Ausstattungswunder zum Schnäppchenpreis aus China: Tourensport-Roller Cyclone RT5

Tourensport-Roller Cyclone RT5
Ausstattungswunder zum Schnäppchenpreis

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.10.2026
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Cyclone ist eine chinesische Motorradmarke der Zongshen Motorcycle Group aus Chongqing. Die Marke positioniert sich als höherwertige beziehungsweise sportlich orientierte Linie des Konzerns und bietet vor allem moderne Naked Bikes, Reiseenduros und Tourenmodelle an.

Der Cyclone RT5 gehört seit etwa 2023 zum Modellprogramm der Marke. Obwohl Cyclone expandiert und über Distributoren (wie die Karcher AG im deutschsprachigen Raum oder die Multimoto Group in Südeuropa) zunehmend nach Europa drängt, hat es der Cyclone RT5 bisher noch nicht zu uns geschafft.

Cyclone RT5 mit Totwinkelwarner und elektrischem Hauptständer

Das ist schade, denn der tourensportlich ausgelegte Scooter bietet ein wahres Ausstattungs-Feuerwerk zum günstigen Preis. Dass der Cyclone RT5 serienmäßig mit einem Bosch-ABS und einer Traktionskontrolle ausgestattet ist, ist nett, aber nicht herausragend. Auch ein großes beleuchtetes Helmfach, ein USB-Anschluss, vollumfängliche LED-Beleuchtung und eine stabile Gepäckbrücke sind heutzutage eher Selbstverständlichkeiten.

Bei Features wie dem Reifendrucksensor, Kameras vorn und hinten sowie einem Totwinkelwarner wird es schon deutlich spannender. Eine elektrisch verstellbare Windschutzscheibe mit Memory-Funktion, automatisch einklappenden Spiegel, Sitzheizung, beheizte Griffe, ein schlüsselloses Zugangssystem, ein TFT-Display im Cockpit mit App-Konnektivität und sogar ein elektrisch betätigter Hauptständer lassen vollends aufhorchen. Mehr Ausstattung gibt es auch bei den etablierten Premium-Herstellern auf dem deutschen Markt nicht in der Ausstattungsliste ihrer Top-Scooter zu finden. Und wenn doch, dann allenfalls bei Kaufpreisen tief im fünfstelligen Bereich.

Konventionelle Hardware für mechanische Zuverlässigkeit

Dass der Cyclone RT5 ansonsten auf konventionelle Hardware setzt, beruhigt dann eher die Gemüter von Rollerfahrern, die neben herausragender elektronischer Ausstattung auch mechanische Zuverlässigkeit erwarten. Dank der für Automatik-Roller typischen Triebsatzschwinge mit stufenloser Variomatik und Fliehkraftkupplung ist diese weitgehend gewährleistet.

Auch der flüssigkeitsgekühlte Einzylindermotor mit Vierventiltechnik und 247 cm2 Hubraum liefert mit einer Leistung von 19,5 kW (26,5 PS) bei 8.500/min und einem Drehmoment von 24.5 Nm bei 6.500/min sehr gute, aber keinesfalls atemberaubende Werte.

Beim Fahrwerk gibt’s keine Überraschungen

Auch fahrwerksseitig wird mit dem konventionellen Stahlrohr-Rahmen und den verbauten Karosserieteilen aus Kunststoff das Rad nicht neu erfunden. An der Front kommt eine Telegabel am 15-Zoll-Vorderrad mit der Reifendimension 120/70-15 zum Einsatz, während am Heck zwei Federbeine die Dämpfungsarbeit am 14-Zoll-Hinterrad mit der Reifendimension 140/60-14 übernehmen. Am Ende steht ein Trockengewicht von 190 Kilogramm zu Buche, das fahrbereite 215 Kilogramm wahrscheinlich macht. Nicht wenig für einen 250er-Roller, aber von nichts kommt nichts.

Große Karosserie für entspanntes Touren

Die geräumige Verkleidung verspricht guten Windschutz und eine sportlich-relaxte Sitzposition, die zweistufige Sitzbank mit einer Sitzhöhe von niedrigen 755 Millimetern suggeriert hohen Sitzkomfort. Durch die schrägen Fußablage-Flächen in der Frontverkleidung lassen sich mit entspannten Kniewinkeln lange Distanzen überbrücken, auf denen der große 18-Liter-Tank ausgeschöpft werden kann. Mitfahrende thronen auf einem vermeintlich erzbequemen Sitzkissen über der Szenerie.

Der Preis macht sprachlos

Nun kommt der Hammer: Auf dem chinesischen Fahrzeugmarkt wird der Cyclone für 22.988 Yuan angeboten, was in etwa 3.000 Euro entspricht. In Malaysia liegt der Preis bei knapp 16.888 Malaysischen Ringgit, was umgerechnet ungefähr 3.600 Euro bedeutet. Immer noch ein Schnäppchenpreis. Auf europäischen Märkten würde sich der Preis wohl zwischen 4.500 und 5.500 Euro einpendeln, was immer noch eine echte Kampfansage an die Konkurrenz wäre.

Fazit