SWM sorgte mit der Versante 550 bereits auf der EICMA 2025 für Aufmerksamkeit, damals schon mit umfangreicher Ausstattung, aber noch ohne Preis. Der folgte im August 2026: ab 5.490 Euro ist die neue SWM Versante 550 in Deutschland zu haben. Ein heißer Preis für viel Enduro.
MOTORRAD zeigt, welche Enduros bis 48 PS es bis 6.000 Euro sonst noch auf dem Markt gibt.
Enduros bis 48 PS und bis 6.000
SWM Versante 550 – ab 5.490 Euro
Ihrem Datenblatt nach zu beurteilen, wirkt die SWM Versante 550 äußerst attraktiv: 494 Kubik, 48 PS, 45 Nm, 19 Liter Tank-Volumen und eine überraschend vollwertige Ausstattung.
Das Fahrwerk von KYB ist einstellbar, das ABS abschaltbar und die Sitzhöhe mit 810 Millimeter gut erreichbar. Ebenso bemerkenswert: TFT-Dashboard mit Kartennavi und Smartphone-Mirroring, Front-Kamera, die wohl eine Front-Collision-Warnung auslösen kann. Ebenfalls an Bord: ein Reifendruck-Kontrollsystem und LED-Beleuchtung rundum.
Der Haken an der Sache? Das Gewicht
Wo ist der Haken für die Enduro zu einem Preis von nur 5.490 Euro? All diese Ausstattung bringt Gewicht, ebenso der Stahlrahmen und die große Verkleidung mit Schutzbügeln: unter 210 Kilo trocken gibt SWM an. Fahrfertig dürfte die Versante an den 230 Kilo kratzen – ohne Koffer und Gepäck.
Die neue SWM Versante 550. Enduro für 5.500 Euro
KTM 390 Adventure X – ab 5.099 Euro
Optisch ebenfalls klar für mehr geschaffen hat KTM die 390 Adventure X. Technisch stellt sie allerdings eine Art Kontrastprogramm zur SWM dar. Vornweg mit einem Einzylinder mit 399 Kubik im Rahmen und 45 PS. Die Federwege sind mit je 200 Millimeter auf den ersten Blick deutlich länger.
In den beiden für diese Klasse und diesen Vergleich wichtigsten Eckpunkten stellt die KTM die SWM ziemlich in den Schatten. Die 390 Adventure X wiegt mit 176 Kilo mindestens 30 weniger als die SWM und kostet mit 5.099 Euro sogar weniger – bietet mit einem Kurven-ABS ab Werk indes noch mehr Elektronik.
Allerdings wendet sich die SWM Versante 550 ganz klar an den Reiseenduristen, während die KTM 390 Adventure X für alles abseits vom Asphalt konzipiert ist.
Royal Enfield Himalayan 450 – ab 5.920 Euro
Als Vorbild der leichten Enduros schlechthin dürfte derzeit die Royal Enfield Himalayan 450 stehen. Mit 450-Kubik-Einzylinder, der 40 PS und 40 Nm erzeugt, erinnert sie an die große Zeit der Enduros in den 1980ern. Wobei sie kein Retro-Tool ist, sondern eine ernstzunehmende Offroad-Maschine mit 21 Zoll vorn und 17 Zoll hinten, je 200 Millimeter Federweg und starker Gabel mit 43er-Standrohren. Mit 198 Kilo hingegen nicht ganz leicht, dafür vom Nimbus des Unaufhaltsamen umhüllt.
Im Kontext ist es derzeit schwer, mehr echte Enduro für weniger Geld zu bekommen, denn die Fahrt auf der 450er von Royal Enfield startet bereits ab 5.920 Euro.
QJMotor SRT 450 RX – ab 5.999 Euro
Ganz knapp an der 6.000er-Marke kratz die QJMotor SRT 450 RX. Stark dem Trend folgend: 450er-Enduro mit Rally-Charme und ungedrosselter Leistung. In diesem Falle darf der Motor 47,6 PS bei hohen 9.500/min leisten, allerdings nicht mit einem Zylinder, sondern als Twin, was die Emissionen im Zaum hält. Die nur 41 Nm Drehmoment aus 449,5 Kubik überraschen allerdings.
Den Anspruch Rally bedient die SRT mit einem TFT-Display im Hochkant-Format. Wie weiterhin von chinesischen Modellen gewohnt: Das Gewicht ist recht üppig, wobei die 196 Kilo fahrfertig der QJ im Kontext des Preises in Ordnung gehen.













