Der Spaßbringer unter den Adventure-Scootern: der neue Yamaha RW 350 für 2027

Yamaha RW 350 neu für 2027
Der Spaßbringer im Adventure-Segment

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 02.11.2026
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Das angesagte Segment im Bereich der motorisierten Zweiräder hört auf den Namen "Adventure-Scooter". In diesem soll der innovative RW 350 die perfekte Symbiose aus Yamahas Enduro-Historie und den aktuellen Ténéré-Modellen sowie der Sport-Scooter-Reputation der XMax-Roller darstellen. Dabei löst sich Yamaha von gängigen Konventionen und sucht individuelle Lösungen.

Hier stellen wir euch den großen Bruder vor – den Yamaha RW 700, sozusagen den Ténéré-Scooter fürs Grobe.

Robuste Optik – erfrischend anders

Angefangen beim Fahrwerk, das seinen Underbone-Zentralrohrrahmen aus hochfestem Stahl optisch in Szene setzt und damit eine echte Design-Neuheit darstellt. Der Yamaha RW 350 erinnert damit an Underbone-Ikonen wie Hondas Trail 125, die mit ihrer Fixierung auf robuste Alltagstauglichkeit und einfache Zugänglichkeit längst zum Kultbike geworden ist. Die clevere Konstruktion des RW 350 schafft Raum für eine variable Sitzposition, die gleichermaßen im Alltag in der City und bei gemäßigtem Offroad-Einsatz funktionieren soll. Vielseitigkeit ist Trumpf!

Wie die Konkurrenz, die ebenfalls fahrwerkstechnisch aufrüstet, setzt der Yamaha RW 350 auf eine amtliche Upside-down-Gabel mit 37 mm Standrohrdurchmesser am Vorderrad. Die stellt 140 mm Federweg zur Verfügung, die beim Befahren von Feldwegen und Schotterpisten gute Dienste leisten sollen.

Adventure-Scooter Yamaha RW 700/Explore

Neu entwickelter Vierventil-Einzylinder mit 327 Kubik

Die Innovation wartet in den Bereichen Antriebstechnik und Kraftübertragung: Der neu entwickelte Vierventil-OHC-Einzylindermotor mit 327 cm3 Hubraum leistet 21,5 kW (29,2 PS) bei 7.000/min, liefert kräftige 31,5 Nm Drehmoment bei 5.750/min und soll mit seiner leicht langhubigen Auslegung gut verfügbare Power aus dem Ärmel schütteln. Allesamt Werte, die fast 1:1 denen der Konkurrenz entsprechen.

Konkurrenzfeld der Mittelklasse-Adventure-ScooterModelle wie Aprilia SR GT 200, Honda ADV 350, Kymco X-Tera 350i, SYM ADV 300 und Zontes 368 G setzen beim Buhlen um die Käufergunst Crossover-williger Rollerkunden auf die typische Triebsatzschwinge. Erst der SYM ADXTG 400 setzt mit rahmenfest verschraubtem Motor und einer konventionellen Hinterradfederung mit Kettenantrieb und Zentralfederbein inkl. Umlenkung auf eine unkonventionellere Lösung. Das Preisgefüge erstreckt sich derzeit von 4.599 bis 7.669 Euro inkl. Nebenkosten.

Motor starr im Rahmen montiert

Anders als weite Teile der Mittelklasse-Konkurrenz setzt Yamaha beim RW 350 aber nicht auf eine typische Roller-Triebsatzschwinge, sondern trennt den Motor von der Variomatik und verschraubt ihn starr im Chassis. Das Vario-Modul, das sich um die Kurbelwellenachse auf und ab bewegt sowie die Fliehkraftkupplung zur Kraftübertragung ans Hinterrad sind die einzigen Bauteile, die neben dem Antriebsriemen fester Bestandteil der RW-Schwinge sind. Rechts wird das System von einem im Motorgehäuse gelagerten Schwingen-Holm stabilisiert, an dem auch das rechte hintere Federbein ansetzt.

Überraschend geringer Federweg hinten

Damit werden die ungefederten Massen am Heck verringert, das Ansprechverhalten der hinteren Stereo-Federbeine mit ihrer siebenfach verstellbaren Federbasis sollte sich deutlich verbessern. Hinsichtlich des betriebenen Aufwands überrascht der relativ geringe Federweg von nur 105 mm allerdings doch etwas. Zum Vergleich: Hondas ADV 350 als direkter Konkurrent zum RW 350 realisiert 130 mm mit einer konventionellen Triebsatzschwinge. Wie gut das Yamaha-System tatsächlich arbeitet, muss letztendlich ein Fahrtest klären.

