Entwarnung aus Südtirol: Bleiben Grödner Joch und Sella-Runde offen?

Streckensperrungen – Entwarnung aus Südtirol
Bleiben Grödner Joch und Sella-Runde offen?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.08.2026
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Sperre am Grödner Joch in Südtirol
Foto: Markus Biebricher

Mitte August 2026, lediglich circa 3 Wochen vor der geplanten "Verkehrsbeschränkung" am Grödner Joch in Südtirol, kommt plötzlich wieder Bewegung in dieses viel diskutierte Thema. Dem Vernehmen nach haben Proteste dazu geführt, dass es nun wohl doch nicht zur weitgehenden Sperrung auf der beliebten Sella-Runde kommt.

Keine Sperrung für Grödner Joch und Sella-Runde?

Nach aktuellen Informationen aus Südtirol erfolgt die "Verkehrsbeschränkung" am Grödner Joch nicht im bisher geplanten Zeitrahmen, jedenfalls nicht ab September 2026. Und wohl auch nicht in der bisher geplanten radikalen Form, mit nur wenigen Ausnahmegenehmigungen für Anwohner oder vorab reservierten, streng limitierten Kontingenten.

"Verkehrsbeschränkung" wird wohl vorerst nicht umgesetzt

Diesbezügliche Anfragen beantwortet das Tourismus-Portal für das Grödnertal mit den betroffenen Gemeinden St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein (www.val-gardena.net) aktuell so:

"Die ursprünglich für den 1. September 2026 geplante probeweise Verkehrsbeschränkung am Grödner Joch wird vorerst nicht in der ursprünglich vorgesehenen Form umgesetzt. Statt einer tatsächlichen Sperre ist lediglich ein virtueller beziehungsweise digitaler Testlauf vorgesehen.

Es wird daher weder physische Straßensperren noch Strafen für Fahrzeuge geben, die sich nicht an die geplante Beschränkung halten. Während dieser Testphase werden die Verkehrsströme genau erfasst und ausgewertet. Die gewonnenen Daten sollen als Grundlage für zukünftige Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung auf den Dolomitenpässen dienen.

Noch offen ist, wie der Verkehr ab September im Detail geregelt wird und welche Maßnahmen für den Sommer 2027 vorgesehen sind. Ursprünglich war geplant, neben dem Grödner Joch auch das Sellajoch, das Pordoijoch und den Campolongopass über mehrere Monate als verkehrsberuhigte Zonen auszuweisen. Derzeit sind diese Pläne jedoch noch nicht endgültig festgelegt."

Anfrage von MOTORRAD in Südtirol läuft

Eine entsprechende Anfrage von motorradonline.de bei der zuständigen Behörde vor Ort, der "Umweltagentur" der autonomen Provinz Bozen/Südtirol, läuft. Sobald es weitere aktuelle Informationen zu diesem Thema gibt, werden wir darüber berichten.

Fazit