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Film-Tipp „972 Breakdowns“ ab 3. September im Kino

Mit Ural-Gespannen auf dem Landweg nach New York

Sie haben es mit Ural-Gespannen durch Sibirien bis nach New York geschafft. Und sogar ins Kino: "972 Breakdowns" ist ein faszinierender und absolut sehenswerter Film. Am 19.8. startet die Filmtournee, am 3.9. kommt der Film in die Kinos.

Film-Tipp. Gestartet im September 2014, sind Anne, Elisabeth, Efi, Kaupo und Johannes aus Halle, Sachsen-Anhalt, mit vier Ural-Gespannen in zweieinhalb Jahren um die Welt gefahren: "Auf dem Landweg nach New York", so der Titel des Projekts – 43.000 Kilometer, 1.600 davon auf einem Fluss im Fernen Osten, durchschnittlich 35 Kilometer täglich, untermalt von 972 Pannen. Daraus entstanden ist jetzt der Film "972 Breakdowns", der ab 19. August im Rahmen einer Filmtournee zu sehen sein wird, bei der die Truppe – oder Teile davon – jeweils im Kino dabei ist (Orte, Termine, Tickets unter leavinghomefunktion.com/film).

Drastisch, urkomisch und nie gestellt

Ab 3. September läuft "972 Breakdowns" dann bundesweit im Kino. Der Film zeigt in teils drastischen, teils urkomischen, teils skurrilen jedoch immer ungestellt authentischen Bildern den ganz normalen Wahnsinn dieser Reise mit alten russischen Motorrädern. Die simple Technik der Urals hat sich dabei als Fluch und Segen zugleich erwiesen: ständig verbogene Pleuel, zerbröselte Kolben oder abgescherte Getriebezahnräder – doch gerade in den Weiten Russlands alles reparierbar mit Hilfe von Einheimischen und manchmal nur einem Hammer.

Wir berichten seit 2014 über die Weltreise:

Ihre Reise erschien zu Beginn völlig durchgeknallt. Und das hat sich eigentlich bis jetzt nicht geändert. Es ging durch die Weiten Russlands, über die Beringstraße nach Kanada, und von dort aus durch die USA.

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Auch als Buch mit vielen Bildern: "Auf dem Landweg nach New York" hat 400 Seiten und ist nur unter leavinghomefunktion.com erhältlich. Preis: 50 Euro.

Schwimmfähige Ural-Gespanne

2016 erreichten sie Fernost-Asien. Im kanadischen Winterquartier haben die fünf unerschrockenen Traveller ihre Gespanne schwimmfähig gemacht, schipperten damit von Magadan den Kolyma-Fluss 1.600 Kilometer weit abwärts, durch Fernostasien auf den nordamerikanischen Kontinent zu. Völlig gaga, aber es funktionierte: die Gespanne auf Schwimmpontons, den Kardan verlängern und zum Schiffsschraubenantrieb umfunktionieren.

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Die Gespanne wurden schwimmfähig gemacht und schipperten von Magadan den Kolyma-Fluss 1.600 Kilometer weit abwärts, durch Fernostasien auf den nordamerikanischen Kontinent zu.

So waren sie auf dem Kolyma unterwegs, einem der längsten Flüsse des Fernen Ostens. Ziel: 1.600 Kilometer stromabwärts in nördöstliche Richtung ans Ostsibirisches Meer. Von dort ging’s wieder über Land noch rund 2.000 Kilometer weiter bis an die Beringsee. Dann rüber nach Anchorage, Alaska, von wo aus New York ja nur noch ein Katzensprung war. Das Problem: die Geldreserven gingen zur Neige. Daher startete die Truppe eine Crowdfunding-Kampagne, die die Weiterreise ermöglichte.

Fazit

Der durch Handy-Kameras und Drohnenaufnahmen entstandene Film macht in seinen 110 Minuten Laufzeit allein vom Anschauen schon schmutzige Fingernägel, aber auch unheimlich Spaß. Er zeigt Staub und Strapazen, die gruseln lassen und er zeigt eine Truppe, die mit einer Mischung aus Naivität, Willen und Fantasie durch nichts zu stoppen ist. Tolle animierte Zeichnungen kündigen an, was als nächstes kaputt geht und der eigens für den Film produzierte, fantastische Soundtrack rundet das Ganze ab. Sehr, sehr sehenswert!

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