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Enduro-Reifen und Rallye-inspiriertes Felgendesign

Als Räderwerk kommt vorn eine 16-Zoll-Alu-Gussfelge zum Einsatz, während das hintere Pendant 14 Zoll misst. Als Erstausstattung bekommt der RW 350 Dunlop-D615-Enduro-Reifen mit auf den Weg, die Dimensionen sind vorn 120/70-16 und hinten 150/70-14. Das Felgendesign ist vom Auto-Rallyesport beeinflusst, in der hinteren Nabe kommt ein spezieller Ruckdämpfer für möglichst geschmeidige Lastwechsel zum Einsatz.

Gehobene Elektronik-Ausstattung

Ride-by-Wire ermöglicht drei verschiedene Fahrmodi:

  • "Street" für den Alltag in der City oder auf Tour
  • "Explore" mit den grundsätzlich gleichen Werten, abgesehen von einem Setup der Traktionskontrolle, das offroad gewisse Driftwinkel zulässt
  • "Eco" mit gedämpftem Leistungseinsatz für die Fahrt im Regen oder besonders schlüpfrigem Untergrund

Die Ausstattungsliste ist lang: Ein Connectivity-fähiges 5-Zoll-TFT-Display im Cockpit mit drei unterschiedlichen Darstellungs-Oberflächen, Voll-LED-Beleuchtung, Integralhelm-taugliches Helmfach unterm Sitz, ABS, Traktionskontrolle, Tempomat mit "Cruise Control", drei Fahrmodi, USB-C-Ladebuchse – kaum ein Wunsch bleibt offen.

Honda Dax auf Steroiden – die Optik macht Spaß

Optisch hat der Yamaha RW 350 durchaus das Potenzial, das Genre ordentlich durcheinanderzuwirbeln. Er bricht mit den Sehgewohnheiten und transformiert den Look kleinvolumiger Spaß-Bikes, wie den einer Honda Dax, in die Scooter-Mittelklasse. Bullig. Strapazierfähig. Eine Dax auf Steroiden.

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Variable Fahrer-Ergonomie

Das ist spannend, weil die Konkurrenz einschließlich Honda mit seinem ADV 350 auf eher konventionelle Rollertechnik und -Optik setzt. Das clevere ergonomische Konzept des RW 350 indes überzeugt: mittig montierte Enduro-Fahrerfußrasten, die das Offroad-Fahren im Stehen ermöglichen und weiter vorn montierte, einklappbare Fußbretter, die auf langen Strecken entspannte Kniewinkel und eine variable Sitzposition bieten. Das alles macht Lust darauf, diese Vielseitigkeit unterwegs in der City oder in ländlicheren Gefilden auszutesten.

Kein Leichtgewicht, aber vielseitig und zugänglich

Mit der ganzen Ausstattung summiert sich das Gewicht des Yamaha RW 350 auf etwas pummelige 192 kg vollgetankt, trotzdem wirkt er drahtig und reduziert. Wesentlich leichter ist die Konkurrenz im Übrigen auch nicht. Ein Honda ADV 350 bringt wenig filigrane 186 kg auf die Waage, der ebenfalls neu vorgestellte Kymco X-Tera 350i wiegt massige 195 kg.

Dafür gefallen der vermeintlich niedrige Schwerpunkt, die bekömmliche Sitzhöhe von 810 mm, die ordentliche Bodenfreiheit von 185 mm, der stressfreie Antriebskomfort mit dem neu entwickelten Vario-Antrieb und eine variable Sitzposition. Viele clevere Lösungen führen zu einem optisch frischen, überaus alltagstauglichen Spaßkonzept, das scheinbar das Beste der Welten "Enduro" und "Scooter" zu vereinen scheint. Sieht nach Spaß aus!

Preis noch nicht bekannt

Leider gibt es noch keine Infos zum Preis, hier darf man gespannt sein. Denn mit dem neuen vielseitigen und zugänglichen Mittelklasse-ADV-Scooter wird Yamaha in den südeuropäischen Märkten eine große Rolle spielen wollen, und diese Märkte sind preissensibel. Wenn Yamaha nicht überzogen einpreist, hat der RW 350 das Zeug zum Verkaufs-Hit.

Fazit