Yamaha MT 07 Supersportler David Swarts
Yamaha MT-07 Supersportler APMotoparts
Yamaha MT 07 Supersportler
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Yamaha MT 07 Supersportler 14 Bilder

Yamaha MT-07: Auch als Supersportler

Yamaha MT-07 Supersport Mittelklasse wirft sich in Schale

Seit Erscheinen der Yamaha MT-07 2014 geistern in anstrengender Regelmäßigkeit Studien von vollverkleideten Supersport-Varianten durch das Netz. Seit 2015 baut Andy Palmer ein solches Bike bereits in Kleinserie.

Die Aufregung um einen möglichen MT-07-Sportler steigt seit dem Erscheinen der Aprilia RS 660 wieder grenzenlos. Besonders nachdem Yamaha mit der R6 den letzten Mittelklassesportler aus dem regulären Programm gestrichen hat. Eine neue Supersportler-Generation mit 600 bis 700 Kubik aus zwei Zylindern wird erwartet. Gewicht um die 180 Kilogramm fahrfertig, Leistung um die 100 PS, Preis: bezahlbar. Yamaha steht da mit seinem Erfolgsmodell MT-07 quasi seit Erscheinen 2014 in einer unausgesprochenen Pflicht.

Sechs Jahre Vorsprung

Ein Supersportler auf Basis der Yamaha MT-07 wäre höchstwillkommen als Neuheit. Andy Palmer aus Kalifornien hat hier gut sechs Jahre Vorsprung. Schon mit Erscheinen der in den USA getauften FZ-07 2014 beginnt der Rennfahrer sich eine leichtgewichtige Rennsemmel aus der Yamaha zu bauen. Erfahrung hat er damit bereits, hält er doch einige Rennrekorde auf Umbauten der Suzuki SV 650.

Yamaha MT 07 Supersportler
Max Klein
Andy James hat sich seinen Traum einer Supersport-MT schon lange erfüllt und bietet Umbaukits an.

Das Beste: Er bietet die Umbaukits zum Verkauf an oder auch gleich komplett umgebaute Yamahas. Wer nun nicht warten kann auf Yamaha und eine MT-07 Thundercat, MT-07 RS oder gar auf eine YTR-R7, der kann bei Andy ein Kit ordern und seine MT bereits zum Rennbike frisieren. Das Kit besteht aus einer Vollverkleidung, angelehnt an die MotoGP-Racer für 950 Dollar, dazu benötigt wird noch Haltekit für 299 Dollar. Die Bilder zeigen zwar immer einen Umbau mit einer R1-Gabel und entsprechend radial-befestigten Bremssätteln. Wem das zu teuer wird, kann die originale Gabel mit Cartridge-Kits neu aufbauen. Dazu braucht es den Weg über großen Teich nicht, solche Teile sind in Deutschland sehr gut verfügbar. Ein Schmankerl ist eine eigens für Andy von Yoyodyne entwickelte Anti-Hopping-Kupplung für 850 Dollar.

Aprilia RS660
Aprilia
Aprilia prescht mit der RS 660 voran. Supersport der MIttelklasse mit 100 PS und weit unter 200 Kilogramm Gewicht.

75 PS etwas mau

Würde Yamaha über einen kleinen Supersportler auf Basis der MT-07 nachdenken, muss der nächste Gedanke klar an die Motorleistung gehen. 75 PS reichen da nicht. Aprilia ist mit der RS 660 und ihren 100 PS Benchmark, Kawasaki mit der 650er-Ninja das Negativbeispiel. Ob der bekannte Yamaha-Twin hier das Potenzial hat oder Yamaha gar den R1-Motor "halbiert" gilt es abzuwarten. Der Kawa-Twin hat durchaus Potenzial, wie schon einige Tuning-Umbauten beweisen. Andy Palmer bietet für die Leistungssteigerung der Yamaha einzig ein neues Mapping angepasst auf einen offenen Luftfilter (299 Dollar) und eine offene Racing-Anlage an. In Deutschland werden derzeit nur elektronische Leistungskuren auf gut 81 PS angeboten.

Kawasaki Ninja 650 Eicma 2019
Jörg Künstle
Kawasaki hat die Ninja 650 schon länger im Stall, mit 68 PS weit hinten.

Marktcheck

Yamaha würde mit einem Supersportler auf MT-07-Basis offene Türen einrennen. Honda zeigt mit der CBR 650 R und der 500er wie kleine Supersportler mit nackten Ablegern am Markt funktionieren können. Aprilia meldet mit der RS 660 Anspruch auf diesen Thron an, unterstützt von der neuen Tuono 660.

Triumph Daytona Moto2 765.
Triumph.
Triumph hat mit dem Modellnamen Daytona ein Pfund in der Hand. Der Motor mit 660 Kubik wäre auch da.

Kawasaki hat ein entsprechendes Modell bereits am Laufen, die Ninja 650 muss hier in Sachen Leistung aber aufholen. Triumph könnte mit dem 660er-Motor ebenfalls angreifen. Der Modellname Daytona ist weiterhin stark. Ob BMW den F-Motor entsprechend anpassen möchte ist fraglich, wäre als Unterbau der S 1000 RR aber sinnvoll. Supersport-Ikonen-Produzent Ducati ist nicht vergessen. Dass da unterhalb der Supersport 950 und Panigale V2 noch ein kleineres Wetzgerät kommt, ist aber zu bezweifeln. Ein Wanderfalken-Küken mit halbem Hayabusa-Motor wäre ein interessanter Schachzug von Suzuki. Hier stünde aber auch das Zweizylinder-Turbokonzept noch bereit

Honda CBR 650 R.
Honda.
Wie es geht zeigt Honda seit Jahren mit der CBR 650 R. Zwar etwas schwerer durch den Reihenvierer, aber der Markt ist da für diese Mittelklasse-Super-Sport-Maschinen.

Fazit

Yamaha hat 2014 mit der MT-07 einen großen Stein ins Rollen gebracht und gibt dem Brocken seit Jahren mit neuen Modellvarianten immer neuen Schwung. An die eigene große Rennsporthistorie von R6 und R7 hat sich Yamaha mit dem Twin aber noch nicht getraut. Die Erfolge der Ténéré und Tracer 700 beweisen aber, dass die technische Basis stimmt.

Yamaha MT-07
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