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Campingbus Heckträger
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Campingbus Heckträger 5 Bilder

Heckträger für den Motorradtransport

Was geht und was ist zu beachten?

Motorräder lassen sich auch am Heck eines Transporters oder eines Reisemobils auf einem Heckträger transportieren. Wir erklären, welche technischen und rechtlichen Voraussetzungen gelten.

Nicht immer lässt sich ein Motorrad im Transporter oder dem Reisemobil mitführen. Wenn es aber dennoch mit auf die Tour soll, bietet sich als Transportalternative ein Heckträger an. Hier setzen allerdings die Technik und die Gesetzgebung enge Grenzen. Die Halter und Plattformen sind je nach Ausführung mit maximal 300 Kilogramm belastbar. Ein Wert, der durchaus auch für größere Maschinen geignet erscheint. Entscheidend ist aber nicht die theoretische Belastbarkeit des Trägers, sondern was davon nach Anbau am Fahrzeug übrig bleibt. Hier sind die zulässige Hinterachslast sowie das zulässige Gesamtgewicht maßgeblich.

Campingbus Heckträger
Ingolf Pompe
Ein Halter wird am Chassis des Fahrzeugs verschraubt und der Heckträger anschließend aufgeschoben. So ist er schnell an- und abbaubar.

Die meisten Heckträgersysteme sind abnehmbar konstruiert, lediglich die Basishalter werden direkt am Fahrzeugchassis verschraubt und verbleiben dort. Um trotzdem Hecktüren und Heckklappen nutzen zu können, sind manche Modelle samt Ladung zur Seite oder nach hinten schieb- oder klappbar.

Achslast und Gesamtgewicht diktieren das Limit

Wer mit einem Heckträger liebäugelt, sollte vorher die Reserven am eigenen Fahrzeug prüfen. Die zulässigen Achslasten finden sich in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter den Ziffern 8.1 bis 8.3. – bei zweiachsigen Fahrzeugen unter 8.1 und 8.2. Das zulässige Gesamtgewicht steht unter der Ziffer F.1. Manche Anbieter liefern ihre Systeme mit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE), die zwar die Montage ohne weitere Abnahme erlaubt, den Fahrer aber nicht von der Pflicht befreit, die zulässigen Achslasten einzuhalten. Zu hohe Achslasten werden nicht nur bei einer Kontrolle teuer, sie gefährden auch die Fahrsicherheit. Allerdings darf durch die Last am Heck auch die Last auf der Vorderachse nicht zu weit sinken. Laut EU-Verordnung (1230/2012) darf sie in keinem Fall weniger als 20 Prozent der technisch zulässigen Gesamtmasse des Fahrzeugs betragen.

Anbieter wie Fiedler oder Allround geben keine ABE aus, sondern errechnen aus den zulässigen Achslasten und dem zulässigen Gesamtgewicht die tatsächlich mögliche maximale Zuladung für den Heckträger. Für eine Eintragung des Heckträgers bei einer Prüfgesellschaft ist dann auch der Wiegebericht vorzulegen. Am Ende aller Berechnungen können so von theoretisch bis zu 300 Kilogramm Zuladung nur noch 100 Kilogramm übrig bleiben. Zu wenig für die meisten Motorräder, ausreichend für Roller oder leichte Crosser oder Trial-Bikes.

Zuladung berechnen

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Zuladungsberechnung für die max. Zuladung eines Trägers am Heck eines speziellen Vans:

  1. Die maximal mögliche Zusatzbelastung der Hinterachse (X). Sie ist nur durch Wiegen der aktuellen Achslast und Abgleich mit der im Fahrzeugschein eingetragenen maximalen Hinterachslast zu ermitteln
  2. Radstand (a)
  3. Abstand zwischen der Hinterachse und dem Schwerpunkt der Ladung (b). Dafür nimmt z. B. Fiedler 45 Zentimeter hinter dem Fahrzeugende an.
  4. Die maximal mögliche Zuladung berechnet sich über die Formel: (x*a)/(a+b)

Achtung: Das Eigengewicht des Trägers zählt zur Zuladung.

3 Heckträger im Überblick

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Der Heckträger Slideport von Linnepe ist verschiebbar.
  • Allround Cate Motorrad-Set: Auch hinter sehr kompakten Vans findet ein Motorrad Platz. Der Träger von Allround ist mit bis zu 300 Kilogramm belastbar, beim Mercedes Marco Polo dürfen je nach Ausbaustufe aber nur 160 bis 250 Kilo draufgepackt werden.
  • Fiedler: Bis zu 250 Kilo hält der Träger von Fiedler aus. Damit sind auch größere Bikes wie die abgebildete Kawasaki Z 1000 SX hinter dem Campingbus transportierbar. Die Gesamtzuladung des Fahrzeugs ist dann aber schnell überschritten.
  • Linnepe Slideport: Um auch bei montiertem Träger zumindest eine Hecktür öffnen zu können, ist der Slideport verschiebbar. Die maximale Belastung des Systems liegt bei 170 Kilogramm.

Die Anbieter

Die Auswahl an Heckträgern ist groß. Um die eigenen Ansprüche und Möglichkeiten abzuklopfen, sollte direkt mit einem Hersteller Kontakt aufgenommen werden. Eine kleine Übersicht der größten Anbieter:

Fazit

Heckträger für den Motorradtransport sind eine interessante Alternative zu einem Anhänger, da hier keine weiteren Geschwindigkeitslimits einzuhalten sind. In Sachen Zuladung sind die Systeme allerdings stark beschränkt. Hier gilt es im Einzelfall genau nachzurechnen.

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