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BMW R 1300 GS Erlkoenig 12 Bilder

Neue BMW R 1300 GS kommt 2023

BMW R 1300 GS Erlkönig Neue Evolutionsstufe kommt 2023

Dass die neue BMW R 1300 GS kommt ist keine Überraschung. Aber eine kleine Sensation sind die Erlkönig-Bilder dieser Entwicklungsstufe dennoch. Wir erklären, wann sie kommt und was sich ändert.

Die Erlkönig-Bilder der BMW R 1300 GS zeigen ein ganz neues Motorrad. Und die Entwicklungsschwerpunkte liegen eindeutig im Fahrwerksbereich. Dafür gibt es zwei Gründe:

  1. Die letzte wirklich "neue" GS im Jahr 2013 bedeutete den Umstieg auf den Wasserboxer. Alle Aufmerksamkeit galt dem neuen Motor.
  2. Auch das zweite Upgrade von 2018 (mit der Einführung des Shift Cam) konzentrierte sich auf den Boxer.

BMW R 1300 GS dürfte leichter werden

Außerdem lässt sich Gewicht nicht so sehr beim Motor, sondern vielmehr in der Peripherie einsparen lässt. Und leichter werden, das dürfte im Lastenheft der neuen GS ganz weit oben stehen. Auch wenn bei den ersten Planspielen für die neue GS sicher noch nicht bekannt gewesen sein dürfte, dass die neue Ducati Multistrada V4 nicht nur deutlich stärker, sondern auch leichter ausfällt als die aktuelle GS. Zwischen der Multistrada V4 und der R 1250 GS liegen aktuell 6 Kilogramm. Das ist angesichts des dazu beachtlichen Leistungsunterschieds von 34 PS (Multi 170 PS, GS 136 PS) für fahrdynamische Werte wie Beschleunigung und Durchzug viel und auch fürs Handling ein ordentliches Pfund. Entsprechend schwer dürften diese 6 Kilogramm auf den Gemütern der BMW-Entwickler gelastet haben.

Leistung dürfte aber nicht das ganz große Kaufargument bei den Reiseenduros sein. Schaden würde mehr Leistung aber auch nicht, sodass wir bei der nächsten GS von einer Hubraumerhöhung um weitere 50 auf runde 1.300 cm³ ausgehen. BMW hatte sich bereits 2019 beim Patentamt die Typenbezeichnung M 1300 GS schützen lassen.

Mechanische Veränderungen der Ventilsteuerung

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Die beim Erlkönig mit einer Stoffhülle "bemützten" Zylinderköpfe deuten sogar auf grundsätzliche mechanische Veränderungen der Ventilsteuerung hin. Eine größere Bohrung oder ein längerer Hub bräuchten jedenfalls keine extra Tarnung. Ein neuer Rahmen hingegen schon. Beim Rohrgeflecht der neuen BMW R 1300 GS gibt es mehr als genug zu tarnen, das zeigt die Gitterrohrtapete, die mit Kabelbindern an die Originalrohre gespannt ist. Sie verdecken das eigentliche Rahmenwerk. Die Motorenaufnahmen hingegen scheinen echt zu sein. Unter dem Fahrersitz endet der Bluff dann unvermittelt und macht einem anderen Platz. Ab hier ist das Rahmenheck mit einer Art Plastikhülle versehen. Wer diesen Aufwand betreibt, hat nicht nur etwas zu verbergen – und will viel erreichen. Der neue Rahmen soll nicht nur leichter ausfallen, sondern wohl auch weniger kosten.

Neben neuem Rahmen auch neue Schwinge

Weniger Kosten wird die neue Schwinge mit innen laufendem Kardan an der neuen BMW R 1300 GS hingegen nicht. Sie ist im Gegensatz zum alten Bauteil eine komplexe, wild zerklüftete Angelegenheit und wirkt dabei sogar kürzer als an der Vorgängerin. Das mag täuschen, doch es würde zur generellen Stoßrichtung der neuen R 1300 GS passen.

Gegenüber der zum Vergleich mitfahrenden R 1250 GS und sogar der F 900 GS wirkt die neue BMW R 1300 GS zierlicher und will eindeutig mehr Geländefloh als Reisedampfer sein. Die Verkleidung mit zum Vorderrad orientierterem kurzem Entenschnabel und die tief liegenden Scheinwerfer mit einzelnen LED-Spots lassen die neue 1300er-GS nicht nur kompakter, sondern auch aggressiver wirken. Allerdings ist die auf den Erlkönig-Bildern zu sehende schwarze Verkleidung noch so grobschlächtig, dass sich in Hinsicht auf die Optik der neuen BMW R 1300 GS nur spekulieren lässt.

BMW R 1300 GS mit Abstandsradar

Zwischen der jetzt weit heruntergezogenen, aggressiveren Scheinwerferpartie und der nun deutlich größeren, ebenfalls tief nach unten gezogenen Scheibe wird vermutlich der Abstandsradar seinen Platz finden. Überhaupt wird auch die 1300er trotz des drahtigen Auftritts nichts an elektronischer und digitaler Unterstützung missen lassen. Die hat nämlich einen ganz entscheidenden Vorteil: Sie wiegt nichts.

Noch mehr zur neuen BMW R 1300 GS erfahrt ihr im Heft, in MOTORRAD 14/2021.

Fazit

Klar ist, dass eine ganz neue GS in den Startlöchern steht. Aber wann kommt sie? Wir rechnen zum Modelljahr 2023 mit einer neuen GS. Warum? Weil die Faustformel in dieser Disziplin in etwa folgendermaßen lautet: Alle 5 Jahre ein kleineres Update, alle 10 Jahre eine neue GS. Das letzte sanfte Upgrade war 2018 und die letzte wirklich "neue" GS rollte im Jahr 2013 auf den Markt (Umstieg auf Wasserboxer).

BMW R 1250 GS
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