Mit ihrem Youtube-Kanal 999lazer sind die Hind Brothers aus Großbritannien weltweit bekannt, jedenfalls im Motocross-Milieu. Max und Philipp halten ihre Community und sich selbst mit wilden Hardcore-Geräten auf Trab.
Megalodon 700 mit Zweitakt-Motor von Rübig
Ihr absoluter Publikumsliebling – bisher – ist die Megalodon mit 700er-Zweitakter. Beispielsweise im direkten Vergleich mit einer Honda CR 500. Der extreme Antrieb der Megalodon 700 kommt üblicherweise bei rennsportlichen Enduro-Gespannen zum Einsatz – 2025 mit weltmeisterlichem Erfolg. Der wassergekühlte Einzylinder stammt vom österreichischen Spezialanbieter Rübig, inzwischen Mega RS Engines.
Zweitakter von Mega RS Engines mit über 80 PS
Überhaupt nicht "nutzerfreundlich" ist die Megalodon 700 mit Kickstarter links , ohne Ausgleichswelle, dafür mit markerschütternden Vibrationen. Und auf jeden Fall mit über 80 PS. Da genügen 4 Gänge, zumal im Gelände. Immerhin mit leichtgängiger, hydraulisch unterstützter Kupplung. Trotzdem, kein Zweifel: Für Ungeübte ist dieser große Zweitakter völlig ungeeignet.
Hind Brothers & Chris Thorpe
Inspiration für den Namen Megalodon war der gleichnamige, urzeitliche Riesen-Hai – in Anspielung auf den Mega-Motor. Bereits 2021 begannen die Hind Brothers mit diesem Großprojekt, damals aus pandemiebedingter Langeweile. Chris Thorpe, seinerseits spezialisiert auf übermotorisierte Enduros und Motocross-Bikes, unterstützte Max und Phil dabei.
Fahrwerk-Basis von einer 650er-Husaberg
Basis für das Fahrwerk der Megalodon 700 war eine 650er-Husaberg, Jahrgang 2000. Um deren großen Viertakt-Einzylinder durch den Mega-Zweitakter zu ersetzen, mussten die britischen Tüftler den Rahmen aufflexen. Anschließend verstärkten sie das Stahlrohr-Gestell und verpassten ihm eine Pulverbeschichtung.
Special Parts & Upgrades
Dazu bekam die Megalodon 700 eine neue, voll einstellbare Upside-down-Telegabel von WP Suspension und eigens angepasste Räder von SM Pro Wheels mitsamt Bremsen-Upgrades. Weitere Details sind die Motocross-Armaturen von Venhill und die Titan-Fußrasten von Raptor.
Carbon, Titan und Aluminium
Aufwendige Sonderanfertigungen für die Megalodon 700 sind die leichten Verkleidungsteile aus Carbon sowie Benzintank und Wasserkühler aus Aluminium. Und schließlich die Zweitakt-Abgasanlage von HGS Exhaust Systems in den Niederlanden mitsamt Prüfstand-Abstimmung vor Ort.
Megalodon 700 verbreitet Angst und Schrecken
Und wie fährt die Megalodon 700? Hier die Fahreindrücke von einem der Wenigen, die sich bisher getraut haben, Max Hind: "Ziemlich furchteinflößend! Erstmal muss man sich eine Weile dran gewöhnen, an den rustikalen Charakter. Der Mega-Motor ist – Zweitakt-untypisch – auf viel Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen abgestimmt, und damit drückt der dich ruppig durch die Kurven. Auf einer engen Motocross-Piste ist das umso anspruchsvoller – und entsprechend beeindruckend".












