Yamaha YZF R7 2021 Yamaha Europe
Yamaha YZF R7 2021
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Yamaha YZF R7 2021 17 Bilder

Yamaha YZF-R7: Die Legende ist mit Twin zurück

Yamaha YZF-R7 Die R7 ist mit Twin zurück

Yamaha bringt mit der neuen R7 eine kleine Supersportlerin auf Basis des Erfolgsmodells MT-07. 74 PS treffen auf 188 Kilogramm und Quickshifter.

Über den Preis schweigt Yamaha bei der Präsentation der neuen YZF-R7 – kurz R7 genannt. Es ist aber auch noch etwas Zeit, da Yamaha erwartet die neue Sportlerin ab Oktober in Deutschland anbieten zu können. Bis dahin können wir uns aber an den sonst üppigen Informationen über die kleine Mittelklasse-Flitzerin von Yamaha erfreuen.

Motor bekannt

Keine Überraschung ist die technische Basis der MT-07 und deren Crossplane-Twin mit 689 Kubik. Dessen drehfreudige Art seine 73,4 PS bei 8.750 Touren und 67 Nm bei 6.500/min ins jetzt per optionalem Quickshifter hochschaltbarem Sechsganggetriebe zu schicken sorgt seit 2014 für dauerhafte Freude am Fahren – Hoppla, falsche Firma, stimmt aber. Interessant im Kontext Supersport und der vermeintlichen Chefin der Mittelklasse – der Aprilia RS 660: Der komplette Verzicht Yamahas auf jedwede Leistungssteigerung zum Nakedbike MT-07 oder zur touristischen Tracer 7. Einen kleinen Unterschied gibt es trotzdem: Die R7 kuppelt per A&S-Kupplung, also einer Servo-unterstützten Anti-Hopping-Kupplung, die rund ein Drittel weniger Handkraft am nicht einstellbaren Kupplungshebel erfordert. Die R7 wird es auch in einer A2-Leistungsvariante geben.

Gabel neu

Vor dem bekannten Twin ist allerdings nahezu alles neu bei der R7. Angefangen bei einer einstellbaren USD-Gabel von Kayaba mit 130 Millimetern Federweg, über radial angeschlagene Vierkolben-Bremsen an 298-Millimeter großen Bremsscheiben bis hin zu einem neuen digitalen Cockpit. Die Gabelholme mit 41 Millimetern Durchmesser stecken in neuen Gabelbrücken, oben gegossen, unten geschmiedet. Zwischen den beiden warten echte Lenkerstummel auf die Lenkimpulse. Die neue Bremse setzt eine radiale Bremspumpe mit externem Ausgleichsbehälter unter Druck. Das neue Frontend ändert sich Geometrie zur MT-07 nur leicht: 66,3 Grad Lenkkopfwinkel der R7 sind gut ein Grad weniger als beim Naked Bike, was bei einem unveränderten Nachlauf von 90 Millimetern einen leicht kürzeren Radstand von 1.395 Millimetern ergibt (MT-07: 1.400 mm).

Yamaha MT-07 Fahrbericht Thomas Schmieder
Naked Bike

Federbein einstellbar

An der Konstruktion der Hinterradaufhängung hat Yamaha bei der neuen R7 wenig geändert. Die Schwinge ist unverändert, ebenso das flach stehende, fast liegende, indirekt angelenkte Federbein. Bei diesem ist die einstellbare Zugstufendämpfung neu zur justierbaren Federvorspannung hinzugekommen. Am Bremspaket im Heck ändert sich nichts.

Frisches Cockpit, frische Reifen

Tief in der neuen Verkleidung der R7 sitzt ein neues Supersport-Cockpit. LC-Display mit Gang- und Schaltanzeige, Schaltanzeige und, wenn verwendet, einer QSS-Anzeige bei Nutzung des optionalen Quickshifter-Systems. Technisch wohl das modernste Teil der R7, da Yamaha die kleine Rennerin außer mit dem obligatorischen ABS mit sonst keinerlei Fahrhilfen oder Fahrmodi ausgestattet hat. Die 10-Speichen-Alufelgen sind aus der MT-07 bekannt, bei der R7 anstatt mit touristischer Michelin-Ware mit dem Hypersportreifen S22 von Bridgestone bezogen. Die Dimensionen der Reifen bleiben mit 120/70 ZR17 vorn und 180/55 ZR 17 hinten gleich.

Supersport-Optik

Das auffälligste am Schluss: Die Verkleidung der neuen Yamaha R7. Stark angelehnt an die selige R6 und die fulminante R1 dominiert die Front mit dem leuchtenden Dreigestirn aus LED-Schlitzen an den Wangen und dem einzelnen Projektionsscheinwerfer in der Mitte. Die LED-Leuchten sind als Positionslichter konzipiert, die Linse als Hauptscheinwerfer für Fern- und Abblendlicht. Ebenfalls der R6 entliehen erscheint das schmale und leicht erhöhte Heck der R7, dass die Sitzhöhe von 805 Millimeter (MT-07) auf 835 Millimeter anhebt. Passend dazu ein neuer Tank in sehr sportliche Formgebung mit 13 Litern Inhalt und tiefen Mulden für die Knie.

Farben, Preise und Verfügbarkeit der R7

Yamaha möchte die neue R7 ab Oktober 2021 in den Showrooms anbieten können. Interessierte können sich dann zwischen den Farben Icon-Blue und Yamaha Black entscheiden. Beide Versionen kommen mit einem Crystal-Graphite-Finish an Motor, Rahmen und Schwinge, während die Felgen jeweils in der Grundfarbe der Verkleidung gehalten sind. Preise hat Yamaha noch keine bekannt gegeben. Wir rechnen aber mit einem Basispreis von unter 10.000 Euro.

Fazit

Yamaha bringt den legendären Namen R7 zurück auf Straßen und Rennstrecken, bleibt technisch, aber weit hinter dem Anspruch der echten R7 zurück. Die R7 ist im Grunde eine vollverkleidete MT-07 und möchte gar nicht gegen die neue Aprilia RS 660 antreten. Vielleicht gut so, da Yamaha so einen verdammt attraktiven Preis für ein schnittiges Krad aufrufen kann.

Yamaha MT-07
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