Retro-E-Motorräder: Black Tea Bonfire und Wildfire für A1 und B196

Black Tea Bonfire und Wildfire für A1 und B196
Retro-E-Motorräder – ein Baukasten, zwei Charaktere

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.09.2026
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Bonfire = Single-Akku, Wildfire = Performance und Schnellladen bis 9 kW

Auf den ersten Blick wirken die Black Tea Bonfire und Wildfire wie zwei Varianten derselben Idee: Retro-Design, Scrambler-Stil, kompakte Maße und ein Fokus auf den A1-Führerschein, beziehungsweise die Ergänzung zum Autoführerschein mit der Schlüsselzahl B196. Doch in der Praxis trennen sie zwei zentrale Punkte: Akku-Layout und Lade-Hardware.

  • Die Bonfire ist ein konsequentes Single-Akku-Bike mit 17 kW Spitzenleistung und klassischer Ladeoption – Typ-2-Laden ist möglich, aber nur mit 2 kW.
  • Die Wildfire hingegen ist modular: Sie kann mit einem oder zwei Akkus betrieben werden, erreicht bis zu 34 kW in der Spitze und bietet Ladeleistungen von 2 bis 9 kW. Damit wird sie zum tourentauglichen E-Motorrad, allerdings auf Kosten des Stauraums.

2026er-Updates für Black Tea Bonfire und Wildfire

Die Black Tea Bonfire erhält eine breitere Batteriebox und neue Seitenteile mit Branding. Beide Modelle profitieren von einem überarbeiteten Seitenständer mit größerer Auflagefläche – praktisch auf weichem Untergrund, passend zum Scrambler-Konzept.

Technisch legt die Black Tea an entscheidenden Stellen nach: Eine stabilere Gabelbrücke, eine neu gefräste Schwinge, neue Naben und M15-Achsen sorgen für mehr Stabilität, besonders in Kurven und beim Bremsen. Die Black Tea Wildfire erhält zusätzliche Kühlrippen und Öffnungen im Rahmenbereich. Das optimiert die Kühlung und ermöglicht höhere Leistung.

A1/B196-tauglich: Spitzenleistung vs. Dauerleistung

Beide Modelle richten sich an Fahrer mit A1-Führerschein oder an Autofahrer mit der Führerscheinerweiterung B196. Sie stellen also eine Dauerleistung von 11 kW bereit, was das Maximum in der sogenannten 125er-Klasse ist. Pro Akku liefert Black Tea 17 kW Spitzenleistung. Die Bonfire bleibt mit einem Akku bei diesen 17 kW. Die Wildfire kann mit zwei Akkus 34 kW Peak erreichen, bleibt aber ebenfalls bei einer Dauerleistung von 11 kW. Das sorgt für mehr Durchzug und Reserven, ohne die A1/B196-Klasse zu sprengen.

Akku-Baukasten: Einheitliches Format, unterschiedliche Reichweiten

Beide Retro-Elektro-Motorräder nutzen den gleichen Akku: 6,6 kWh brutto, davon 5,5 kWh netto. Das ergibt etwa 100 Kilometer Reichweite pro Akku. Die Bonfire ist damit ideal für Pendler, Stadtfahrten und Landstraßen. Die Wildfire spielt ihre Stärken mit zwei Akkus aus: 11 kWh netto ermöglichen größere Reichweiten, je nach Fahrstil und Streckenprofil. Wie bei allen E-Fahrzeugen gilt: Hohe Geschwindigkeiten und anspruchsvolle Topografie reduzieren die Reichweite spürbar.

Beim Laden zeigen sich die größten Unterschiede: Die Black Tea Bonfire bietet optional 2 kW Typ-2-Laden, was etwa 2,5 Stunden für eine volle Ladung benötigt – ausreichend für den Alltag, aber weniger für lange Touren.

In 45 Minuten auf 80 Prozent

Die Black Tea Wildfire ist flexibler: Sie unterstützt 2, 3, 6 und 9 kW Ladeleistung. Besonders die 9-kW-Option sticht hervor: 45 Minuten von 20 auf 80 Prozent – ideal für unterwegs. Doch der schnelle Lader kostet Stauraum: Die 10 Liter unter dem Sitz entfallen deshalb bei der 9-kW-Variante. Wer auf diese Ladeleistung setzt, muss mit Tankrucksack oder Hecktasche planen.

Akku im Bike laden oder entnehmen

Beide Modelle lassen sich auch mit einem externen Ladegerät (1,2 kW) an der Haushaltssteckdose laden – direkt am Fahrzeug oder mit entnommenem Akku.

Ein Touchscreen-Display zeigt Restreichweite und Ladezustand in Prozent. Apple CarPlay und Android Auto ermöglichen die Smartphone-Integration, etwa für die Navigation, gestartet wird schlüssellos per Karte oder Smartphone.

Preis ab 8.290 Euro – und made in München

Die Black Tea Wildfire startet bei 8.290 Euro, die Preise für die Bonfire starten zwischen 7.490 und 7.990 Euro. Aktuell beträgt die Lieferzeit etwa 4 Monate, abhängig von Konfiguration und Nachfrage. Black Tea Motorbikes ist in München zu Hause. Dort entwickelt und produziert der Hersteller seine Retro-Elektro-Motorräder.

Fazit