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Honda Roadster

Mittelklasse-Naked Bike mit 1100er-Twin

Der japanische Motorradhersteller Honda könnte in der Mittelklasse einen Roadster an den Start bringen, der auf den Antrieb aus der aufgefrischten Africa Twin setzt.

Bereits im Sommer 2019 gab es Gerüchte in französischen Medien, die sich nach eigenen Angaben auf vertrauenswürdige Quellen innerhalb der Honda-Organisation beziehen. Danach würde Honda an einem neuen Tourer arbeiten, der seine Technik zu weiten Teilen von der Africa Twin bezieht. Als Motor würde der für die Euro 5 aufgefrischte, rund 1.100 cm³ große Reihenzweizylinder mit knapp über 100 PS dienen. Beim Getriebe soll DCT eingeplant sein. Und um den Antrieb vollends tourentauglich zu machen, erfolgt der Endantrieb über einen Kardan.

Honda NT 1100 nahezu ohne Konkurrenz

Das Fahrwerk setzt auf 17-Zoll-Felgen. Für Reisekomfort sollen eine Halbschalenverkleidung mit höhenverstellbarer Scheibe sowie ins Heck integrerte Koffer sorgen. Das ganze Konzept erinnert so an die Honda Deauville, die die Japaner seinerzeit von den legendären NTV-Modellen abgeleitet hatten. Die Deauville war nie ein Verkaufsschlager, ihre Reisequalitäten aber durchaus anerkannt. Die Honda NTV 700 Deauville wurde mit ihrem 65 PS starken V2-Motor bis 2012 gefertigt.

Honda Deauville NTV 700
Honda

Als möglichen Namen für den Mittelklasse-Tourer warfen die Franzosen NT 1000 in den Raum. Als rein straßenorientiertes Tourer-Modell wäre die NT 1000 nahezu konkurrenzlos. Honda selbst hat ganz oben die Gold Wing im Programm, in der Mittelklasse entsprechen noch am ehsten die VFR 800-Modelle einem Tourer-Konzept. Beim Wettbewerb käme eigentlich nur die Yamaha Tracer 900 GT in Frage.

1100er Roadster in zwei Varianten

Eine im März 2020 aufgetauchte Honda-Patentschrift zeigt allerdings eine Alternative auf. Auch hier sitzt zwar im Fokus der Reihenzweizylinder aus der Africa Twin, das Konzept drum herum zeigt sich aber gewandelt. Zu erahnen ist statt eines Tourers eher ein Roadster. Das Naked Bike setzt weiter auf einen Endantrieb über Kette. Rund um den Zweizylindermotor zeigt die Patentschrift gleich zwei verschiedene Rahmenkonstruktionen. Variante a) setzt auf einen Trellis-Brückenrahmen aus Stahlrohren mit verschraubten Alu-Gusselementen, die den Heckrahmen und die Schwinge aufnehmen. Der Heckrahmen scheint ebenfalls aus einem Alu-Gussteil zu bestehen. Die Rahmenversion b) kommt mit einem zentralen Rohr über dem Motor und einem gegabelten Rahmen unter dem Zweizylinder. Der Heckrahmen wird als Gussteil angeschraubt. In beiden Fällen ist der Motor als stabilisierendes Element eingebunden.

Honda Patentzeichnungen kleiner Tourer
Honda

Von dem Dimensionen und den Eckdaten scheinen beide Rahmenentwürfe übereinzustimmen. Auch die gezeigten Anbauteile scheinen identisch zu sein und aus dem Konzernregal zu stammen. Honda hätte mit diesem Ansatz die Möglichkeit relativ kostengünstig ein neues Modell in der boomenden Mittelklasse anzubieten – und das gleich in zwei Varianten. Dass ein Patent noch kein neues Modell bedingt, wissen wir. Aber mit diesem Patent verdichten sich die Gerüchte aber eben weiter.

Fazit

Ein Naked Bike der Mittelklasse wäre eine echte Bereicherung. Mit der Africa Twin stände auch ein adäquater Technik-Spender parat.

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