Wachtums von 12,1 Prozent nicht noch das ein oder andere Loch gestopft, wäre das Minus deutlich in den zweistelligen Prozentbereich gekracht. Hauptanteil am wachsenden Rollermarkt Spaniens haben bis Dezember die E-Roller gehabt, die über das Jahr starke 33 Prozent hinzugewonnen haben und für 2020 gut ein Drittel aller Rollerverkäufe darstellen. Die innerstädtische Zukunft Spaniens rollt also wohl elektrisch.

Top 30 in Spanien: Motorräder weit abgeschlagen

Nicht nur in Sachen E-Roller sind die Zulassungszahlen überraschend, auch mit Blick auf den Gesamtmarkt beherrschen Roller die Statistik. Erst auf einem Platz 9 kommt mit der Kawasaki Z 900 das erste Motorrad. Die Plätze acht bis eins werden dabei von Rollern der 125er-Klasse klar dominiert. Als Relation: Erst wenn Kawa doppelt (!) so viele Z 900 in Spanien verkaufen würde, wären sie mit hauchdünnem Vorsprung Zulassungskönig vor dem Kymco Agility City 125, der 2020 mit 5.704 Einheiten unangefochten an der Spitze steht. Bemerkenswert: Mit dem Silence S02 steht auf Platz 5 ein E-Roller.

Herstellerranking dominiert von Vollsortimentern

An den spanischen Zahlen ist klar zu sehen, dass Hersteller, die sehr breit und auch tief mit Roller, Motorrädern und allen Hubraumklassen aufgestellt sind, dort den größten Erfolg haben. Honda (28.264) und Yamaha (22.571) dominieren hier den Markt klar. Erster Hersteller mit fast reinem Motorradanteil in Spanien ist auf Platz 4 mit 11.033 Einheiten BMW, die sich aber vom reinen Rollerhersteller Kymco mit 15.084 Zulassungen auf Platz 3 geschlagen geben müssen.

Fazit

Nur Rollerfahrer werden wohl Weltmeister. Betrachtet man die Dominanz von Rollern in Spanien und die komplette Abstinenz echter Supersportler in den Top 50, könnte man meinen, die Marquez und Viniales dieser Welt lernen auf Rollern das Racen. Spaß beiseite: knapp zehn Prozent Minus für 2020, muss erst einmal wieder aufgeholt werden. Da werden die Hersteller zu knabbern haben.

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