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Neue Gilera: Aprilia-Technik aus China

Gilera mit V2 vor Comeback Gilera kommt mit alter Aprilia-Technik zurück

Die 900er-Modelle hat Aprilia eingestellt. Die Technik soll unter dem Namen Cyclone in China laufen, als Gilera könnte die Shiver nach Europa zurückkommen. In China sind Erlkönige entdeckt worden.

Cyclone ist aufmerksamen Lesern sicher durch die RX 6 mit dem 650er-Norton-Twin bekannt. Das neueste Konzept der Chinesen ist die RA 9. Sie basiert auf den bereits eingestellten Aprilia Shiver 900 und Dorsoduro 900 und soll laut Aussagen von Zongshen bereits Ende 2022 präsentiert werden. Wahrscheinlich in einer optisch weniger polarisierenden Variante. Und womöglich unter der alten Marke Gilera. Patentzeichnungen zeigen den bekannten und charmanten Twin aus dem Piaggio-Konzern mit neuen Motordeckeln der alten Marke Gilera. Deren Namensrechte liegen – man ahnt es – bei Piaggio, die so den starken Namen wiederbeleben könnten. Frischen Wind in die Gerüchte bringen Fotos aus China, die stark getarnte Shiver 900 zeigen. Diese Bilder dürfen wir nicht zeigen, es fällt allerdings aus, dass der Kupplungsdeckel mit dem vermeintlichen Gilera-Logo ebenfalls getarnt ist.

Twin mit 1.000 Kubik

Tatsächlich übernimmt Cyclone den Rahmen und den Motor komplett von Aprilia, selbst die exzentrische Federbeinlage ist gleich. Der Twin, in den Aprilias mit 896 Kubik, bekommt mit 987 Kubik etwas mehr Hubraum und leistet 112 PS bei 9.500 Touren. Das Drehmoment beträgt 98 Nm bei 7.500/min. Welche Abgasnorm hinter diese Leistung steht, ist nicht bekannt. In Europa war nach Euro 4 für die 900er Schluß bei Aprilia. Der Sprung auf Euro 5 dürfte nicht das Problem gewesen sein, eher die schwachen Verkaufszahlen der 900er in Europa. Unter chinesischer Flagge und italienischem Namen – Gilera – könnten wir den grandiosen V2 wieder unter uns haben – im wahrsten Sinne des Wortes. Gebaut werden dürfte der Motor und die entsprechenden neuen Gileras wohl in China, um dann als Fahrzeuge importiert zu werden oder als Completely-Knocked-Down zur Endmontage in Europa.

Fahrwerk der Mittelklasse

Der Rahmen mit seinem Mix aus Gitterrohr und Elementen aus Aluguss stammt augenscheinlich direkt aus Noale und Aprilia. Für RA 9 ist er um eine Einarmschwinge mit dicker Walze erweitert und mit kupiertem Einmann-Heck versehen. Vorn ist eine Doppelscheiben-Bremse des spanischen Herstellers JJuan verbaut, die Federelement wirken rudimentär einstellbar. Die Kombination aus knapper, martialischer Karosse, kurzem Heck, breitem Hinterrad und sportlicher Sitzposition lassen die Cyclone wirken wie ein modernes Muscle-Bike. Ob dieses massige Konzept unter dem Namen Gilera kommen wird, ist fraglich, stehen die Italiener doch mehr für Straßensport auf der einen und Enduro auf der anderen Seite. Beides dürfte mit dem Chassis und Antrieb von Konzernschwester Aprilia machbar sein.

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Fazit

Interessanter Zug von Piaggio: Die technisch einwandfreie Basis der alten 900-Twins mit dem chinesischen Partner für den dortigen Markt nochmal – oder endlich – Geld verdienen zu lassen. Die Motoren waren in Shiver und Dorsoduro eine Wucht und dürften als 1000er-Version nochmal schmalziger fahren. Kommt die Cyclone RA 9 nach Europa? Oder kommt die Technik aus China als Gilera zurück nach Europa? Die Namensrechte liegen jedenfalls bei Aprilia-Mutter Piaggio. Ein hochinteressantes Thema.

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