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TVS Motors setzt auf Elektro

TVS schaltet um auf Elektro 130 Millionen Dollar für Elektro-Kräder

Die Zweiradsparte des TVS Konzerns plant elektrisch. Gut 130 Millionen Dollar werde nur für die Entwicklung neuer Modelle mit Batterie investiert.

Es ist logisch: Statt alte Motorenkonzepte immer schärfer werdenden Emissionsvorschriften teuer anzupassen oder komplett neu zu entwickeln, setzen immer mehr Hersteller in Asien auf Elektro. TVS Motors, bei uns bekannt durch die Fertigung der BMW G-Modelle und als Übermutter von Norton, steht bei vielen seiner Modelle vor den Hürden aktueller Abgasnormen: Seit 2020 gilt die Bharat Stufe VI, die mit der Euro 5 übereinstimmt. Da ist mit einfachen Singles, gerne noch luftgekühlt und oder mit Vergasern beatmet, wenig zu holen. Vor den jüngsten Subventionsprogrammen der indischen Regierung eindeutig zu wenig: Insgesamt 130 Millionen Dollar investiert TVS subventioniert kurzfristig, um bis 2023 einen großen Teil des Portfolios zu elektrifizieren. Vor dem Hintergrund eines durchschnittlichen Verdienstes in Indien von 437 Dollar pro Monat im Jahr 2021 eine gewaltige Summe.

TVS mit mehr Elektro

Mit dem IQube hat TVS Motors bereits ein erfolgreiches Elektro-Modell auf dem heimischen Markt im Angebot. Dem zur Seite steht ab 2022 wohl der sportliche Roller Creon, der optisch etwas an den Italjet Dragster erinnert, nur elektrisch betrieben. Indischen Quellen zufolge plant TVS bis 2023 sechs neue Elektromodelle auf den Markt zu bringen. Mit Blick auf das aktuelle Angebot bleiben neben dem Creon so fünf weitere Modelle vakant und für die böten sich Nachfolger der alten luftgekühlten Dauerbrenner Apache RTR, Radeon, Star City +, Sport oder der XL 100 an. Ergänzt durch viele kleine Verbrenner zwischen 90 und 310 Kubik kommt TVS so im Monat Juni dieses Jahrs auf über 250.000 verkaufte Einheiten. Zum Vergleich: 250.000 Stück wäre ein starkes Jahr für den gesamten deutschen Zweiradmarkt.

Chopper/Cruiser

Technik nach Europa?

Mittelfristig gedacht besteht somit eine elektrifizierte Basis für allerlei europäische Modelle westlicher Hersteller. Ob sich BMW ein kleines Elektroportfolio von TVS bauen lässt, oder Norton von einem Techniktransfer profitieren kann, ist rein spekulativ. Allerdings nicht unsinnig, gerade im preissensiblen Segment bis 11 kW-Dauerleistung (125er). Ein Beispiel könnte hier Husqvarna mit dem Vektorr sein, der unter der kiskaschen Hülle ein indischer Bajaj-Roller ist.

Fazit

130 Millionen Dollar lässt TVS Motors in Indien springen, um bis 2023 sechs neue Elektromodelle zu bringen. Vor dem Hintergrund aktueller Euro-5-Normen auf dem Subkontinent und teilweise alten Vergaser-Modellen im Protfolio ein nachvollziehbarer Schritt. Ob Auftraggeber wie BMW Motorrad oder Töchter wie Norton mittelfristig mit Ablegern partizipieren, steht jedoch in den Sternen.

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