Supersportler bis 16.000 Euro: MV Agusta, KTM, Yamaha, Honda, Aprilia, Kawasaki

Supersportler im Technikvergleich
Supersportler über 100 PS und bis 16.000 Euro

ArtikeldatumVeröffentlicht am 21.04.2026
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Honda CBR 600 RR.
Foto: Jörg Künstle.

MV Agusta F3 R

Große News bei MV Agusta: In Italien sinkt der Preis der F3 R auf 16.000 Euro und in Deutschland angebotene Neufahrzeuge unterschreiten die Marke sogar. Damit rückt MV seinen Supersportler in ein neues Marktsegment: Über 100 PS, unter 16.000 Euro. Herzstück der MV Agusta F3 R ist weiterhin ihr Dreizylinder-Motor mit 147 PS bei 13.000/min – damit ist sie die Speerspitze der Nennleistung im Vergleich.

Eine gegenläufig drehende Kurbelwelle sorgt für Agilität und Stabilität. Das Elektronikpaket umfasst eine 6-Achsen-IMU, Traktionskontrolle, Kurven-ABS, Launch Control und verschiedene Fahrmodi. Das Fahrwerk besteht aus einer voll einstellbaren Upside-Down-Gabel von Marzocchi und einem Sachs-Zentralfederbein. Ohne Benzin im 16,5-Liter-Tank wiegt die F3 R 192,5 Kilogramm.

Aprilia RS 660 Factory

Zwar kostet die Aprilia RS 660 nur 11.850 Euro, doch hier soll es um die Factory gehen. Mit Gabel und Federbein von Öhlins verlangt Aprilia ab 14.050 Euro. Unverändert leistet der 660 cm³ große Parallel-Twin-Motor 105 PS bei 10.400/min und erzeugt 70 Nm bei 8.400/min.

Dabei muss der Antrieb nur 183 Kilo fahrbereites Gewicht beschleunigen und greift dabei auf ein umfangreiches APRC-Paket mit Traktionskontrolle, Kurven-ABS, Wheelie-Control, Quickshifter, Launch Control und 5 Fahrmodi zurück.

Honda CBR 600 RR

Aus der guten alten Zeit scheint die Honda CBR 600 RR zu kommen. Sie entspricht dem klassischen Bild der Supersportler mit hochdrehendem Reihenvierzylinder. In Zahlen: 599 Kubik, 121 PS bei 14.250/min und 63 Nm bei 11.500/min.

Top modern indes: ihr umfangreiches Elektronikpaket mit Traktionskontrolle, Kurven-ABS, Quickshifter und verschiedenen Fahrmodi. Showa erlaubt das Einstellen von Gabel und Federbein.

Der Listenpreis liegt bei 13.239 Euro inklusive Überführung. Das Gewicht vollgetankt beträgt 193 Kilogramm.

Kawasaki Ninja ZX-6R

Ebenfalls noch aus der Zeit der hohen Drehzahlen stammt die Kawasaki Ninja ZX-6R. Schon vor vielen Jahren vergrößerte Kawasaki für die Straßenversionen von 599 auf den 636 cm³ großen Reihenvierzylinder-Motor, der aktuelle 124 PS bei 13.000 U/min leistet und 69 Nm bei 10.800/min erzeugt.

Nach ihrem Comeback für 2023 verfügt sie über ein umfangreiches Elektronikpaket mit Traktionskontrolle, Quickshifter, intelligentem ABS und 3 Fahrmodi. Das neue 4,3-Zoll-TFT-Farbdisplay bietet Smartphone-Konnektivität und zahlreiche Funktionen.

Das Fahrwerk besteht aus einer Showa-BFF-Gabel und einem Showa-Hinterradfederbein, die beide voll einstellbar sind. Der Listenpreis beträgt 13.170 Euro inklusive Überführung. Fahrfertig wiegt die Kawasaki 198 Kilogramm.

KTM 990 RC R

Jüngstes Modell im Reigen der Supersportler über 100 PS und unter 16.000 Euro ist die KTM 990 RC R. 128 PS bei 10.500/min leistet der Twin mit 947 Kubik und erzeugt 103 Nm bei 6.750/min. Dem sehr hohen Drehmoment stehen 195 vollgetankte Kilo gegenüber.

Das Fahrwerk von WP aus der Apex-Serie ist hingegen nur in den Stufen der Dämpfung einstellbar. Elektronisch ist die KTM auf hohem Niveau ausgestattet. ABS und Traktionskontrolle sind schräglagensensibel.

Unterm Strich: KTM bietet den größten Motor mit dem meisten Drehmoment im Segment und lässt sich das mit 15.490 Euro bezahlen.

Yamaha R9

Wie die MV Agusta hält die Yamaha R9 einen Dreizylinder im Rahmen. Technisch übernommen von der MT-09 mit 890 Kubik, 119 PS bei 10.000/min und 93 Nm bei 7.000/min.

Ebenfalls aus dem Naked Bike übernahm die R9 das Elektronikpaket mit Traktionskontrolle, Kurven-ABS, verschiedene Fahrmodi, einen Quickshifter mit Blipper und Ride-by-Wire. Das Fahrwerk ist voll einstellbar.

Mit 195 Kilo fahrfertig bleibt die R9 mit dem großen Motor etwas unter der Marke von 200 Kilo. Zu haben ist die Yamaha R9 2026 ab 14.099 Euro inklusive Nebenkosten.

Fazit