Zwei Tage lang fuhren die Test-Teilnehmer mit den zehn A2-Enduros durch Südspanien, über Asphalt und Schotter. Darunter bekannte Namen wie die KTM 390 Adventure R und Honda NX 500, aber auch Exoten wie Rieju und Morbidelli. Hier lest ihr die frei zugängliche Version mit für die Übersichtlichkeit eingekürzten Texten und ohne die im Test ermittelten Fahrdaten sowie Leistungsmessungen. Wer den kompletten, 26-seitigen, großen Adventure-Bike-Test lesen möchte, inklusive dem Test 7 großer Reiseenduros*, kann sich hier die Digitalausgabe von MOTORRAD 2/2026 runterladen – für Plus-Abonnenten kostenlos. *Folgende 7 Reiseenduros wurden ebenfalls getestet: BMW R 1300 GS, Ducati Multistrada V4 Rally, Harley-Davidson Pan America 1250 Special. Honda CRF 1100 L Africa Twin, KTM 1390 Super Adventure S Evo, MV Agusta Enduro Veloce und Suzuki V-Strom 1050 DE.
CFMoto 450 MT
Nur 449 Kubik, aber ein geschmeidiger Zweizylinder, der direkt anspricht. Die Kupplung erfordert kaum Kraft, das Fahrwerk glättet Unebenheiten effektiv. Die Sitzbank ist gut gepolstert, die Ergonomie gelungen. Schwachpunkt: Die einzelne Bremsscheibe vorne ist überfordert, besonders auf der Straße. Im Gelände fehlt dem Motor Power, doch die Stehposition überzeugt.
Preis: 6.499 Euro.
Cyclone RX 600
Optisch überzeugend, doch mit ergonomischen und technischen Schwächen. Die Sitzposition wirkt passiv, die Bremse erfordert viel Kraft, das ABS greift spät ein. Die Traktionskontrolle setzt früh ein und reduziert die Leistung. Der Motor mit 59 PS wirkt unten schwach und oben laut. Das Fahrwerk ist hinten zu hart, der Komfort leidet. Pluspunkte: leicht zu bedienende Kupplung, günstiger Preis.
Preis: 5.290 Euro.
Honda NX 500
Einfach aufsteigen, wohlfühlen, losfahren. Die Sitzposition passt vielen, der Motor läuft kultiviert mit guter Leistungsentfaltung. Keine Highlights, aber auch keine Schwächen. Das Fahrwerk mit 150/135 mm Federweg und Gussfelgen ist straßenorientiert. Leichtes Schotterfahren geht, die Wohlfühlzone liegt klar auf Asphalt. Preislich kein Schnäppchen.
Preis: 7.800 Euro.
KTM 390 Adventure R
Die KTM zeigt schon im Stand ihre Offroad-Ausrichtung. Trotz schmaler Sitzbank ist der Komfort ordentlich, das Fahrwerk spricht fein an. Auf der Straße agil und leichtfüßig, im Gelände mit schmalem 21-Zöller sehr fähig. Die Bremse vorn ist bei hohen Geschwindigkeiten an der Grenze, im Gelände gut. Kupplung leichtgängig, Ergonomie gelungen. Ein echtes Adventure-Bike für A2.
Preis: 6.999 Euro.
Macbor Montana XR5
Mit 195/210 mm Federweg, KYB-Fahrwerk und viel Ausstattung ist die XR5 gut gerüstet. Die Sitzbank ist komfortabel, das Fahrwerk bietet einen guten Kompromiss aus Stabilität und Sensibilität. Auf Asphalt gelungen, im Gelände stören 213 kg Gewicht und suboptimale Ergonomie im Stehen. Als Reisebike für kleine Budgets sehr interessant, fürs Grobe weniger geeignet.
Preis: 6.199 Euro.
Morbidelli T 502 X
Die Rallye-Optik erinnert an große Vorbilder, technisch bleibt die T 502 X aber zurück. 180/150 mm Federweg und 216 kg Gewicht hemmen die Dynamik. In Kurven handlich, aber mit schwachem Punch. Der Motor wirkt müde, die Offroad-Fähigkeit ist optisch größer als technisch. Preislich attraktiv, aber kein echter Abenteurer.
Preis: 5.390 Euro.
Rieju Aventura Rally 307
Leicht, schlank und klar aufs Gelände fokussiert. Der 34-PS-Single reicht für ruhiges Fahren, beim Vortrieb fehlt Druck. Weiches Fahrwerk schluckt viel, auf der Straße aber schwach: Gabel taucht ein, Dämpfer gautscht. Billige Komponenten, unbequeme Sitzbank, schwache Bremse. Trotzdem ein günstiger Partner für gemächliches Endurowandern.
Preis: 5.190 Euro.

Für den Test stellte uns Scorpion Helmets den ADF 9000 Air zur Verfügung. Das Adventure-Helm-Modell punktet mit einem großen Visier, das sich ohne Werkzeug wechseln lässt. Ebenso top: das serienmäßig enthaltene Pinlock-Innenvisier, das ein Beschlagen selbst bei körperlich fordernden Offroad-Abschnitten zuverlässig verhindert. Je nach Sonnenstand kam auch die innenliegende Sonnenblende zum Einsatz, die sich über einen gut greifbaren Hebel an der linken Helmseite sicher betätigen lässt. Scorpion-typisch verfügt der ADF-9000 über aufblasbare Wangenpolster. Eine kleine Pumpe im Kinnbereich erlaubt an dieser Stelle Volumenanpassungen, per Ablassventil entweicht die Luft ebenso schnell. Zu haben ist der ADF-9000 in den gängigen Größen aktuell ab 322 Euro.
Royal Enfield Himalayan 450
Mit Retro-Look und niedriger Sitzhöhe spricht die Himalayan gezielt Einsteiger an. Die Sitzergonomie ist ordentlich, für große Fahrer etwas eng. Der Einzylinder braucht Drehzahl und Schaltarbeit, bleibt aber zuverlässig. Komfortables Fahrwerk, gute Bremse bei hoher Handkraft. Geländequalitäten solide, keine Show, sondern ehrliche Funktion – zum fairen Preis.
Preis: 6.590 Euro.
Suzuki DR-Z4S
Rudimentär, leicht und kompromisslos: Die DR-Z4S ist ein Hardcore-Enduro-Konzept. 152 kg und fast 300 mm Federweg bieten Top-Offroad-Potenzial. Das Fahrwerk harmoniert im Gelände, der Motor ist unten kräftig. Auf der Straße weich, Komfort gleich null: harte Sitzbank, kein Wetterschutz. Für Abenteurer mit robustem Hintern und gutem Konto.
Preis: 9.699 Euro.
Voge 300 Rally
Minimalistisch und günstig: Die 300 Rally ist leicht, hochbeinig und spartanisch. Kein TFT, keine Konnektivität – dafür unter 4.500 Euro. Der 29-PS-Single reicht fürs gemütliche Touren. Die Bremse ist schwach, das ABS regelt nicht. Im Gelände gutmütig, auf der Straße fehlt es an Performance. Eher Wanderstiefel als Sportgerät.
Preis: 4.499 Euro.












