Kette: Ändern der Übersetzung

Kette: Ändern der Übersetzung

Wer Ritzel, Kettenrad oder einen kompletten Kettenkit wechselt, verwendet normalerweise die serienmäßigen Zähnezahlen, die Sekundärübersetzung bleibt also gleich.

Wer Ritzel, Kettenrad oder einen kompletten Kettenkit wechselt, verwendet normalerweise die serienmäßigen Zähnezahlen, die Sekundärübersetzung bleibt also gleich. Eine Änderung der Zähnezahl bewirkt eine längere oder kürzere Übersetzung zwischen Motor und Hinterrad. Wird beispielsweise statt eines 16er Ritzels am Getriebeausgang ein 15er Pendant verwendet, ist bei gleicher Geschwindigkeit die Motordrehzahl höher - sinnvoll beispielsweise für Enduros, die vorwiegend im Gelände bewegt werden.

Eine Umstellung auf ein 17er Ritzel dagegen würde bei gleicher Geschwindigkeit die Drehzahl verringern - gern eingesetzt bei leistungsgesteigerten Sportmaschinen zur Erhöhung der Endgeschwindigkeit oder bei Tourern, um ein niedriges Drehzahlniveau zu bekommen. Umgekehrt verhält es sich beim Kettenrad am Hinterrad. Mehr Zähne erhöhen die Motordrehzahl, weniger verringern sie. Zu beachten ist, daß bei Verwendung von größeren oder kleineren Ritzen oder Kettenblättern oft auch die Kettenlänge geändert werden muß, der Einstellbereich der Kettenspanner kann eine Differenz von höchstens ein oder zwei Zähnen überbrücken.


Wichtiger Hinweis: Eine Änderung der Sekundärübersetzung - die Primärübersetzung spielt sich zwischen Kurbel- und Getriebeeingangswelle ab - ist ohne weiteres nicht erlaubt und auf jeden Fall eintragungspflichtig, da die Übersetzung Bestandteil der Betriebserlaubnis ist. Schließlich hat sie Einfluß auf das Geräuschverhalten und die Endgeschwindigkeit. Wer eine andere Übersetzung eintragen lassen will, sollte das unbedingt vorher mit TÜV oder Dekra absprechen.

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