Riesen-Roller bis 95 PS: Das Hyper Scooter Concept von QJMotor toppt alles

Maxi-Scooter - die stärksten Roller
95 PS im X-Adventure 900 - mehr gibt's nicht

ArtikeldatumVeröffentlicht am 29.08.2026
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QJMotor X-Adventure 900 Maxi-Scooter Concept (08/2026)
Foto: QJMotor

QJMotor sorgt für Furore auf dem Roller-Markt. Das Hyper Scooter Concept X-Adventure 900 mit angekündigten 95 PS deklassiert alle Maxi-Scooter – und sogar die meisten Motorräder der gehobenen Mittelklasse. Selbst während der Hochzeit der starken Roller waren 76 PS im Aprilia SRV 850 das Maximum – bei 280 Kilo Gewicht.

Maxi-Scooter: 68 PS sind aktuell das Maximum

Die Hochzeit der Maxi-Scooter endete 2016, als Aprilia den SRV 850 einstellte. Der Twin mit Automatik-Getriebe und Kettenantrieb aus der Mana 850 leistete 76 PS und musste 281 Kilo beschleunigen. Durch den großen Antrieb war der Stauraum begrenzt. Aktuell leistet der stärkste Roller in Serie 69 PS im extrem sportlichen Italjet Dragster 700 mit 6-Gang-Fußschaltung und Kettenantrieb.

Die stärksten Roller 2026 in Serie:

QJMotor Fort 600 mit 57 PS

Wenn QJMotor den X-Adventure 900 mit 95 PS wirklich bringt, reiht er sich über dem ebenfalls von QJMotor stammenden Fort 600 ein. Mit Aluminium-Chassis und 57 PS bei moderaten 224 Kilo führt der bisher markenintern. Technisch sehr eng verwandt scheint der Fort 600 mit dem Kymco AK 550/575i.

Der Twin wirkt mit 8V-Technik und Wasserkühlung modern und soll bis zu 160 km/h ermöglichen. Laut Homologationsunterlagen sollen für Europa 54 PS übrig bleiben, was den Fort 600 immer noch zu einem der stärksten Roller macht.

Erinnerungen an ein Motorrad löst inbesondere das Fahrwerk aus: Endantrieb per Zahnriemen, USD-Gabel mit Doppelscheibenbremse, Alu-Schwinge mit liegendem Zentralfederbein und Brembo-Bremszangen. Ob QJMotor den Fort 600 nach Europa bringt ist bislang nicht bekannt

QJMotor Fort 600

Kymco AK 575i mit 52 PS

Besagte vermutete Basis des Fort 600 scheint der Kymco AK 575i zu sein. Um 24 auf 574 Kubikzentimeter vergrößerte Kymco für 2026 den Hubraum des Reihenzweizylinder-Motors und löste damit den AK 550i ab. Zwar steigt dadurch die Spitzenleistung nur um ein auf 52 PS bei 7.000/min, doch das Drehmoment profitiert deutlich mehr: 56 Nm bei 5.750/min sind 4 Nm mehr als beim 550er-Motor, in der Welt der CVT-Roller ein wohl deutlich spürbares Plus.

238 Kilogramm Gewicht des Kymco wirken stattlich. Die 160 km/h Spitze sind der Leistung angemessen. Traktionskontrolle, 3 Fahrmodi und sogar ein Kurven-ABS sind an Bord.

Der Kymco AK 575i ist in Deutschland ab 12.179 Euro zu haben, aber nur als "Premium"-Modell mit Griffheizung, "Keyless Go", einstellbarem Windschild und LED-Beleuchtung.

Kymco AK 575i

Gleich 4 neue Zontes: ZT 552 T mit 51 PS

Zontes möchte im Spiel der großen und starken Roller ab 2026 mitspielen. Der einst angekündigte 501 mit Einzylinder kam nie bei uns an, dafür direkt ein neuer Twin mit 531 Kubik und 51 PS bei 7.250/min. Das Drehmoment soll bei beachtlichen 56 Nm um 5.500/min liegen.

Gleich 4 Modelle auf Basis des neuen Antriebs will Zontes bringen. Als Adventure-Scooter Typ G mit 17-Zoll-Rad vorn und Offroad-Charme, als klassischer Maxi-Scooter mit viel Ausstattung und als Z mit sportlichem Charme. Diese 3 Varianten des ZT 552 T wiegen mit Stahlrahmen an die 212 Kilogramm.

Starker Wurf: Der Zontes ZT 552 H soll mit Rahmen aus Aluminium bei gleicher Leistung, dafür kleinerem Tank (14,5 zu 17 Liter) nur 178 Kilo fahrbereit wiegen. Preise und Verfügbarkeit in Deutschland sind bislang nicht bekannt.

Zontes ZT 552 T

Schon 25 Jahre da: Yamaha TMax mit 48 PS

Trotz 560 Kubik und viel Leistungspotenzial bietet Yamaha sein Top-Modell TMax mit exakt 48 PS an. Also genau passend in die A2-Klasse – clever und ein Alleinstellungsmerkmal im Umfeld. Damit entfällt die Pflicht des großen A-Führerscheins. Und der Erfolg gibt Yamaha recht: Seit Jahren ist er mit seinem Dreizylinder einer der erfolgreichsten Maxi-Scooter in Europa, bisher in Summe knapp 350.000 Stück.

Richtig gelesen: Der Motor des TMax ist ein Triple. Allerdings verbrennen nur 2 Zylinder Benzin, das Pleuel im dritten Zylinder dient als Ausgleichsgewicht. Und trotzdem: Der TMax ist mit 219 Kilo erstaunlich leicht und mit 55 Nm überraschend stark. Mit schräglagensensiblen Systemen, Karten-Navi und elektrischem Windschild aktuell ab 14.149 Euro zu haben.

Yamaha TMAX

Bisher der stärkste Roller: Honda Forza 750 mit 59 PS

Er hat 2 Zylinder und 745 Kubik, erzeugt 70 Nm und leistet rund 59 PS. Der Honda Forza 750 ist derzeit der Roller mit dem größten und stärksten Motor. Doch er ist nicht der Schwerste und hält sich mit 236 Kilo im Kontext gerade noch zurück – und das trotz eines technischen Alleinstellungsmerkmals.

Statt per CVT schaltet der Honda 6 Gänge automatisch mit Doppelkupplung (DCT) und dreht das Hinterrad per Kette. Grundsätzlich ist der Antrieb des Forza und auch des Offroad-Ablegers X-ADV mit dem der Motorrad-Modelle NC 750 identisch. ABS und Traktionskontrolle sind zwar begrenzt einstellbar, doch nicht schräglagensensibel. Und trotz der Superlative ist der Honda Forza 750 mit 13.579 Euro in der Basis nicht super-teuer.

Honda X-ADV

Gerade noch ein Roller: Italjet Dragster 700 mit 68 PS

Der Definition nach ist der Italjet Dragster 700 noch ein Roller, denn er bietet mehr oder weniger einen Durchstieg für die Beine, und es entsteht kein Knieschluss zwischen Fahrer und Fahrzeug. Das sind im Groben die beiden Hauptmerkmale für einen Roller.

Doch mit allen anderen Merkmalen führt der Dragster 700 das Konzept ad absurdum. Nicht nur durch den Twin mit 700 Kubik und 69 PS, eher durch die Fußschaltung des 6-Gang-Getriebes und den Kettenantrieb des Hinterrads. Angeblich nur 190 Kilo schwer und als Sportgerät konzipiert, kostet der Top-Dragster von Italjet ab 13.990 Euro.

Italjet Dragster 700 - erster Fahr-Test

Fazit